Israel

Nationalbibliothek erhält wertvolle Megillat Esther

Israelische Nationalbibliothek in Jerusalem Foto: Flash 90

Eine besonders seltene Schriftrolle der Megillat Esther ist ab sofort digital einsehbar. Die aus der Zeit um 1465 stammende Rolle ist eine der wenigen, die aus der Zeit vor der Judenvertreibung in Spanien erhalten sind. Sie wurde vor Kurzem der Israelischen Nationalbibliothek geschenkt, wie die Bibliothek (Montag) mitteilte. Es handelt sich demnach um eine der ältesten Esther-Rollen weltweit.

forscher Für einen Schreiber von der Iberischen Halbinsel sprächen den Forschern zufolge stilistische wie auch wissenschaftliche Aspekte, darunter eine C14-Datierung. Die Buchstaben in brauner Tinte auf Leder zeigten einen eleganten, charakteristisch sefardischen Stil. Vor dem eigentlichen Text des Esther-Buchs enthält die Rolle laut Mitteilung die traditionellen Segenssprüche, die vor und nach der Lesung an Purim gebräuchlich sind. Dies deute auf eine liturgische Nutzung.

Esther-Rollen aus dem Mittelalter sind laut der Bibliothek selten. Aus der Zeit vor der Judenvertreibung aus Spanien und Portugal sind »nur eine kleine Handvoll« bekannt. Das nun digitalisierte Stück war vor seiner Schenkung an die Bibliothek in Jerusalem die einzige bekannte Rolle dieses Alters in Privatbesitz. kna/ja

Waffenruhe

Israelische Armee bereitet Offensive auf Gaza-Stadt vor

Sollte sich die Hamas nicht freiwillig entwaffnen, will die Armee den Angriff noch im März beginnen

 11.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  10.01.2026

Knesset

In den Startlöchern

Israels Parteien bereiten sich auf die Wahl vor

von Sabine Brandes  10.01.2026

Nachrichten

Wetter, Katargate, Bevölkerung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  10.01.2026

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Christoph Lemmer  10.01.2026

Gesellschaft

»Habaita« – das Wort des Jahres in Israel

Ein simpler hebräischer Ausdruck aus drei Silben bezeichnet das Gefühl eines ganzen Landes

von Sabine Brandes  10.01.2026

Iran

Netanjahu zu den Protesten im Iran: »Wir stehen an eurer Seite«

Jerusalem beobachtet genau, wie das Regime in Teheran auf die Demonstrationen reagiert

von Sabine Brandes  10.01.2026 Aktualisiert

Belgien

Außerhalb des Völkerrechts

Die belgische Regierung verweigert einer Staatsangehörigen die konsularische Betreuung, weil sie in einer von Brüssel nicht anerkannten israelischen Siedlung lebt

 09.01.2026