EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 53 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 48 Sitze

Jerusalem

Mit dem Zug zur Kotel

Ein Mann kommt vom Schacharitgebet an der Kotel zurück. Geht es nach Verkehrsminister Smotrich, kann er bald den Zug nehmen. Foto: Flash 90

Die Zugverbindung von Tel Aviv nach Jerusalem soll um eine Station in der Jerusalemer Altstadt erweitert werden. Entsprechende Pläne habe das israelische Verkehrsministerium am Montag weiter vorangebracht, berichteten israelische Medien unter Berufung auf Ministeriumsangaben.

Geplant ist demnach eine Ausweitung des neuen Schnellzugs um zwei unterirdische Stationen, darunter eine in der Nähe der Kotel in der Jerusalemer Altstadt. Unter anderem soll dafür ein 2,9 Kilometer langer Tunnel unter der Altstadt und dem Stadtzentrum gebaut werden. Der zuständige Parlamentsausschuss stimmte den Plänen zu. Über den genauen Streckenverlauf wurde bisher nichts bekannt.

zwischenstopp Ende Dezember wurde nach 18-jähriger Bauzeit der reguläre Zugverkehr auf der neuen Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Tel Aviv und Jerusalem aufgenommen. Die Fahrtzeit für die 57 Kilometer lange Strecke mit einem Zwischenstopp am Flughafen Ben Gurion beträgt zwischen 32 und 34 Minuten.

Verkehrsminister Bezalel Smotrich pries das 2017 von seinem Vorgänger Israel Katz initiierte Projekt als »sehr gute Nachrichten für israelische Bürger und Millionen von Touristen«. Die Kosten für das Vorhaben wurden 2017 mit umgerechnet 625 Millionen Euro veranschlagt. Der geplante Bahnhof in der Altstadt soll nach US-Präsident Donald Trump benannt werden.

kritik An den Bauplänen wurde wiederholt Kritik geübt, unter anderem weil der Status Jerusalems international als ungeklärt gilt. Israel betrachtet Jerusalem ungeteilt als seine Hauptstadt. Die Palästinenser hingegen sehen Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates.

Die Deutsche Bahn hatte sich im Planungsstadium der neuen Trasse als Berater aus dem Projekt zurückgezogen, nachdem das deutsche Verkehrsministerium die teilweise über palästinensisches Gebiet führende Streckenführung als außenpolitisch heikel beurteilte.  kna/ja

Israel

Dafür stehen die arabischen Parteien in Israel

Die arabisch geprägten Parteien in Israel haben bei der Parlamentswahl überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Wofür setzen sie sich ein, was sind ihre Ziele?

 28.10.2026

Knesset-Wahl

Die arabische Antwort auf Ben-Gvir

Die israelischen Araber wehren sich mit dem Stimmzettel gegen den Sicherheitsminister – und könnten zum Königsmacher der nächsten Knesset werden

von Sabine Brandes  28.10.2026

Meinung

In der Sackgasse?

Sabine Brandes wünscht sich nach den Wahlen für Israel neue Bündnisse – trotz aller Schwierigkeiten

von Sabine Brandes  28.10.2026

Analyse

Israel steckt mal wieder im Patt

Der rechte Block gewinnt bei der Auszählung an Boden. Doch weder Regierungslager noch Opposition haben eine klare Mehrheit – und die arabischen Parteien werden zum entscheidenden Faktor

von Sabine Brandes  28.10.2026

Jerusalem

Demokraten-Chef fordert Koalition mit arabischen Parteien

Bei Israels Richtungswahl liegt Netanjahus Lager vorn, verfehlt aber die Mehrheit. Der Chef der Linksliberalen fordert eine Koalition der Opposition mit Beteiligung arabischer Parteien

 28.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlergebnis bleibt offen, mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt

Mit wie vielen Sitzen kann das Netanjahu-Lager rechnen? Wie sieht das bisherige Ergebnis der Opposition aus?

 28.10.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Bis zu 650.000 »Sonderstimmen« könnten Israels Wahlergebnis noch verändern

Die Stimmen von Soldaten, Reservisten und weiteren Wahlberechtigten, die nicht in ihrem regulären Wahllokal abstimmen konnten, müssen noch einbezogen werden

 28.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will rasch neue Regierung in Israel bilden

Netanjahus Lager verliert die Mehrheit, doch auch Ex-Militärchef Eisenkot kann mit seinem Lager nicht allein regieren. Dennoch erklärt er, schon bald eine Koalition schmieden zu wollen

 28.10.2026

Jerusalem

Vorfälle bei Parlamentswahl

Für die große Mehrheit der Israelis verlief der Wahltag friedlich. Es gab jedoch Einschüchterungsversuche und sogar Angriffe

 28.10.2026