Jerusalem

»Paranoide Wahnvorstellungen«

Oppositionsführer Yair Lapid Foto: dpa

Nach den Sturzversuch-Vorwürfen von Benjamin Netanjahu hat der Oppositionsführer im israelischen Parlament dem Ministerpräsidenten »paranoide Wahnvorstellungen« attestiert.

Der Regierungschef habe die Geschichte verkaufen wollen, dass Tausende Menschen – darunter Ermittler, Richter, Politiker und Journalisten – Teil einer großen Verschwörung seien, um ihn zu Fall zu bringen, sagte Yair Lapid am Montag nach Angaben eines Sprechers bei einer Sitzung der Knesset-Fraktion seines Bündnisses Jesch Atid-Telem in Jerusalem. »Jemand, der so etwas zu sagen vermag, der ist nicht in der Lage, Ministerpräsident zu sein.«

PROZESS Netanjahu ist wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt, er weist die Vorwürfe von sich. Zu Beginn seines Prozesses hatte der 70-Jährige am Sonntag Polizei und Staatsanwaltschaft vorgehalten, sie hätten gemeinsam mit linken Medien die Anklage gegen ihn »fabriziert«.

Es handele sich um den Versuch, »einen starken amtierenden Regierungschef der Rechten zu stürzen«. Bei den Vorwürfen gegen Netanjahu geht es um den Verdacht der Beeinflussung von Medien, angeblich krumme Deals mit Unternehmen und Luxusgeschenke befreundeter Geschäftsleute im Gegenzug für Gefälligkeiten.

Netanjahus fünfte Amtszeit ist wegen des Prozesses umstritten. Kritiker befürchten, er könne versuchen, eine Verurteilung über eine Schwächung des Justizsystems und Gesetzesänderungen zu verhindern. Ein großer Teil des israelischen Kabinetts steht hinter Netanjahu. dpa

Teheran/Tel Aviv

Israel greift Chameneis unterirdischen Bunker an

Ein Bunker im Herzen Teherans, genutzt von Irans Elite - jetzt war er Ziel eines israelischen Angriffs. Damit will Israel laut eigenen Angaben Irans Führung und deren Fähigkeiten weiter schwächen

 06.03.2026

Jerusalem

Ministerin will Sanktionen gegen israelische Justiz von Trump

Die Leiterin des Umweltressorts, Idit Silman, wendet sich auf X an den US-Präsidenten

von Sabine Brandes  06.03.2026

Alltag

Die Sache mit dem Duschen im Krieg

Die Webseite »canishower.com« will berechnen, wann das Risiko eines Raketenalarms gering genug ist, das Wasser aufzudrehen

von Sabine Brandes  06.03.2026

Nord-Israel

»Wir lassen uns nicht unterkriegen«

Lior Shelef ist Tourguide im Norden Israels. Doch jetzt hat er wieder die Uniform angezogen und beschützt als Chef des Sicherheitsteams seinen Kibbuz und seine Familie

 06.03.2026

Interview

»Wir haben die Lufthoheit«

Oberstleutnant (Reserve) Oren Leshem über die Erfolge der israelischen Luftwaffe, die Herausforderung für die Piloten und die Ziele im Iran-Krieg

von Detlef David Kauschke  06.03.2026

Sicherheit

Israel sieht erhöhte Anschlagsgefahr für seine Bürger im Ausland

Tausende Israelis sind derzeit im Ausland gestrandet. In den vergangenen Tagen sollen bereits Anschläge auf israelische Staatsbürger verhindert worden sein. Das Land spricht deshalb nun Warnungen aus

 06.03.2026

Israel

Schulen bleiben geschlossen

Während Schüler online unterrichtet werden, dürfen Unternehmen wieder Präsenzarbeit zuzulassen – unter einer Bedingung

 06.03.2026

Tel Aviv

»Michelle«: Israel stellt seinen Eurovision-Song 2026 vor

Das von Noam Bettan gesungene Lied kann man nun auch hören

 06.03.2026

Jerusalem

Israel Katz: Entscheidung für Tötung Khameneis fiel im November

Der Zeitplan für die Operation sei beschleunigt worden, nachdem landesweite Anti-Regime-Proteste im Iran den strategischen Rahmen verändert hätten, sagt Israels Verteidigungsminister

 06.03.2026