Nahost

Netanjahu droht den Huthi im Jemen mit härterer Gangart

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Foto: Copyright (c) Flash 90 2024

Nach verstärkten Angriffen der Huthi-Miliz auf Israel droht der jüdische Staat den Islamisten im Jemen mit ausgeweiteten Militärschlägen. »So wie wir machtvoll gegen die Terrorableger der iranischen ‚Achse des Bösen‘ vorgegangen sind, so werden wir gegen die Huthi vorgehen«, kündigte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an.

Israels Militär werde »kraftvoll, entschlossen und ausgeklügelt« handeln, sagte er in einem Video, das er unmittelbar nach einer Lagebesprechung mit Militärvertretern in der nördlichen Stadt Safed aufnahm. 

In der Nacht zum Samstag hatte eine Rakete aus dem Jemen die Küstenmetropole Tel Aviv getroffen. Dutzende Menschen wurden Rettungsdiensten zufolge verletzt. Anders als in früheren Fällen blieben Versuche der israelischen Luftabwehr, das Geschoss abzufangen, erfolglos. Bereits zwei Tage zuvor waren Trümmer einer abgeschossenen Huthi-Rakete auf ein Schulgebäude in der Vorstadt Ramat Gan gefallen. Dass es keine Opfer gab, war nur dem Umstand zu verdanken, dass sich zur Zeit des Angriffs am frühen Morgen niemand in dem Gebäude aufgehalten hatte.

Lesen Sie auch

Seit Beginn des Gaza-Kriegs zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2023 greifen die mit der Hamas verbündeten Huthi-Milizen regelmäßig mit Raketen und Drohnen Ziele in Israel sowie Schiffe im Roten Meer an. Nach Angaben des israelischen Militärs feuerten die Huthi seitdem 200 Raketen und 170 Drohnen auf Israel ab. Die meisten Geschosse wurden abgefangen oder erreichten Israel nicht. 

Huthi schädigen Israel und den Welthandel 

Der Schaden für die israelische Volkswirtschaft ist dennoch beträchtlich. Das Risiko, das mit den Angriffen einhergeht, legte den israelischen Rotmeer-Hafen Eilat lahm. Noch größer sind die Schäden, die der Welthandel durch den Huthi-Beschuss internationaler Frachtschiffe im Roten Meer und vor den Küsten des Jemens erleidet. Ägypten muss wiederum enorme Verluste wegen der entgangenen Einnahmen aus dem Suezkanal hinnehmen, der das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbindet und der Schifffahrt die Umrundung Afrikas erspart. 

Sowohl Israel als auch die USA und ihre Verbündeten bombardieren deswegen Huthi-Stellungen oder Häfen im Jemen. Israel stehe nicht allein, meinte Netanjahu in seiner Ankündigung verstärkter Angriffe gegen die Islamisten. »Die USA und andere Länder sehen in den Huthi nicht nur eine Bedrohung der internationalen Schifffahrt, sondern auch eine, die sich gegen die internationale Ordnung richtet«, fügte er hinzu. dpa/ja

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Polizei stellt Suche ein

Europol hat die Ermittlungen im Fall der in Wien vermissten Israelinnen übernommen. Auch der Mossad soll vor Ort sein. Es wird davon ausgegangen, dass Mutter und Tochter nicht mehr in der Stadt sind

 14.08.2026

Religiosität

Mehr Israelis für jüdische Präsenz im öffentlichen Raum

Wie hält es der Israeli mit der Religion und genauer: mit dem öffentlich gelebten Judentum? Dieser Frage ging ein Rabbinernetzwerk nach

von Andrea Krogmann  14.08.2026

Washington/Tel Aviv/Gaza

US-Ermittler untersuchen Spendenkampagnen mit möglichen Verbindungen zu Terrorgruppen

Hunderttausende Euro sollen an die Hamas und den Palästinensischen Islamischen Dschihad weitergegeben worden sein

 14.08.2026

Nahost

Benjamin Netanjahu auf Gegenkurs zu Donald Trump

Israels Premier weist den Gaza-Plan des US-Präsidenten zurück

von Sophie Albers Ben Chamo  14.08.2026

Israel

Die Stimme, der man traut: Oren Nahari ist tot

Mit nur 70 Jahren ist der beliebte Journalist Oren Nahari gestorben. Wenige Tage nach seiner letzten Radiosendung

 13.08.2026

Wien

Vermisste Israelinnen: Gerüchte sorgen für Aktiensturz

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter in Österreich haben Gerüchte in den sozialen Medien zu einem Kurssturz bei der israelischen Bank geführt, bei der eine der Frauen arbeitet

 13.08.2026

Nahost

Ex-Botschafter Seibert fordert »klare europäische Position« zu Israel

Bis vor kurzem war er das Gesicht deutscher Diplomatie in Israel: Steffen Seibert. In einem Interview äußert er sich zu Grenzen der Staatsräson, Siedlungen, dem Terror der Hamas und gegen Boykotte

 13.08.2026

Militär

Gefährlicher Schwarm

Experte Danny Orbach über neue Technologie in der Kriegsführung, Herausforderungen beim Zivilschutz und den Drohnenfund in Leipzig

von Sabine Brandes  13.08.2026

Nachrichten

Warnung, Netzwerke, Jahrzeit

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  13.08.2026