Israel

Polizeiminister Ben-Gvir bei Autounfall verletzt 

Itamar Ben-Gvir, Minister für Nationale Sicherheit Foto: copyright (c) Flash90 2023

Israels Polizeiminister Itamar Ben-Gvir ist am Freitagabend bei einem Autounfall verletzt worden. Bei dem Unfall in Ramle bei Tel Aviv habe es insgesamt drei Verletzte gegen, meldete die Polizei. Sie kündigte eine Untersuchung des Unfalls an, an dem zwei Fahrzeuge, darunter der Wagen des Polizeiministers, beteiligt gewesen seien. Die Verletzten seien in eine Klinik gebracht worden.

Das Auto des rechtsextremen Politikers sei über eine rote Ampel gefahren und mit einem anderen Wagen, dessen Fahrer grün hatte, zusammengestoßen, berichteten mehrere israelische Medien unter Berufung auf Augenzeugen. Demnach überschlug sich sein Auto, bei dem es sich den Angaben nach um einen Dienstwagen handeln soll. In der Regel hat Ben-Gvir dafür einen Fahrer. 

Medien veröffentlichten ein Video einer Dashcam eines unbeteiligten Fahrzeugs am Unfallort, auf dem der Zusammenprall der beiden Wagen an einer Kreuzung zu sehen sein soll. Weitere Aufnahmen sollen Ben-Gvirs Auto nach dem Unfall umgekippt auf einer Straße zeigen. Auch ein weiterer beschädigter Wagen ist zu sehen.

Die Zeitung »Haaretz« berichtete, neben dem Minister seien auch dessen Tochter, ein Sicherheitsbediensteter sowie der Fahrer des anderen Wagens in ein Krankenhaus gebracht worden. Laut der »Times of Israel« wurde neben Ben-Gvir und seiner Tochter auch der Fahrer des Politikers verletzt.

Medien zufolge hatte Ben-Gvir zuvor den Ort eines mutmaßlichen Messerangriffs in Ramle besucht. Als der Unfall passierte, war Ben-Gvir, der auch Minister für Nationale Sicherheit ist, demnach auf dem Rückweg. 

Der Minister sei in gutem Zustand, berichtete die »Times of Israel« unter Berufung auf sein Büro. Dem Blatt zufolge war Ben-Gvir bereits im Sommer vergangenen Jahres in einen Unfall verwickelt. Auch damals soll sein Fahrer über eine rote Ampel gefahren sein.

Bei der mutmaßlichen Messerattacke in Ramle war zuvor eine 18-Jährige schwer verletzt worden. Der mutmaßliche Täter sei »neutralisiert« worden, teilte die Polizei mit. Ob er getötet wurde, war zunächst unklar. Auch zum Motiv des mutmaßlichen Angriffs war zunächst nichts bekannt.

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 25.10.2026 Aktualisiert

Knessetwahl

Die Israel-Wahl in Zahlen

Rund 7,3 Millionen Wahlberechtigte, mehr als 12.000 Wahllokale und 450 Millionen Stimmzettel: Der Zentrale Wahlausschuss nennt Details zur Abstimmung am Dienstag

 25.10.2026

Tel Aviv

»Ihr habt versagt – jetzt übernehmt Verantwortung!«

Angehörige der Opfer des Hamas-Massakers vom 7. Oktober klagen die Regierung an. Bei einer Massendemonstration fordern sie eine unabhängige Untersuchung

von Sabine Brandes  25.10.2026

Wahlwerbung mit Benjamin Netanjahu über einer Fußgängerbrücke

Knessetwahl

Premier Netanjahu macht Wahlkampf mit Bild von Atompilz über Tel Aviv

Im Wahlkampf setzt der israelische Regierungschef auf ein angsteinflößendes Bild. Scharfe Kritik daran kommt von Netanjahus Hauptrivale Gadi Eisenkot

 25.10.2026

Nahost

Experten warnen Netanjahu vor Folgen möglicher Sanktionen

Nach Netanjahus Überlegungen, mögliche internationale Bankensanktionen mit Hilfe von Kryptowährungen zu umgehen, warnen Experten vor enormem Schaden für Israels Wirtschaft

 25.10.2026

Schicksalswahl in Israel

Israels Militär vor Parlamentswahl in Alarmbereitschaft

Vor der richtungsweisenden Parlamentswahl am Dienstag sind Israels Streitkräfte in erhöhter Alarmbereitschaft. Zehntausende Soldaten sind im Einsatz, die Luftabwehr wurde verstärkt

 25.10.2026

Nachrichten

Lied, Spende, Festnahmen

Meldungen aus Israel

von Sabine Brandes  25.10.2026

Sanktionen

Netanjahu erwägt Kryptowährungen gegen mögliche Sanktionen

Aus Sorge vor weltweiten Bankensanktionen sucht Israel laut Ministerpräsident Netanjahu nach Alternativen. Die Zentralbank kritisiert seine Idee

 25.10.2026

Westjordanland

Israels Armee: Lockdown im Westjordanland am Wahltag

Israels Armee setzt ihre Offensive im Westjordanland fort. An Israels Wahltag wird es Zugangssperren für Palästinenser geben. In Israel kommt es derweil zu Massenprotesten gegen die Regierung

 25.10.2026