Jerusalem

Neue Millionenhilfe für Gaza

Israels Verteidigungsminster Benny Gantz Foto: Flash 90

Israel hat sich nach eigenen Angaben mit Katar und den Vereinten Nationen (UN) auf eine neue Form der Millionenhilfe für Hunderttausende bedürftige Menschen im Gazastreifen geeinigt. Israel hatte den bisherigen Bargeldtransfer nach einem elftägigen bewaffneten Konflikt mit der palästinensischen Terrororganisation in dem Küstengebiet im Mai gestoppt.

Das Geld aus Katar solle künftig über die UN auf die Bankkonten von Menschen im Gazastreifen überwiesen werden, teilte Verteidigungsminister Benny Gantz am Donnerstagabend mit.

souveränität »Wir werden keine Bedrohung für unsere Souveränität tolerieren«, sagte Gantz der Mitteilung zufolge. »Gleichzeitig ermöglichen wir humanitäre Hilfe für Gaza.« Israel werde den Überblick über die Empfänger des Geldes haben.

Ein Sprecher der Hamas sagte, die Einigung zwischen Katar und den UN sei Teil der Bemühungen Katars, den Menschen unter der israelischen Blockade zu helfen. »Entscheidend für Hamas ist, dass alle möglichen Arten von Hilfe die Menschen im Gazastreifen erreicht, und das ist ein natürliches Recht für sie.«

hamas Katar pflegt gute Beziehungen zur islamistischen Hamas, die im Gazastreifen herrscht. Das Golfemirat hatte bis Mai regelmäßig Millionen an Bargeld in Koffern in das Küstengebiet gebracht. Das Geld sollte armen Familien und UN-Programmen zugutekommen. Allerdings gab es immer wieder Kritik in Israel an den Zahlungen – aus Sorge, sie würden letztlich von der Hamas zur weiteren Aufrüstung verwendet. Die EU, Israel und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein.

Der Gesandte Katars für den Gazastreifen, Mohammed el-Amadi, teilte mit, rund 100.000 Familien würden über das Welternährungsprogramm der UN monatlich jeweils rund 86 Euro erhalten. Die Auszahlung werde im September beginnen. dpa/ja

Jerusalem

Wahlsieger ohne Mehrheit

Das endgültige Wahlergebnis liegt vor. Benjamin Netanjahus Likud hat mehr Sitze als alle anderen Parteien. Nützt ihm das etwas?

 30.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will Wehrpflichtgesetz und Untersuchung zum 7. Oktober vorantreiben

Der Vorsitzende der zentristischen Partei Yashar erklärt, er arbeite bereits an entsprechenden Gesetzesvorlagen. Ob er wirklich eine Regierung bilden kann, bleibt aber unklar

 30.10.2026

Umfrage

Mehrheit der Oppositionswähler befürwortet Regierungskoalition mit arabischer Partei

Befragt wurden Anhänger von Yashar, B’Yachad, der Demokraten sowie Yisrael Beitenu. Was denken diese Wähler?

 30.10.2026

Natur

Gefährliche Ameise

Die invasive Afrikanische Großkopfameise breitet sich schnell aus und kann Ökosysteme sowie die Landwirtschaft schädigen – jetzt wurde sie in Haifa gefunden

 29.10.2026

Jerusalem

Wahl in Israel: Behörden sehen keine Beweise für Betrug

Den Vorwurf der ausländischen Einflussnahme auf die Knesset-Wahl nimmt die Wahlkommission aber ernst

 29.10.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  29.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlkommission fordert Untersuchung möglicher ausländischer Einflussnahme

»Es wurden ernsthafte Verdachtsmomente an mich herangetragen«, sagt der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Noam Sohlberg

 29.10.2026

Jerusalem

Herzog will Neuwahlen vermeiden

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse appelliert der israelische Präsident an die politischen Lager, sich bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen kompromissbereit zu zeigen

 29.10.2026

Jerusalem

Auszählung der »Sonderstimmen« in Israel hat begonnen

Die Stimmen von Soldaten, medizinischem Personal, Patienten sowie israelischen Diplomaten im Ausland könnten die Sitzverteilung in der Knesset noch verändern

 29.10.2026