Pandemie

Neue Corona-Variante in Israel entdeckt

Jeder Reisende muss bei Ankunft in Israel einen Corona-Test durchführen lassen. Foto: Flash90

Eine neue Variante des Coronavirus ist in Israel aufgetaucht. Bislang wurde sie nirgendwo auf der Welt identifiziert, berichtete das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Jerusalem. Das Virus sei eine Kombination der Omikron- Variante BA.1 und des noch infektiöseren Subtyps BA.2. Sie wurde bei zwei Personen festgestellt, die aus dem Ausland zurückkehrten.

TEST Die beiden Patienten wurden positiv getestet, nachdem sie sich nach der Landung auf dem internationalen Ben-Gurion-Flughafen einem PCR-Test unterzogen hatten. Dieser wird von allen in Israel ankommenden Reisenden verlangt.

Anschließend wurden ihre Proben sequenziert, da sie leichte Krankheitssymptome, darunter Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, zeigten. Nach Angaben des Ministeriums benötigen sie jedoch keine spezielle medizinische Versorgung.

»Die Infektionsrate steigt seit der vergangenen Woche wieder.«

Corona-berater salman zarka

Israels Coronaberater Salman Zarka erklärte daraufhin in einem Radiointerview, die Kombination zweier Viren sei ein häufiges Phänomen. Es trete auf, wenn sich zwei Viren in derselben Zelle befinden, sich vermehren, genetisches Material austauschen und so ein neues Virus erzeugen. Bei den Patienten handele es sich um ein Ehepaar in den Dreißigern, das sich wahrscheinlich bei seinem kleinen Sohn mit dem Virus infiziert habe.

OMIKRON-WELLE Die Infektionszahlen während der Omikron-Welle waren in Israel bis vor einigen Tagen stetig zurückgegangen. Jetzt aber zeigen sich verschiedene Gesundheitsexperten besorgt: »Wir sehen zwar immer noch einen kontinuierlichen Rückgang der Neuinfektionen in allen Altersgruppen, aber die Rate geht seit der vergangenen Woche wieder in die Höhe«, so Zarka.

Bislang liegt die R-Rate, also die Anzahl der Personen, die jeder Coronavirus-Träger infiziert, noch unter eins, doch auch sie steigt wieder. Am Mittwochmorgen erreichte sie mit 0,9 den höchsten Wert seit Januar 2022.

Israels Premierminister Naftali Bennett will wegen »steigender Infektionen an mehreren Orten auf der ganzen Welt« ein Treffen mit hochrangigen Gesundheitsbeamten abhalten, teilte sein Büro mit. Es sollen dabei unter anderem Gesundheitsminister Nitzan Horowitz und hochrangige Beamte des Gesundheitsministeriums teilnehmen.

Sport

Teamgeist und Trikottausch

Nach der kriegsbedingten Verschiebung wird die 22. Makkabiade in Jerusalem zum Fest jüdischen Zusammenhalts. Mehr als 8000 Sportler aus aller Welt gehen in Israel an den Start

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nachrichten

Pillen, Wahlen, Gaza

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nahost

Reaktion auf Beschuss von Schiffen: USA greifen Ziele im Iran an und verschärfen Sanktionen

Die Luftschläge richten sich auch gegen die iranischen Revolutionsgarden

 08.07.2026 Aktualisiert

Sicherheit

Der NATO-Gipfel darf nicht zum Kniefall vor dem national-islamistischen Autokraten Erdoğan werden

Ein Kommentar von Ali Ertan Toprak

von Ali Ertan Toprak  08.07.2026

Interview

»Ich würde gerne mit Benjamin Netanjahu sprechen«

Der umstrittene Podcaster Ben Berndt schreibt Mediengeschichte. Sein YouTube-Format »Ungeskriptet« erreicht Millionen. Ein Gespräch

von Sven Gösmann, Stella Venohr  07.07.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Deutschland verfünffacht Beitrag für Yad Vashem

Die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel erinnert an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Die Bundesrepublik will sich künftig verstärkt an der Finanzierung beteiligen

 07.07.2026

Schweiz

Ein Jahr Gefängnis für jugendlichen Täter

Der Schweizer mit tunesischen Wurzeln hatte am 2. März 2024 auf der Straße einen orthodoxen Juden niedergestochen. Am Dienstag wurde der 17-Jährige verurteilt

von Nicole Dreyfus  07.07.2026

Humantitäre Hilfe

IDF arbeitet mit an Venezuelas Wiederaufbau

Nach den verheerenden Erdbeben entwickelt eine IDF-Delegation mit der Übergangsregierung einen Plan für die zerstörten Regionen. Oberrabbiner Cohen hofft, dass die humanitäre Operation ein erster Schritt zur Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Caracas und Jerusalem sein könnten

von Sabine Brandes  07.07.2026

Jerusalem

Deutschland verfünffacht Unterstützung für Yad Vashem

Außenminister Wadephul und sein israelischer Amtskollege Sa’ar haben auf einer gemeinsamen Pressekonferenz einen Ausbau der Förderung für die israelische Holocaust-Gedenkstätte angekündigt. In den Fragen zu Iran und Libanon herrschte Einigkeit, beim Westjordanland nicht

von Sabine Brandes  07.07.2026