Warschau/Tel Aviv

Nach langer Krise: Polen und Israel wollen Beziehungen normalisieren

Angespannt: das polnisch-israelische Verhältnis Foto: imago/

Polen und Israel wollen nach einer langen diplomatischen Krise ihr Verhältnis wieder normalisieren. Darauf habe er sich mit Israels Staatsoberhaupt Isaac Herzog verständigt, schrieb Polens Präsident Andrzej Duda am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter.

Der künftige israelische Botschafter in Warschau, Yacov Livne, habe seine Beglaubigungsschreiben eingereicht. »Dies ist ein wichtiger Schritt, um das polnisch-israelische Verhältnis voranzubringen«, teilte Herzog per Twitter mit. Er warte nun seinerseits auf die Beglaubigungsschreiben des neuen polnischen Botschafters in Israel.

Im August 2021 hatte Israel wegen eines umstrittenen neuen Gesetzes in Polen den Gesandten seiner Botschaft in Warschau zurückgerufen. Der neue Botschafter in Polen war vorerst nicht an seinen Einsatzort gereist. Dem polnischen Botschafter in Israel empfahl das Außenministerium in Tel Aviv, nicht aus seinem Heimaturlaub zurückzukehren.

Anlass der Verstimmungen war Dudas Unterzeichnung einer umstrittenen Änderung des polnischen Verwaltungsrechts. Sie sieht vor, dass Verwaltungsentscheidungen nach 30 Jahren nicht mehr gerichtlich angefochten werden können. Israel hatte damit ein Ende der »Entschädigungen« für Enteignungen von Juden im Zuge des Holocausts befürchtet.

Duda hatte in der vergangenen Woche mit Herzog telefoniert. Danach teilte die Präsidialadministration in Warschau mit, die Staatschefs hätten die Hoffnung, dass alle Fragen in den bilateralen Beziehungen durch »ehrlichen und offenen Dialog im Geiste gegenseitiger Achtung« gelöst werden sollen. dpa

Gaza

Terrorgruppe feuerte wissentlich defekte Raketen ab

Islamischer Dschihad nahm zivile palästinensische Opfer in Kauf: »Das ist der Preis des Krieges«

von Sabine Brandes  29.01.2026

Amsterdam

KLM nimmt Wiederaufnahme der Tel-Aviv-Flüge zurück

Die Entscheidung der niederländischen Fluglinie könnte umgehend auch von anderen Airlines getroffen werden – aufgrund der Spannungen zwischen den USA und Iran

 29.01.2026

Meitar

»Alles Lachen ist verschwunden«: Letzte Geisel Ran Gvili beigesetzt

Tausende Menschen nahmen an der Trauerfeier teil, darunter zahlreiche Spitzenpolitiker wie Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Präsident Isaac Herzog,

 29.01.2026

Tagung

Europäische Rabbiner diskutieren interreligiösen Dialog in Jerusalem

Wie viel Religion braucht der Frieden? Diese Frage stand im Zentrum einer Podiumsveranstaltung der Europäischen Rabbinerkonferenz bei deren Tagung in Jerusalem

 28.01.2026

Jerusalem

Isaac Herzog reist nach Australien

Der israelische Präsident trifft Vertreter der jüdischen Gemeinschaft, Hinterbliebenen und Überlebenden des Anschlags am Bondi Beach und Premierminister Anthony Albanese

 28.01.2026

Jerusalem

Netanjahu macht Joe Bidens Waffenpolitik für Tod israelischer Soldaten verantwortlich

»Helden sind gefallen, weil sie nicht die Munition hatten, die sie gebraucht hätten«, sagt der Ministerpräsident. Frühere US-Regierungsbeamte weisen den Vorwurf zurück

 28.01.2026

Nachrichten

Eurovision, Syrien, Ehrung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  27.01.2026

Nachkriegsordnung

Hamas will 10.000 eigene Polizisten im Gazastreifen

Die Terroristen begründeten ihre Forderung unter anderem damit, dass sich entlassene Polizisten so nicht zu Terrorgruppen zusammenschließen würden

 27.01.2026

Jerusalem

Rekord: Über 1000 Nieren-Spender auf einem Foto

Der Organisation Matnat Chaim zufolge ist Israel führend bei Lebend-Spenden. Das wird mit diesem Foto besonders deutlich

 27.01.2026