Israel

Nachrichten

Kurden danken Israel. Foto: Flash 90

Slichot
Präsident Reuven Rivlin lädt zum vierten Mal zum Slichot-Gottesdienst in der Synagoge seiner Residenz in Jerusalem ein. Der Gottesdienst wird von dem Sänger Yonatan Razel geleitet. Slichot sind spezielle Bußgebete, die von Gläubigen während der Zeit der Hohen Feiertage rezitiert oder gesungen werden. Das Wort Slichot ist der Plural von Slicha, was übersetzt »Entschuldigung« oder »Verzeihung« bedeutet.

Hilfe
Die verschiedenen israelischen Rettungsteams in Mexiko haben Rosch Haschana damit verbracht, Menschenleben zu retten. Der Leiter der Armee-Einheit, Dudi Mizrachi, berichtet aus dem Katastrophengebiet, dass das 70 Personen starke Team mitten während der Vorbereitungen für das Neujahrsfest aufbrechen musste. »Aber es ist ein Privileg, Menschenleben zu retten. Auch wenn es Tausende von Kilometern von zu Hause entfernt ist.« Ein Erdbeben der Stärke 6,2 hatte am 19. September Hunderte von Häusern zerstört und Zigtausende obdachlos gemacht. Mindestens 384 Menschen sind ums Leben gekommen. Die Teams arbeiten gemeinsam mit Einheimischen fieberhaft daran, noch Verschüttete lebend zu bergen. Freiwillige der Hilfsorganisation ZAKA bargen vor einigen Tagen den Leichnam des vermissten Rabbiners Haim Ashkenazi unter Trümmern. Premierminister Benjamin Netanjahu lobte die Arbeit der Retter und nannte sie »strahlende Lichter der Hilfsbereitschaft«.

Kunst
Die Biennale für zeitgenössische jüdische Kunst öffnet ihre Pforten zum dritten Mal in Jerusalem. Vom 1. Oktober bis zum 16. November zeigen fast 200 professionelle Künstler – jüdische und nichtjüdische – aus der ganzen Welt ihre Werke zum Thema »Wendepunkte«. Die Kunst wird in 27 Ausstellungen an acht verschiedenen Standorten in der Stadt gezeigt. Der Gründer der Biennale, Ram Ozeri, will mit der Biennale eine Plattform für Kunst zu jüdischem Gedankengut, Tradition und Erfahrung schaffen.

Unterstützung
Die israelische Regierung unterstützt den Plan der irakischen Kurden, einen eigenen Staat zu gründen. Trotz der Opposition aus Bagdad haben die Kurden im Irak am Montag ein Referendum abgehalten. Premier Netanjahu hatte bereits mehrfach seine Einstellung kundgetan und dies jüngst noch einmal bestätigt: »Israel unterstützt die legitimen Bestrebungen des kurdischen Volkes, einen eigenen Staat zu erhalten.« Es wird davon ausgegangen, dass Netanjahu meint, auf diese Weise könne der Iran geschwächt werden. Auch in dem schiitischen Staat lebt, wie in der Türkei und in Syrien, eine kurdische Minderheit.

Marsch
Mehr als 500 Frauen aller politischen Richtungen sind derzeit auf einem Marsch für den Frieden. Am Sonntag begannen sie ihren Weg quer durch das Land, um für ein politisches Abkommen und das Ende des israelisch-palästinensischen Konflikts zu demonstrieren. Ins Leben gerufen durch die Grassroots-Bewegung »Women Wage Peace«, starteten die Frauen in Sderot und der westlichen Negevwüste. Sie laufen über Dimona, Aschkelon und Tel Aviv bis nach Jerusalem. Am 8. Oktober soll dort der Marsch mit einer Großveranstaltung enden. Im »größten Friedenszelt aller Zeiten« wird dann das Frauenparlament von »Women Wage Peace« ausgerufen, das Politiker auf beiden Seiten dazu aufrufen will, den Konflikt zu beenden. Es wird erwartet, dass Tausende von israelischen und palästinensischen Frauen mitmarschieren werden.

Problem
Der Zustrom des Gasfeldes Tamar musste am vergangenen Wochenende abgeschaltet werden. Grund war die Fehlfunktion einer Pipeline. Das Leck in der Leitung, die unter dem Meer verläuft, war bei regulären Wartungsarbeiten entdeckt worden. Der Betrieb musste daraufhin sofort eingestellt werden. Die unfreiwillige Pause soll zwischen drei und fünf Millionen US-Dollar kosten. Nach Angaben des Energieministeriums sollen die Strompreise dennoch nicht steigen. Auch sei angeblich keine Verschmutzung des Meeres geschehen. Die Produktion in Tamar hatte im Jahr 2013 begonnen und ist mittlerweile Israels Hauptlieferant von Gas. Der Rohstoff wird zudem ins Nachbarland Jordanien exportiert.

Wunder
Wonder Woman rettet das Fernsehen? Wenn es nach Gal Gadot geht, natürlich! Die israelische Schauspielerin wird am 7. Oktober in einer Episode der Saturday Night Live Show zu sehen sein. Das Late-Night-Programm ist eines der beliebtesten in der amerikanischen Fernsehgeschichte. Ebenso erfolgreich ist Gal Gadot selbst. Der Film Wonder Woman spielte im Sommer 800 Millionen US-Dollar ein. Keine Frage, dass ein zweiter Teil her muss. Und für den hat die israelische Schönheit bereits unterschrieben.

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