Kriminalität

Netanjahu bittet um Begnadigung einer Israelin

Gegenwärtig ist ihr ansonsten gutes politisches Verhältnis belastet: Premier Netanjahu und Präsident Putin Foto: imago

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach Angaben seines Büros Russlands Präsident Wladimir Putin um die Begnadigung einer jungen Israelin gebeten. Die laut »Haaretz« 25-Jährige war am Freitag wegen Drogenschmuggels zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Netanjahu habe auch im Namen von Präsident Reuven Rivlin darum gebeten, dass die junge Frau nach Israel zurückkehren dürfe, teilte sein Büro am Dienstag mit.

HACKER Israelische Medien hatten vergangene Woche berichtet, Russland habe die junge Frau gegen einen russischen mutmaßlichen Hacker austauschen wollen, den Israel an die USA ausliefern will. Israel habe dies abgelehnt.

Die Israelin wurde zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt.

Vor rund einem halben Jahr hatten laut Medienberichten russische Behörden die Israelin mit 9,6 Gramm Marihuana im Gepäck auf dem Moskauer Flughafen festgenommen. Sie habe sich auf der Durchreise von Indien nach Israel befunden. Die junge Frau besitzt demnach auch einen amerikanischen Pass.

GERICHT Nach israelischen Medienberichten hatte Israel 2015 den russischen mutmaßlichen Hacker festgenommen. Dieser wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht und soll nun in die USA ausgeliefert werden.

Nach Ansicht von Rechtsexperten sei die Auslieferung des Russen in die USA nach einer Entscheidung des Höchsten Gerichts in Jerusalem unvermeidbar, hatte Netanjahus Büro vergangene Woche mitgeteilt. Das Gericht hatte demnach kürzlich festgestellt, dass der Mann ausgeliefert werden kann.  dpa

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