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Israel

Oppositionsführer Lapid bietet Netanjahu Notstandsregierung an

Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der israelische Oppositionsführer Jair Lapid hat dem Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu die Bildung einer Notstandsregierung angeboten. Lapid sagte dies am Samstag als Reaktion auf den überraschenden Großangriff der im Gazastreifen herrschenden Hamas, bei dem rund 100 Israelis getötet und Hunderte verletzt wurden.

»Ich werde mich jetzt nicht mit der Frage beschäftigen, wer Schuld hat und warum wir überrascht worden sind«, sagte der ehemalige Regierungschef Lapid, der zur politischen Mitte gehört. »Wir werden in Einigkeit unserem Feind gegenüberstehen.«

Lapid sagte: »Der Staat Israel ist im Krieg. Es wird kein leichter und kein kurzer Krieg sein.« Es bestehe auch die Gefahr eines Krieges an mehreren Fronten.

Er habe Netanjahu angeboten, eine gemeinsame professionalle Koalition zu bilden, »die den harten, komplexen und langen Krieg führen kann, der uns bevorsteht«.

Netanjahu wisse, dass er »mit der nicht funktionierenden und extremistischen Zusammensetzung der Regierung keinen Krieg führen kann«. Israel brauche eine verantwortungsbewusste Führung.

Netanjahu, Vorsitzender der rechtskonservativen Likud-Partei, steht seit der Jahresende an der Spitze einer rechts-religiösen Regierung, in der auch rechtsextreme Minister vertreten sind. Es ist die am weitesten rechts stehende Regierung in Israels Geschichte.

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