Israel

NBA-Star in Blau-Gelb

Wieder zu Hause: Omri Casspi Foto: Flash 90

Es ist amtlich. Omri Casspi hat bei Maccabi Tel Aviv unterschrieben. Ab Januar wird der NBA-Star für die Blau-Gelben Körbe machen. Für den ersten Israeli in der nordamerikanischen Profiliga des Basketballs (NBA) ist es eine Rückkehr zu den Wurzeln. Bis 2009 stand der Hüne für Maccabi auf dem Feld, dann lockten ihn die Profigehälter in die USA.

Grund für diesen Wechsel ist aber nicht Casspis Heimweh, sondern ein Arbeitskampf in der NBA. Schon seit Monaten streiten sich Spielervertreter und Eigentümer der Teams ums Geld. Nachdem keine Einigung zwischen den Parteien erreicht wurde, wird jetzt wohl die ganze Saison ins Wasser fallen.

Vereinswechsel Eigentlich war der Israeli erst im Sommer von den Sacramento Kings zu den Cleveland Cavaliers gewechselt. Allerdings bislang nur auf dem Papier, noch hatte er aufgrund des Konflikts keine Möglichkeit, auch nur ein einziges Mal für das neue Team zu spielen.

Während die Maccabi-Fans schon jetzt nervös auf den Sitzen herumrutschen, gibt sich Trainer David Blatt cool: »Ich weiß gar nicht, was die ganze Aufregung soll, noch ist Omri ja nicht hier.« Blatt betont, dass Casspis Rückkehr nichts mit dem Kauf von Top-Spielern anderer Euroleague-Teams zu tun habe.

»Wir denken nie darüber nach, was andere machen. Wir haben jemanden verpflichtet, der uns helfen wird, Siege einzufahren. Aber natürlich ist Omri nicht irgendein Spieler, er ist Israeli und in unserem Club aufgewachsen.«

Nicht alle Fans indes denken wie Blatt: Einige kritisierten die Teamverstärkung. »Wir bringen Casspi zurück. Während andere Topstars einkaufen, holen wir einen drittklassigen Spieler ins Team, nur, weil er Israeli ist.«

Keine Frage, dass dem Heimkehrer dennoch eine riesige Willkommensparty organisiert werden wird. Er selbst freut sich offenbar schon mächtig. Nach Unterzeichnung schrieb er an seine Facebook-Pinnwand: »Ich bin so glücklich, zum Club meiner Jugend zurückzukehren, so aufgeregt, nach Hause zu kommen. Zur besten Familie und den besten Fans der Welt.«

Magdeburg/Halle

Schulze: Hallervorden-Auftritt steht für Meinungsfreiheit

Der Komiker verbreitet Verschwörungstheorien über Israel und relativiert Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine

 06.08.2026

Medien

Wo steckt die palästinensische Opposition?

Zwei taz-Essays erzählen eindringlich von palästinensischer und muslimischer Entfremdung in Deutschland. Sie lassen zugleich einen entscheidenden blinden Fleck im Nahostkonflikts unerwähnt

von Leeor Engländer  06.08.2026

Wahlkampf

Who’s who in Jerusalem?

Israels Parteien buhlen nicht nur um potenzielle Wähler, sondern auch um mögliche Bündnisse

von Sabine Brandes  06.08.2026

Jerusalem

Ehemalige Likud-Politiker Erdan und Edelstein gründen neue Partei

Eine konservative Alternative zu Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wollen die Gründer bieten. Haben sie Chancen auf Erfolg?

 06.08.2026

Gaza

IDF-Chef Zamir: Jeder Verantwortliche für die Massaker vom 7. Oktober wird zur Rechenschaft gezogen

Die Jagd auf die beteiligten Terroristen sei »eine dauerhafte und fortlaufende Aufgabe, die das Kommando mit großem Erfolg erfüllt«, sagt der Generalstabschef

 06.08.2026

Jerusalem

Herzog ruft vor Parlamentswahl in Israel zu Einigkeit auf

Israels Präsident warnt vor einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft. Eine Entwicklung schmerzt ihn besonders

 06.08.2026

Vorurteile

Können wir mal reden?

Warum persönliche Begegnungen und Gespräche heute wichtiger sind denn je – insbesondere beim Thema Israel

von Sabine Brandes  06.08.2026

Nahost

Zwei israelische Reservisten bei Einsatz im Südlibanon getötet

Während des Einsatzes betraten die Opfer ein mit Sprengfallen präpariertes Haus. Vier weitere Soldaten wurden schwer verletzt

 06.08.2026

Daniel Theis im März 2026 bei einem EuroLeague-Spiel seines Ex-Klubs Monaco

Basketball

Deutscher Weltmeister Daniel Theis geht nach Israel

Der frühere NBA-Star sollte eigentlich zum französischen Klub ASVEL Villeurbanne wechseln, doch der Transfer platzte. Nun holt sich Maccabi Tel Aviv den 34-Jährigen. Auf Social Media hagelt es israelfeindliche Kommentare

 06.08.2026