Eurovision Song Contest

Noas Einhorn galoppiert ins Finale

Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Sie kann singen, sie kann tanzen und hat eine Energie, die mitreißt: Noa Kirel, die 22-jährige Sängerin aus Israel, lieferte am Dienstagabend auf der Eurovision-Bühne eine perfekte Show ab. Mit »Unicorn«, eine Hymne an Frauenpower, schaffte sie es beim ersten Halbfinale in Liverpool überzeugend ins Finale des diesjährigen Eurovision Song Contests.

UKRAINE Im vergangenen Jahr gewann die Ukraine mit dem Folk-Rap-Song »Stefania« des Kalush Orchestras. Wegen des andauernden Angriffskrieges durch Russland kann das Land die Show allerdings nicht veranstalten. Stellvertretend wird der weltgrößte Gesangswettbewerb 2023 in Großbritannien ausgetragen - als eine Hommage an das osteuropäische Land.  

Für Israel hält Kirel die Hoffnungen auf einen fünften Gewinn ihres Landes hoch. Die Popsensation überzeugt nicht nur mit ihrer ausdrucksstarken Stimme, sondern auch mit gewagten Tanzeinlagen. »Wanna see me dance?«, fragt sie herausfordernd in »Unicorn« und spielt mit dem Publikum: »Watch me!« Ihr energetischer Auftritt wurde mit frenetischem Applaus vom Publikum bejubelt.

»Wanna see me dance?«, fragt sie herausfordernd in ihrem Song »Unicorn«.

»Die Aufregung in der Menge gab uns so viel Energie, dass wir unser Bestes gegeben haben«, sagte sie atemlos nach der Show. In der Pause, als die Zuschauer an den Bildschirmen ihre Stimme abgeben konnten, brachte sie neben Käärijä, dem Künstler aus Finnland, und der Band »The Busker« aus Malta dem Publikum eine ihrer Tanzeinlagen bei und sorgte für Lacher mit ihrem Handzeichen für das Einhorn.  

ABSTIMMUNG Kommentatoren in Israel hatten sich besorgt geäußert, ob die Militäroperation in Gaza von Montagnacht eventuell den Ausgang der Abstimmung, die in ganz Europa durchgeführt wird, für Israel negativ beeinflussen könnte. Es sah allerdings nicht danach aus.

Es ist die 50. Teilnahme Israels beim ESC. Zuletzt gewann die Sängerin Netta mit dem Song »Toy«. Ein Jahr darauf trug Tel Aviv den Gesangswettbewerb mit einer riesigen Party am Strand aus. Das zweite Halbfinale findet am Donnerstag statt, das Finale am Samstagabend.

Debatte

Wehret den Anfängen gilt nicht nur rechts, sondern auch links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU/CSU

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Reaktionen

Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

Der Wahlsieg der Linken sorgt vor allem mit Blick auf Antisemitismus und das jüdische Leben in der deutschen Hauptstadt für Aufmerksamkeit in israelischen Medien

von Sabine Brandes  22.09.2026

Umfrage

Mehrheit sieht keine Chance für friedliche Zwei-Staaten-Lösung

Eine friedliche Koexistenz ist für eine Mehrheit der Israelis und eine noch größere Mehrheit der Palästinenser im Westjordanland und in Ostjerusalem derzeit nicht vorstellbar

 22.09.2026

Alei Zahav

Terroranschlag im Westjordanland: Vater rettet seinem Sohn das Leben und stirbt

»Papa, ich möchte dir für 16 gemeinsame Jahre danken. Danke, dass du mir zugerufen hast, als der Terrorist kam«, sagte der 16-Jährige Yoav bei der Beerdigung seines Vaters

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Jerusalem

Ein toter Israeli bei Terroranschlag im Westjordanland

Kurz vor Beginn von Jom Kippur kommt es zu zwei Terroranschlägen im von Israel besetzten Westjordanland. Ein israelischer Zivilist und einer der angreifenden Palästinenser werden getötet

 20.09.2026

Jerusalem

Präsident Herzog begnadigt verurteilten Ex-Soldaten Elor Asaria

Israels Präsident lässt einen Strafregistereintrag des ehemaligen Soldaten löschen, der 2016 einen am Boden liegenden, palästinensischen Attentäter tötete. Die israelische Armee war laut Berichten dagegen

 20.09.2026

Kommentar

Wo ist mein Berlin, in dem es keinen Hass auf Juden mehr geben sollte?

Unsere Gastautorin Dorothea Schupelius warnt vor der unheiligen Allianz der Linkspartei mit radikalen Muslimen - und vermisst das Berlin, in dem sie aufgewachsen ist

von Dorothea Schupelius  20.09.2026

Es braucht eine Brandmauer gegen die Linkspartei

Wenn Rassismus von rechts für Regierungsverantwortung disqualifiziert – warum sollte Antisemitismus von links weniger schwer wiegen?

von Nelly Eliasberg  20.09.2026 Aktualisiert