Vorwahlen

Netanjahu gewinnt

Benjamin Netanjahu (M.) hat die Likud-Wahl gewonnen Foto: Flash 90

Es bedurfte einer dringlichen Pressekonferenz, um seine Anhänger zu motivieren. Bei stürmischem Wetter mit zahlreichen heftigen Regengüssen im ganzen Land taten sich die Likudniks am gestrigen Dienstag schwer, zu den Urnen zu gehen, um einen neuen Parteivorsitzenden zu wählen. Doch nach dem Appell des Premierministers kamen sie. Und er siegte.

Netanjahu rief alle Mitglieder auf, in die Wahllokale zu strömen. »Kommt und gebt mir eure Stimme. Ich weiß, dass ihr mich unterstützt«, sagte er. »Wenn ihr aber zu Hause bleibt, gibt es keine Möglichkeit, diese Solidarität zu zeigen.«

Bestätigt Schon nachdem am Mittwoch früh 85 Prozent der Stimmzettel ausgezählt waren, stand fest: Benjamin Netanjahu hat mindestens drei Viertel der Parteimitglieder auf seiner Seite. Somit ist der alte aller Voraussicht nach auch der neue Vorsitzende des Likud. Gemeinsam mit Israel Beiteinu und religiösen Parteien stellt er die derzeitige Regierung des Landes.

Herausforderer Mosche Feiglin, der sich am rechten Rand der Parteisphäre bewegt, wird voraussichtlich um die 25 Prozent auf sich vereinen können. Viel hat sich damit nicht geändert: In den letzten Primaries im August 2007 schlug Netanjahu Feiglin mit einem nahezu identischen Ergebnis (73,2 zu 23,4 Prozent).

Um die 125.000 Mitglieder des Likud hatten das Recht, in 154 Wahllokalen im ganzen Land ihre Zettel abzugeben. Statt bis 22 Uhr waren die Lokale bis nach Mitternacht geöffnet. Im Anschluss an die Wahl sagte der Gewinner zufrieden: »Wir stehen vor großen Herausforderungen und ich glaube fest, dass wir sie gemeinsam – mit dem Likud – überstehen können.«

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  01.01.2026

Israel

Sinkendes Bevölkerungswachstum in Israel

Die demografische Entwicklung in Israel ändert sich. Neueste Zahlen manifestieren den Trend der vergangenen Jahre

 01.01.2026

Israel

Hightech-Gründer und Philantrop: Morris Kahn ist tot

Er wollte Israel zum Mond bringen. Der israelische Unternehmer und Philanthrop Morris Kahn ist im Alter von 95 Jahren gestorben

 01.01.2026

Gesundheit

»Trinken, Schlafen und Bewegung«

Damit 2026 ein gesundes Jahr wird: Jonathan Rabinowitz empfiehlt kleine Veränderungen im Alltag für mehr Wohlbefinden

von Sabine Brandes  01.01.2026

Terror

Warum?

Die nichtjüdische Deutsche Carolin Bohl wurde am 7. Oktober 2023 von der Hamas brutal ermordet. Hier nimmt ihre Mutter Abschied von der geliebten Tochter

von Sonja Bohl-Dencker  31.12.2025

Gaza

Bericht: USA und Israel setzen Hamas Frist für Waffenabgabe

Die USA und Israel haben sich auf eine Frist für die Entwaffnung der Hamas geeinigt. Diese ist Voraussetzung für Frieden in Gaza

 31.12.2025

USA

Die Eltern der letzten Geisel treffen Trump

Die Eltern von Ran Gvili kämpfen dafür, dass die zweite Phase von Trumps Gaza-Plan erst beginnt, wenn ihr Sohn wieder zu Hause ist

 31.12.2025

Deutschland

Bildungszentrum von Yad Vashem soll Leerstelle füllen

Das in Deutschland geplante Bildungszentrum der Gedenkstätte Yad Vashem soll ein größeres Bild in den Dialog der Erinnerungskultur bringen

 31.12.2025

Hintergrund

Das steckt hinter »Katargate«

Die Affäre um vermeintliche Zahlungen von Doha an Netanjahu-Berater und Medien-Leaks zieht immer weitere Bahnen

von Sabine Brandes  30.12.2025