Jerusalem

Mit Menora verzierte Öllampe aus dem 4. Jahrhundert entdeckt

Blick auf den Tempelberg in Jerusalem Foto: IMAGO/CTK Photo

Archäologen haben bei Ausgrabungen in Jerusalem eine rund 1700 alte Öllampe gefunden. Während des jüdischen Lichterfests Chanukka, das am Mittwochabend begonnen hat, wird das Fundstück bei einer Ausstellung in Jerusalem gezeigt. 

Die Lampe wurde bei Ausgrabungen auf dem Ölberg in Jerusalem gefunden, wie es in der Mitteilung der Israel Antiquities Authority (IAA) hieß. Rußspuren an der Tülle wiesen darauf hin, dass das Gefäß wahrscheinlich im 4. Jahrhundert zur Beleuchtung verwendet worden sei. Dies ermögliche einen »faszinierenden Blick auf die jüdische Kultur und religiöses Leben der damaligen Zeit«, so die IAA. 

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Lampe ist mit Bildern verziert, die mit den Gottesdiensten im Tempel in Jerusalem in Verbindung stehen, darunter eine Menora, die im Gegensatz zu den üblicherweise an Chanukka verwendeten Menoras mit neun Armen nur sieben Arme hat. Außerdem sind auf der Lampe eine Weihrauchschaufel, die die Priester bei der Darbringung von Opfergaben benutzten, sowie ein Dattelpalmenwedel, der während des Sukkot-Festes verwendet wird, abgebildet.

»Die ausgezeichnete künstlerische Verarbeitung der Lampe, die vollkommen heil gefunden wurde, macht sie zu einem außergewöhnlichen und extrem seltenen Fund«, sagte der Archäologe Michael Chernin. dpa/ja

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Für den frischgebackenen Leiter des ARD-Studios Nairobi ist die »Jüdische Allgemeine« ein Propaganda-Sprachrohr der israelischen Regierung. Eine Entgegnung

von Michael Thaidigsmann  29.06.2026

Rüstungstechnologie

Israelische Raketenabwehr für Katar

Fotos beweisen, dass in katarischen Regierungsmaschinen Militärtechnologie von Elbit verbaut wurde. Dabei pflegen Israel und Katar nicht einmal diplomatische Beziehungen

 29.06.2026

Reaktionen

»Erster Schritt zum Frieden«

Während Jerusalem und Beirut das Abkommen begrüßen, weist die Hisbollah es entschieden zurück

von Sabine Brandes  29.06.2026

Jerusalem

Israel erkennt den Völkermord an den Armeniern an

Die historische Entscheidung birgt diplomatische Sprengkraft. Außenminister Sa’ar bezeichnete die Anerkennung als »moralische Pflicht«

von Sabine Brandes  29.06.2026

Reisen

(Fast) freie Startbahn für den Sommer

Mehr als 200.000 Flugtickets hätten storniert werden müssen, weil am Flughafen Ben Gurion noch immer amerikanische Militärflieger parken. Jetzt gibt es eine Einigung

von Sabine Brandes  29.06.2026

Nahost

Israel greift Ziele in Südsyrien an

Die Armee hat nach eigenen Angaben »mehrere bewaffnete Terroristen« getötet

 29.06.2026

Südlibanon

Israelische Armee zerstört massiven Hisbollah-Tunnel

Der 25 Meter tiefe und 200 Meter lange Tunnel soll nur 10 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt gewesen sein

 29.06.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  28.06.2026

Interview

»Es braucht eine umfassende Kampagne«

Der israelische Diplomat Akiva Tor beklagt, dass das angeschlagene Image seines Landes die nationale Sicherheit des jüdischen Staates gefährdet

von Sabine Brandes  27.06.2026