Israel

Neuer Corona-Beauftragter ernannt

Nachman Asch (Bild von 2018) i wird Israels neuer Corona-Beauftragter. Foto: Flash 90

Professor Nachman Asch wird Israels neuer Corona-Beauftragter. Der 59-Jährige soll den bisherigen Beauftragten Professor Ronni Gamzu ablösen, wie Israels Gesundheitsministerium und das Büro des Ministerpräsidenten am Dienstag mitteilten. Die Übergabe solle bereits am Mittwoch beginnen. Asch war bis zuletzt leitender Mitarbeiter einer Krankenkasse sowie der Universität Ariel im Westjordanland. Der ausgebildete Internist war außerdem lange als führender Militärarzt im Einsatz.

Der Corona-Beauftragte ist in Israel führend am Entscheidungsprozess im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beteiligt. Ronni Gamzu, der im Juli für einen begrenzten Zeitraum ernannt worden war, übernimmt wie geplant wieder die Leitung des Ichilov-Krankenhauses in Tel Aviv.

STREITIGKEITEN Gamzu hatte als Corona-Beauftragter hart zu kämpfen. Es war für ihn wegen politischer Streitigkeiten oft schwer, Entscheidungen über Corona-Beschränkungen durchzusetzen. Es kam auch immer wieder zu Verstößen gegen Corona-Regeln, besonders im ultraorthodoxen Sektor.

Dennoch bleiben die Corona-Zahlen in Israel auch mehr als eine Woche nach ersten Lockerungen des zweiten Corona-Lockdowns in Israel weiter deutlich niedriger. Am Dienstag wurden 786 neue Corona-Fälle verzeichnet, während es am 30. September noch mehr als 9000 gewesen waren. In Deutschland, das etwa neunmal so viel Einwohner wie Israel hat, haben die Gesundheitsämter am Dienstag 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Israel nach offiziellen Angaben mindestens 311.313 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. 2452 Menschen starben bisher in Verbindung mit einer Corona-Infektion. dpa

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Israel

Wahltag in Blau-Weiß

Bis zuletzt warben die Parteien vor den Wahllokalen um Stimmen - und von denen gab es viele zu holen: Die Wahlbeteiligung war so hoch wie seit 1988 nicht mehr. Ein 94-Jähriger gab seine Stimme mit letzter Kraft ab und starb kurz darauf

von Sabine Brandes  27.10.2026

Knesset-Wahl

Eisenkot will Netanjahu ablösen

Netanjahus Likud liegt zwar laut ersten Prognosen vorn, doch seinem Lager fehlen viele Sitze zur Mehrheit. Ex-Militärchef Eisenkot will die Regierung ablösen – doch gelingt ihm das?

 27.10.2026

Knesset-Wahl

Lapid: Öffentlichkeit hat Netanjahu-Lager »nach Hause geschickt«

Netanjahus Likud-Partei wurde zwar laut Prognosen stärkste Kraft im Parlament, kommt aber mit ihren Partnern nicht auf eine Mehrheit. Die Opposition sagt, seine Regierung sei damit »gefeuert«.

 27.10.2026

Israel

Eisenkot-Lager liegt vor Netanjahu-Lager

Die Likud-Partei des Premiers wurde allerdings ersten Prognosen zufolge stärkste Kraft. Der Wahlausgang ist alles andere als eindeutig

 27.10.2026 Aktualisiert

Entscheidung

Keine längeren Öffnungszeiten trotz hoher Wahlbeteiligung

15 Stunden haben die Israelis Zeit, ihre Stimme abzugeben. Ein Antrag, die Abstimmung zu verlängern, scheiterte

von Sabine Brandes  27.10.2026

Knesset-Wahl

Überschwemmungen behindern Wahl im Süden Israels

Überflutete Zufahrtsstraßen, abgeschnittene Orte: Im Süden Israels kamen manche Einwohner nicht zu ihrem Wahllokal. Reicht die Zeit noch, bevor die kleinen Wahllokale schließen?

 27.10.2026

Israel

Wer wählt wen und warum?

Von unerschütterlicher Bibi-Treue bis zur Sehnsucht nach einem Neuanfang: Wir haben Israelis gefragt, wem sie ihre Stimme gegeben haben

von Sabine Brandes  27.10.2026

Israel

Wahlbeteiligung bricht Aufzeichnungsrekord

Schon mehr als drei Millionen Israelis haben am Nachmittag ihre Stimme abgegeben - das ist der höchste in den Aufzeichnungen gemessene Wert

 27.10.2026