Geldwäsche

Mutmaßliche Forex-Betrüger festgenommen

Foto: Getty Images/iStockphoto

Wegen mutmaßlicher Betrügerei in Internetfirmen sind in der Nacht zu Mittwoch in Tel Aviv 26 Personen festgenommen worden.

Die Operation war das Ergebnis einer Gemeinschaftsaktion von israelischer Polizei und dem US-amerikanischen FBI. Bei der verdeckten Operation soll es um die Aufklärung von massivem Betrug und Geldwäsche im digitalen Handel mit binären Optionen gehen.

GESCHÄFT Hinter diesem Handel, im internationalen Finanzjargon »Forex« genannt, verbergen sich Geschäfte im Internet mit Währungen oder Rohstoffen, wie beispielsweise Gold. Generell ist dies legal. Binäre Optionen sind ein Finanzinstrument, mit dem die Währungen oder Güter außerhalb der Börse gehandelt werden. Da dies in Israel bislang kaum reguliert ist, war es lange Zeit für Betrüger ein lukratives Geschäft.

2017 schob die Knesset den binären Optionen jedoch einen Riegel vor und untersagte sie in einer neuen Gesetzgebung. Viele der Firmen wanderten danach ins Ausland ab oder operierten weiter aus Israel – mit neuen Betrügereien.

Bei den Betrügereien seien die Opfer im Ausland um Dutzende Millionen von Schekeln gebracht worden.

Genau dies wird von den Ermittlungsbehörden bei den jetzt verhafteten Verdächtigen angenommen. Es handele sich um Verbrechen mit Kryptowährungen, bei denen Opfer im Ausland angeblich um Dutzende von Millionen Schekel gebracht worden seien. Die Polizeiaktionen hatten simultan in verschiedenen Ländern der Welt stattgefunden, darunter in Israel.  

TRANSAKTIONEN Der erste Tipp sei vom FBI gekommen. Es habe geheißen, dass eine Gruppe von Israelis US-Bürger durch Transaktionen von Kryptowährungen bestiehlt. Es seien dabei Produkte bestellt worden, die allerdings nach den Zahlungen niemals geliefert worden seien. Die Namen der Verdächtigten oder eine Firmenbezeichnung wurden von der Polizei bislang nicht veröffentlicht.

Den Ermittlungsbehörden fällt es oft schwer, den Betrug, der im Internet geschieht und sich oft über mehrere Länder verteilt, strafrechtlich zu verfolgen und die Täter dingfest zu machen. Daher klagen viele Geschädigte auf zivilem Weg, um Gerechtigkeit zu erlangen und zumindest einen Teil ihres Geldes wiederzubekommen. Mittlerweile haben sich viele Anwälte auf diese Art von Klagen spezialisiert.

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