Israel

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Voll öko: Leonardo DiCaprio Foto: imago

Hotel
Dass er sich für die Umwelt einsetzt, ist bekannt. Dass er in Hotels investiert, ist neu. Doch der amerikanische Schauspieler Leonarde DiCaprio ist Miteigentümer eines geplanten ökologischen Hotels in Herzlija. Das gab die Immobilienfirma Hagag jetzt bekannt. Das Haus, das am Hafen stehen wird, wird von dem berühmten Architekten David Rockwell entworfen und soll über 180 Suiten verfügen. DiCaprio soll mit seinem Namen als Werbeträger dienen und gleichzeitig überwachen, dass der Bau höchsten Umweltstandards entspricht. »Dieses Haus wird als Beispiel für zukünftige umweltfreundliche Hotels in der ganzen Welt dienen«, so der Schauspieler, der einige Jahre lang mit dem israelischen Top-Model Bar Refaeli liiert war.

Fleisch
Schweinefleisch ist koscher! Aber nur, wenn es künstlich aus Stammzellen gezüchtet wird. Ein bekannter orthodoxer Rabbiner in Israel hat jetzt bestätigt, dass geklontes Schweinefleisch nicht den Regeln der Kaschrut unterliegt. Rabbi Juval Cherlow sagte, dass der Verzehr von geklontem Schweinefleisch nicht verboten sei – auch nicht zusammen mit Milch. Cherlow gehört der rabbinischen Vereinigung Tzohar an. Er erläuterte dies während einer Konferenz an der Bar-Ilan-Universität mit dem Titel »Wissenschaft und Halacha«. Geklontes Fleisch könne man befürworten, »damit Menschen nicht verhungern, die Umweltverschmutzung verringert und Tierleid vermieden wird«.

Demo
Rund 25.000 Menschen haben nach dem Ende des Schabbats auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv gegen die Abschiebung afrikanischer Flüchtlinge demonstriert. Die Afrikaner sollen nach Ruanda und Uganda abgeschoben werden, obwohl deren Regierungen wiederholt betonten, dem nicht zugestimmt zu haben. Alle, die sich weigern, freiwillig das Land zu verlassen, werden auf unbestimmte Zeit ins Gefängnis gesteckt. Die Protestierenden skandierten: »Ihr Blut ist nicht anders als unseres!« und forderten »Gerechtigkeit für die Flüchtlinge und für den Süden von Tel Aviv«, in dem die meisten der Menschen untergekommen sind. Für die Bewohner der Stadtteile stellt das oft eine große Belastung dar. Auf dem Podium forderten Aktivisten, Flüchtlinge, Politiker von Linksparteien sowie Schoa-Überlebende ein Ende der Abschiebepolitik.

Flug
Zum ersten Mal ist ein Flug mit Ziel Israel über Saudi-Arabien geflogen. Die Maschine von Air India startete am Donnerstag in Neu-Delhi und landete am Abend gegen 22 Uhr in Tel Aviv. Der Flug über das arabische Land, mit dem Israel keine diplomatischen Beziehungen pflegt, verkürzt die Flugzeit zwischen Indien und Israel wesentlich. EL AL, die israelische Linie, benötigt mit einem Weg über Äthiopien, der zunächst in Richtung Süden statt Osten führt, etwas länger als Air India. Das Unternehmen legte bei den Vereinten Nationen Beschwerde ein, da es diskriminierend sei, dass einige Fluggesellschaften über ein Land fliegen dürfen und andere nicht. Die Route von Air India soll dennoch ab sofort dreimal die Woche bedient werden.

Neuheit
Israel ist das erste Land der Welt, das einem Cannabis-Verdampfer die medizinische Zulassung verleiht. Die Firma Kanabo aus Tel Aviv vertreibt den »VapePod« für den medizinischen Gebrauch von Marihuana-Extrakten. Das Gesundheitsministerium hat ihn bereits genehmigt. Die Firma erklärt, dass die Kombination aus Zerstäuber und Lösungen dafür sorgt, dass das medizinische Marihuana den Patienten exakter und konsistenter verabreicht werden kann und damit effektiver wirkt. Die Geschäftsführer gehen davon aus, dass sie mit ihrem Produkt in drei Jahren Verkäufe in Höhe von rund zehn Millionen Dollar erzielen können.

Fotos
Zwei israelische Fotografen sind beim internationalen Sony-Welt-Fotografiewettbewerb in die engere Auswahl gekommen. Ariel Tagar reichte seine Kollektion von stolzen Vespa-Besitzern in Uganda ein. »Ich habe in den letzten Jahren viel in Afrika gearbeitet und bin begeistert, dass diese Geschichte jetzt die internationale Beachtung findet, die sie verdient«, sagte er. »Ich kann es nicht erwarten, den Vespa-Fans davon zu erzählen.« Dina Alfasi aus Hadera hat es mit ihrem Foto von einer Taufstätte im Jordanfluss unter die 50 besten Einsendungen in der offenen Kategorie geschafft. »Ich liebe die Herausforderung, eine Geschichte mit einem Bild zu erzählen und die Menschen zu berühren«, sagte die Amateurfotografin. Insgesamt sind bei dem Wettbewerb 320.000 Bilder aus 200 Ländern eingereicht worden.

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