Jerusalem

»Paranoide Wahnvorstellungen«

Oppositionsführer Yair Lapid Foto: dpa

Nach den Sturzversuch-Vorwürfen von Benjamin Netanjahu hat der Oppositionsführer im israelischen Parlament dem Ministerpräsidenten »paranoide Wahnvorstellungen« attestiert.

Der Regierungschef habe die Geschichte verkaufen wollen, dass Tausende Menschen – darunter Ermittler, Richter, Politiker und Journalisten – Teil einer großen Verschwörung seien, um ihn zu Fall zu bringen, sagte Yair Lapid am Montag nach Angaben eines Sprechers bei einer Sitzung der Knesset-Fraktion seines Bündnisses Jesch Atid-Telem in Jerusalem. »Jemand, der so etwas zu sagen vermag, der ist nicht in der Lage, Ministerpräsident zu sein.«

PROZESS Netanjahu ist wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt, er weist die Vorwürfe von sich. Zu Beginn seines Prozesses hatte der 70-Jährige am Sonntag Polizei und Staatsanwaltschaft vorgehalten, sie hätten gemeinsam mit linken Medien die Anklage gegen ihn »fabriziert«.

Es handele sich um den Versuch, »einen starken amtierenden Regierungschef der Rechten zu stürzen«. Bei den Vorwürfen gegen Netanjahu geht es um den Verdacht der Beeinflussung von Medien, angeblich krumme Deals mit Unternehmen und Luxusgeschenke befreundeter Geschäftsleute im Gegenzug für Gefälligkeiten.

Netanjahus fünfte Amtszeit ist wegen des Prozesses umstritten. Kritiker befürchten, er könne versuchen, eine Verurteilung über eine Schwächung des Justizsystems und Gesetzesänderungen zu verhindern. Ein großer Teil des israelischen Kabinetts steht hinter Netanjahu. dpa

Syrien

Grossi: Von Israel zerstörter Reaktor hätte atomwaffenfähiges Material produzieren können

2007 zerstörte Israel den Atomreaktor Deir ez-Zor. 19 Jahre später bestätigt Atom-Aufseher Rafael Grossi, dass die Anlage atomwaffenfähiges Material hätte produzieren können

 11.09.2026

Rosch Haschana

Israel wächst – doch immer mehr Menschen verlassen das Land

Zum jüdischen Neujahr veröffentlicht das Statistikamt neue Zahlen. Die Geburtenrate ist mehr als doppelt so hoch wie in der OECD

von Sabine Brandes  11.09.2026

Sachsen-Anhalt

Empörung über AfD-Spitzenmann Siegmund wegen Rüstungsaussage 

Siegmund: »Weil wir bei späteren Remigrations- und Abschiebeoffensive natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen«

 11.09.2026

Neujahr

Hopfen, Malz und Honig

Zu Rosch Haschana können die Israelis nun auch passendes Bier im Supermarkt kaufen. Stilecht in der blau-weißen Dose

von Sabine Brandes  11.09.2026

Tel Aviv

Magen David Adom leistet im Jahr 5786 fast 1,9 Millionen Einsätze

Besonders stark beansprucht wurde auch die Notrufzentrale 101: Mehr als zwei Millionen Anrufe gingen innerhalb eines Jahres ein

 11.09.2026

Großbritannien

Applaus für britischen Außenminister von der Hamas

Ein hochrangiger Funktionär der Terrorgruppe begrüßt die Sanktionen, mit denen das Vereinigte Königreich Israel belegt hat. Das sei ein »wichtiger Schritt in die richtige Richtung«

 11.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  11.09.2026

Kommentar

Ja, du bist gemeint!

Im Leben gibt es Menschen, die erkennen, was vor sich geht, und andere, die einfach blind den Trends folgen. Warum ich an der Seite meiner jüdischen Freunde stehe

von Boy George  11.09.2026

Tel Aviv

Nach Unfall für tot erklärt - jetzt Mutter von drei Kindern

Eine Mutter in Israel, einst nach einem schweren Verkehrsunfall schon als verstorben gemeldet, bringt im Krankenhaus ihrer Rettung ihr drittes Kind zur Welt – mit Hilfe der eigenen Schwester

 11.09.2026