Israel

Nach Anschlag auf Soldaten Tatverdächtige gefasst

Israelische Sicherheitskräfte in der Nähe von Gusch Etzion, wo die Leiche des Soldaten gefunden wurde Foto: dpa

Zwei Tage nach dem tödlichen Anschlag auf einen israelischen Soldaten haben Sicherheitskräfte im Westjordanland zwei palästinensische Tatverdächtige gefasst.

Es handele sich um zwei junge Männer – Jahrgang 1995 und Jahrgang 1989 – aus Beit Kahil nahe Hebron, teilte Israels Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Samstag mit. Der Jüngere sei ein Aktivist der terroristischen Palästinenserorganisation Hamas.

Am Donnerstag war im Bereich Gusch Etzion südlich von Jerusalem die Leiche des 19 Jahre alten Soldaten gefunden worden. Das Opfer, das zur Tatzeit zivile Kleidung trug, war zudem Student. Die Leiche wies zahlreiche Stichverletzungen auf.

»Wir werden den Terror weiter mit aller Macht an allen Fronten bekämpfen«, kündigt Premier Netanjahu an.

UNRUHEN Israelische Soldaten hatten bei der Festnahme der Tatverdächtigen auch das Fahrzeug konfisziert, das die Palästinenser bei dem Anschlag verwendet haben. Bei der Razzia in Beit Kahil war es zu gewalttätigen Unruhen gekommen, an denen rund 100 Palästinenser beteiligt waren. Sie warfen Steine auf die Soldaten, weshalb die israelische Armee Maßnahmen zur Auflösung von Demonstrationen ergriff.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lobte die Festnahme der Tatverdächtigen binnen 48 Stunden. »In den vergangenen Jahren haben unsere Sicherheitskräfte alle palästinensischen Mörder von Israelis gefasst und heute ist es ihnen wieder gelungen«, sagte Netanjahu. »Wir werden den Terror weiter mit aller Macht an allen Fronten bekämpfen.«  dpa/ja

Film

Die Entwirrung der UNRWA

Eine neue Dokumentation beleuchtet Geschichte, Auftrag und politische Rolle des Palästinenserhilfswerks

von Maria Ossowksi  02.06.2026

Pride Month

Bennett entdeckt LGBTQ-Community für den Wahlkampf

Der frühere Gegner gleichgeschlechtlicher Partnerschaften fordert heute volle rechtliche Gleichstellung – und erzählt, warum persönliche Erfahrungen seine Sicht verändert haben

von Sabine Brandes  02.06.2026

Gerlingen/Tel Aviv

Bosch reduziert Forschungspräsenz in Israel

Zwei Büros in Tel Aviv und Haifa sollen geschlossen werden. Die Hintergründe

 02.06.2026

Jerusalem

Israels Parlament billigt in erster Lesung eigene Auflösung

In der Koalition von Regierungschef Netanjahu gibt es Streit. Die Charedim pochen deshalb auf einen früheren Wahltermin. Eine weitere Hürde auf dem Weg dahin ist nun genommen

 02.06.2026

Luftfahrt

El Al nimmt Direktverbindung zwischen Tel Aviv und San Francisco wieder auf

Geplant sind drei Flüge pro Woche, die jeweils rund 15 Stunden dauern. Auffällig ist die Flugnummer

 02.06.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Charedim legen mit Massenprotest Verkehr lahm

In mehreren Teilen Israels protestierten sie gegen die Festnahme von Wehrdienstverweigerern

 02.06.2026

Jerusalem

Kritik an Netanjahu wegen Verzicht auf Angriff gegen Hisbollah in Beirut

Der ehemalige Ministerpräsident Naftali Bennett sagt, die Regierung habe »die Kontrolle über die israelische Souveränität verloren«

 02.06.2026

Spione

Israels geheime Armee im Iran

Jahrelang lebten sie unauffällig als Zivilisten in der Islamischen Republik – dabei waren sie in Israel ausgebildete Agenten des Mossad

von Sabine Brandes  01.06.2026

Interview

»Die jüdische Perspektive nach Deutschland bringen«

Der Yad-Vashem-Vorsitzende Dani Dayan über die erste Außenstelle der Gedenkstätte, die Zukunft der Holocaust-Erinnerung und den Kampf gegen Geschichtsverfälschung

von Sabine Brandes  01.06.2026