Israel

Netanjahu an Minister: Kein Tempelbergbesuch ohne Genehmigung

Zuletzt hatte der Besuch von Minister Ben Gvir (2.v.r.) für Wirbel gesorgt Foto: Flash 90

Minister in der Regierung von Benjamin Netanjahu dürfen den Tempelberg in Jerusalem künftig nur noch mit Zustimmung des Regierungschefs besuchen. Das ordnete der israelische Ministerpräsident zum Auftakt einer Sitzung des Sicherheitskabinetts an, wie sein Büro am Montag bekanntgab. Besuche von Regierungsmitgliedern auf dem Tempelberg sowie offen durchgeführte jüdische Gebete hatten die Sorge vor Gewalteskalationen geschürt.

Die Stätte ist Juden, Muslime und Christen wichtig. Nach dem geltenden Status quo ist Nichtmuslimen der Besuch gestattet; das öffentliche Gebet aber ist Muslimen vorbehalten. So verbietet das israelische Oberrabbinat Juden das Betreten der Stätte, um nicht aus Versehen im Zustand der rituellen Unreinheit heiligen Boden zu betreten.

Bis zur Zerstörung durch die Römer im Jahr 70 befand sich dort der jüdische Tempel. Viele religiöse Überlieferungen wie die Erschaffung Adams und Evas, die Opferung Isaaks oder die Himmelsreise Mohammeds sind mit dem Ort verbunden. kna

Gadi Eisenkot spricht an einem Rednerpult vor einer israelischen Flagge

Israel

Eisenkot will Israel aus der Krise führen

Nach dem Auftrag zur Regierungsbildung ruft der frühere Generalstabschef zu einer Notstandsregierung auf und streckt allen Parteien die Hand aus

 08.11.2026

Kuscheltiere und Puppen auf dem Rabin-Platz, eine Puppe ist mit einem Seil gefesselt

Ariel

Kinderkrippe des Grauens

Drei Betreuerinnen wird systematische Gewalt an Babys und Kleinkindern vorgeworfen. Die Polizei spricht von einem der schwerwiegendsten Missbrauchsfälle der vergangenen Jahre

von Sabine Brandes  08.11.2026

Krieg gegen den Iran

Die Mullahs schossen Raketen – Bat Yam schickt die Rechnung

Die israelische Stadt will Schadensersatz in Millionenhöhe von Teheran. Für die Zustellung der Klage musste der Bürgermeister einen iranischen Vertreter durch die Straßen von Manhattan verfolgen

von Sabine Brandes  08.11.2026

Israels Präsident Izchak Herzog

Nach der Parlamentswahl

Israels Präsident beauftragt Eisenkot mit Regierungsbildung

Dem Oppositionspolitiker Eisenkot fehlen 13 Mandate für eine eigene Regierungsmehrheit. Arabische oder ultraorthodoxe Parteien könnten ihm helfen. Doch beide Optionen bergen großes Konfliktpotenzial

 08.11.2026 Aktualisiert

Befreiung von der Schuld: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026

Berlin

Merz fordert Ausreise bei Judenhass unter Muslimen

Bei einem Empfang jüdischer Sportler äußert sich der Kanzler deutlich zum Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern

 07.11.2026

Nach den Wahlen

Streit um Regierungsbildung in Israel eskaliert

Israels amtierender Ministerpräsident Netanjahu fordert eine breite Koalition unter Einschluss der Rechtsextremisten. Oppositionspolitiker Eisenkot weist das Angebot umgehend als PR-Manöver zurück

 07.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  07.11.2026

Jerusalem

Israels Präsident vergibt Auftrag zur Regierungsbildung

In Israel beginnt der Countdown zur Regierungsbildung. Präsident Herzog vergibt den Auftrag wahrscheinlich an den Oppositionspolitiker Eisenkot

 07.11.2026