Jerusalem

Premierminister, Präsidenten und der Papst

Aussage des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier Foto: Beit Hanasi

Zu Ehren des offiziellen Abendessens, das der israelische Präsident Reuven Rivlin am Mittwochabend in seiner Residenz für mehr als 40 Staatsoberhäupter und -minister geben wird, hat das Beit Hanasi einen außergewöhnlichen Film mit den Aussagen von Präsidenten, Königen und Premierministern veröffentlicht.

Abendessen Der Film wird während des gemeinsamen Abendessens vorgeführt. Er basiert auf Briefen, die 44 Staatsoberhäupter an den israelischen Präsidenten vor dem 5. World Holocaust Forum geschrieben hatten. Die Aussagen werden zudem in einem besonderen Buch gesammelt, das von der Gedenkstätte Yad Vashem herausgegeben wird.

Zu den Briefeschreibern gehört Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der diese Worten verfasste: »Die Schoa... eine selbstzugefügte Wunde, die niemals gänzlich geheilt ist... Nicht nur als Teil der deutschen Geschichte, sondern als Bewusstsein, das uns bis zum heutigen Tag leitet«.

Auch gekrönte Häupter verpflichten sich dem gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus.

»Wir müssen beschließen, dass die Erinnerung an die Millionen Getöteten an die nächsten Generationen weitergegeben wird«, schrieb der britische Thronfolger Prinz Charles. Auch andere gekrönte Häupter, darunter König Felipe von Spanien und Königin Margrethe von Dänemark, verpflichten sich mit ihren Zeilen dem gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus.

Zerstörung US-Präsident Donald Trump, der bei der Konferenz durch seinen Vize Mike Pence vertreten wird, betont: »Jenen, die die Zerstörung Israels und des Jüdischen Volkes suchen, sage ich: ‚Nie wieder‘«.

Papst Franziskus, der nicht persönlich in Jerusalem dabei sein wird, schrieb diese Zeilen: »Wir müssen stark in unseren Bemühungen bleiben, den Dialog, gemeinsame Verständigung und die menschlichen Beziehungen als Basis für den Frieden voranzubringen«.

Kommentar

Chamenei und die VIP-Lounge im Paradies

»VIP?«, fragt ein Engel durch den Türspalt. »Gewiss. Ich bin der Erhabene Führer«, sagt er ungeduldig

von Louis Lewitan  12.03.2026

Krieg

Hisbollah feuert rund 150 Raketen auf Nordisrael

Israel bereitet sich Berichten zufolge auf noch heftigere Angriffe in der Nacht vor

 11.03.2026

Israel

Nachrichten aus Israel: Libanon, Opfer, Kriegsende, Charedim

Meldungen aus Israel

von Sophie Albers Ben Chamo, Sabine Brandes  11.03.2026

Knesset

Umstrittenes Armeegesetz für Ultraorthodoxe auf Eis

Zunächst müsse in Kriegszeiten der Staatshaushalt verabschiedet werden, erklärte der israelische Premier Netanjahu

von Sabine Brandes  11.03.2026

Lanz und Precht

»Irgendwie so bombt man sich das Ganze am Ende zurecht«

In ihrem wöchentlichen Podcast versuchen sich Talkmaster Markus Lanz und Philosoph Richard David Precht an einer Analyse der Hintergründe des Irankriegs – und scheitern gewaltig

von Michael Thaidigsmann  11.03.2026

Tel Aviv

Israel Katz: Krieg nicht zeitlich begrenzt

Hoffnungen auf ein rasches Ende des Iran-Kriegs erteilt der Verteidigungsminister eine Absage. Man werde so lange weiter angreifen, bis alle Ziele erreicht seien

 11.03.2026

Jerusalem

Justizgutachten zu Netanjahus Gnadengesuch fertig

Präsident Herzog muss über den Antrag entscheiden. Ein Termin steht bisher nicht fest

 11.03.2026

Madrid

Spanien beruft seine Botschafterin in Israel ab

Die Sánchez-Regierung zieht Konsequenzen im Streit mit Israel: Die Botschafterin wird abberufen. Wie es dazu kam und welche politischen Konflikte dahinterstehen

 11.03.2026

Nahost

Israel verlegt Truppen von Gaza an Grenze zum Libanon

Nach Raketenangriffen der Hisbollah wird Israels Nordgrenze mit der Golani-Brigade verstärkt. In Beirut wächst die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive

 11.03.2026