Naim Kasim

Neuer Hisbollah-Chef bekennt sich zu Waffenruhe

Hisbollah-Chef Naim Kassim Foto: picture alliance / Anadolu

Der neue Chef der Terrormiliz Hisbollah, Naim Kasim, hat sich zu der mit Israel vereinbarten Waffenruhe bekannt. Die Hisbollah werde mit der libanesischen Armee für die Umsetzung der Vereinbarung eng zusammenarbeiten, sagte er in einer TV-Ansprache. Kasim hatte erst vor Kurzem die Nachfolge des im September von Israel getöteten Hisbollah-Generalsekretärs Hassan Nasrallah übernommen. 

»Die Vereinbarung wurde unter dem Dach der libanesischen Souveränität geschlossen. Wir haben ihr zugestimmt, erhobenen Hauptes und in dem Bewusstsein unseres Rechts auf Verteidigung«, sagte Kasim. Nach seinen Worten errang die mit Iran verbündete Miliz im Krieg gegen Israel einen »großen Sieg«. 

Libanons Armee soll die Einhaltung überwachen

Die mühsam ausgehandelte Einigung über eine Waffenruhe sieht unter anderem vor, dass sich die Hisbollah gemäß einer UN-Resolution hinter den Litani-Fluss etwa 30 Kilometer nördlich der israelisch-libanesischen Grenze zurückzieht. Die libanesische Armee soll die Einhaltung der Vereinbarung überwachen.

Israels Bodentruppen sollen innerhalb von 60 Tagen schrittweise aus dem Libanon abziehen. Derzeit ist die Armee aber nach eigenen Angaben weiterhin im Süden des Nachbarlandes im Einsatz, um gegen Verstöße gegen die Waffenruhe-Vereinbarung vorzugehen.

Palästinenser auf andere Weise unterstützen

Die intensiven gegenseitigen Angriffe zwischen der Hisbollah und Israel haben seit Beginn der Feuerpause am Mittwochmorgen aufgehört. Es gibt aber weiter einzelne Zwischenfälle.

Die Terrororganisation Hisbollah beschoss Israel nach eigenen Angaben zur Unterstützung der islamistischen Hamas, die mit dem Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 auf Israel den Gaza-Krieg auslöste. Nach israelischen Militärangaben feuerte die Hisbollah seit Kriegsbeginn mehr als 17.000 Raketen auf Israel ab. Die Organisation werde die Palästinenser künftig auf andere Weise unterstützen, sagte Kasim. dpa

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