Reaktionen

»Nicht täuschen lassen«

Reformer? Hassan Rohani Foto: dpa

Wir lassen uns nicht blenden», kommentierte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu den überraschende Erfolg von Hassan Rohani bei der iranischen Präsidentschaftwahl. Und auch die internationale Gemeinschaft sollte sich nicht von dem angeblich reformbereiten neuen Präsidenten täuschen lassen und die Sanktionen lockern, forderte Netanjahu während des Kabinettstreffens zum Wochenbeginn.

Kleriker Denn das Atomprogramm liege noch immer fest in den Händen der extremistischen Kleriker, die das Land regieren, machte er deutlich. «Je mehr der Druck auf den Iran ansteigt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Atomprogramm, die größte Gefahr für den Weltfrieden, gestoppt wird.» Vor 15 Jahren sei schon einmal ein Präsident im Iran gewählt worden, den der Westen als gemäßigt eingeschätzt hatte, gab Netanjahu zu bedenken. «Doch an der aggressiven Politik hatte sich dadurch nichts geändert.»

Andere Regierungspolitiker pflichteten dem Ministerpräsidenten bei. Der Minister für strategische Angelegenheiten, Juval Steinitz, betonte zwar im Armeeradio, es sei gut, dass das iranische Volk gegen das radikale Regime protestiere. «Doch so lange wir keinen Wandel sehen, ist es besser, nicht zu feiern, sondern Vorsicht walten zu lassen.»

Grund für Optimismus indes sieht Israels Staatspräsident Schimon Peres. Er erklärte, der Sieg Rohanis zeige, dass das iranische Volk ein Ende des Extremismus wolle. Peres äußerte sogar die Hoffnung, dass sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern verbessern könnten.

Sicherheit

Unerlaubter Pilot an Bord: Maschine muss wieder umdrehen

Weil ein indonesischer Kapitän an Bord war, wurde einem Frachtflug von Ethiopian Airlines die Landung in Israel verweigert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Krieg

Netanjahu fordert Ermittlungen gegen Soldaten im Film »NAZA«

Der Premier wirft den anonymen Beteiligten mögliche Straftaten im Zusammenhang mit der Weitergabe geheimer Informationen vor

von Sabine Brandes  13.10.2026

Interview

»Wenn wir weder denken noch irgendetwas tun müssen – was machen wir dann?«

Der israelische Mathematiker Assaf Hasson warnt vor oberflächlichen Antworten, undurchsichtigen Beweisen und einer Generation, die sich zu sehr auf Künstliche Intelligenz verlässt

von Sabine Brandes  13.10.2026

Oktoberfest

Wiesn am Mittelmeer

Die bayerische Festtradition wird in Israel neu interpretiert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Israel

Ein Toter und 24 Verletzte bei Explosion von Blindgänger

Ein mutmaßlicher Blindgänger explodiert in Nordisrael. Es gibt ein Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Berichten zufolge waren Schüler und ein Lehrer in der Gegend gewandert

 12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026