Syrien

Rakete auf den Golan

Grenzgebiet zu Israels Nachbarland Syrien Foto: Flash 90

Eine Rakete aus Syrien sei in Richtung Golan geflogen, bestätigte die israelische Armee (IDF) am Freitagmorgen. Die Nachricht aus dem Nachbarland, dass die syrische Luftabwehr ein Flugzeug der IAF abgeschossen hat, sei indes Unsinn, twitterte das Militär. Angaben dazu, ob es israelische Angriffe auf syrischem Territorium gegeben habe, wurden nicht gemacht.

Nicht nur syrische, sondern auch russische und saudische Nachrichtenagenturen hatten berichtet, dass »Israel im Süden des Landes iranische Stellungen beschossen habe«. In diesem Zusammenhang hätten syrische Soldaten einen israelischen Kampfjet getroffen, der über die Stadt Kiswah südlich von Damaskus geflogen sein soll. »Das ist unwahr«, heißt es dazu in einer Stellungnahme der IDF.

TAKTIK In einem Radiointerview erläuterte General Amos Yadlin, dass seit dem Abschuss einer russischen Kampfmaschine bei Latakia vor zwei Monaten israelische Angriffe in Syrien fast komplett eingestellt worden seien. »Der Iran, der auch in Syrien stationiert ist, ändert seine Taktik. Die Stellungen in Syrien werden reduziert, weil er sich mehr auf den Irak und Libanon konzentriert«, so Yadlin.

Zwar habe die israelische Luftabwehr eindeutig eine Rakete auf dem Radarschirm entdeckt, die in Richtung Israel flog, doch es ist unklar, dass sie auch tatsächlich in Israel landete, gab die Armee an. Soldaten würden derzeit die Gegend im Golan durchstreifen und nach Überresten suchen.

IDF Zur selben Zeit sorgt sich Israel, dass das Teheraner Régime hochentwickelte Waffen an die Terrororganisation Hisbollah in den Libanon liefert. Es gibt keine weiteren Angaben der IDF oder Regierung, ob die Vorfälle etwas miteinander zu tun haben.

Am Donnerstag war ein iranisches Cargo‐Flugzeug der Gesellschaft Fars Air Qeshm auf direktem Weg von Teheran nach Beirut geflogen. Die IDF ließ wissen, dass sie vermutet, das Flugzeug habe Waffen an die Hisbollah geliefert. Auf Arabisch twitterte sie, der Libanon dürfe es nicht erlauben, dass iranische Flugzeuge Kriegsmaterial ins Land bringen. Angehängt war eine Luftaufnahme des internationalen Flughafens in Beirut.

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