Vatikan

Papst will Untersuchung gegen Israel

Papst Franziskus Foto: picture alliance / ipa-agency

Papst Franziskus hat sich für eine Untersuchung des von Südafrika erhobenen Vorwurfs gegen Israel ausgesprochen, das Land begehe mit seiner Kriegführung im Gazastreifen einen Völkermord. Dort gehen die Streitkräfte des jüdischen Staates (IDF) gegen den palästinensischen Terror vor, nicht aber gegen die Bevölkerung.

Die IDF bemühen sich, Opfer unter Zivilisten zu vermeiden, auch indem sie Bewohner warnen, bevor es in ihrer Gegend zu Angriffen gegen den Terror kommt. Sie richten Fluchtrouten und humanitäre Zonen ein. Zugleich sorgen sie laufend für Nachschub an Hilfsgütern.

Lesen Sie auch

Dennoch sagte der Papst: »Manchen Experten zufolge hat das, was in Gaza geschieht, die Merkmale eines Völkermordes. Es sollte sorgfältig untersucht werden, um festzustellen, ob es der von Juristen und internationalen Gremien formulierten technischen Definition entspricht«, zitierte die italienische Zeitung »La Stampa« aus einem neuen Buch des Oberhauptes der katholischen Kirche.

Vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag läuft eine von Südafrika erhobene Völkermord-Klage gegen Israel. Nicht nur Israel selbst widerspricht dem Vorwurf entschieden, sondern auch andere Staaten, darunter Deutschland. Im Mai hatte der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag Haftbefehle gegen inzwischen getötete Terrorführer der Hamas, aber auch gegen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu beantragt. dpa/ja

Tel Aviv

Israel will Einwanderung französischer Juden beschleunigen

Nach den jüngsten Ausschreitungen in Frankreich rechnet Jerusalem mit mehr jüdischen Einwanderern aus dem Land. Was die Regierung unternimmt, um ihnen den Neustart zu erleichtern

 21.10.2026

Boykott?

Weitere Firma verweigert Jerusalemer Seilbahn-Projekt

Die israelische Regierung will per Seilbahn einen direkten Zugang zur hochsymbolischen Klagemauer in Jerusalem schaffen. Aber immer mehr ausländische Partner ziehen sich zurück

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Wahlkampf

Netanjahu stellt sich hinter religiöse Wehrdienstverweigerer

Um an der Macht zu bleiben, braucht Israels Ministerpräsident die Unterstützung der ultraorthodoxen Juden. Wenige Tage vor der Wahl übt er den Schulterschluss mit Religiösen, die sich der Wehrpflicht entziehen

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

Linken-Fraktion vorerst ohne Einigung im Streit um Emde

Eine Abgeordnete, die in ihrer Israel-Kritik immer wieder nachlegt, und eine Fraktionsspitze, die ein Problem mit ihr hat: Im Berliner Koalitionspoker bleibt der Streit um Vanessa Emde ungelöst

 20.10.2026

Hamas

Emiratische Blase in Gaza

Israel erlaubt den VAE Infrastrukturarbeiten nahe Rafah. Den Wiederaufbau der Enklave knüpft Israels Premier Netanjahu an die Entwaffnung der Terrororganisation

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Wehrdienst oder Gefängnis: Armee stellt Chabad-Studenten vor die Wahl

Am Ben-Gurion-Flughafen wurden Dutzende Männer aus der Chabad-Lubawitsch-Bewegung festgenommen, als sie aus New York zurückkehrten

 20.10.2026

Tel Aviv

Gloria Gaynor tritt in Israel auf

Nur wenige ausländische Musiker kommen derzeit nach Israel. Die »Queen of Disco« ist eine von ihnen. Was für ein Verhältnis hat sie zum jüdischen Staat?

 20.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was sich an Bord abspielte

 20.10.2026

Knessetwahl

Gantz zieht die Reißleine

Nach dem Absturz seiner Partei verzichtet der Ex-Generalstabschef auf eine Kandidatur – und wirbt erneut für eine große Einheitsregierung.

von Sabine Brandes  20.10.2026