Visite

Mike Pompeo besucht Israel

Mike Pompeo (l.) und Benjamin Netanjahu in Tel Aviv, April 2018 Foto: Flash 90

Viel im Gepäck haben wird der amerikanische Außenminister Mike Pompeo wohl nicht. Zumindest nicht den viel beworbenen amerikanischen Friedensplan für den israelisch-palästinensischen Konflikt. Er kommt hauptsächlich aus einem Grund: um dem amtierenden Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu die Unterstützung des Weißen Hauses für die Wahlen in Israel zuzusichern. Und dafür reicht bereits ein Foto aus.

Er machte deutlich, dass er nach Israel reise, »weil wir eine besondere Beziehung haben«. In den beiden Ländern änderten sich die Regierungen, führte er aus, »doch unsere Verbindung ist bedeutungsvoll – wer auch immer an der Regierung sein mag«.

Pompeo machte deutlich, dass er nach Israel reise, »weil wir eine besondere Beziehung haben«.

iran Zudem komme er in den Nahen Osten, um gegen die »bösartigen regionalen Absichten des Iran« zu intervenieren, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme vor Pompeos Visite. Neben Israel wird er auch den Libanon besuchen. In Kuwait landete er bereits am Dienstag. »An jedem dieser Orte haben wir eine andere Mission. Und doch haben sie alle eines gemeinsam: diesen Ländern dabei zu helfen, ihre Anstrengungen gegen die Islamische Republik des Iran voranzutreiben«, so der Außenminister in einem Fernsehinterview.

In Jerusalem wird Pompeo mit Netanjahu zusammentreffen und im Anschluss ganz sicher auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in die Kameras lächeln. Vor den Wahlen 2015 hatte sich der damalige US-Präsident Barack Obama geweigert, sich mit dem israelischen Regierungschef zu treffen, damit es nicht den Anschein habe, er wolle vor dem Urnengang eine Seite wählen. Offensichtlich hat die Trump-Verwaltung diese Bedenken nicht. So wird sich der amerikanische Präsident sogar Ende März noch mit Netanjahu in Washington treffen.

Am Donnerstag will Pompeo die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besuchen.

Am Donnerstag will Pompeo die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besuchen, wo er die Ausstellung Blitze des Gedenkens – Fotografie während des Holocaust ansehen und sich ins Gästebuch eintragen wird. Mit Palästinensern wird er nicht zusammenkommen. Kurz vor seiner Landung in Kuwait sagte er Journalisten mit Bezug auf den Nahostkonflikt: »Wir wollen dringend eine gute Lösung. Jared Kushner arbeitet an dem Friedensplan. Die richtige Zeit wird kommen, wenn wir große Teile davon veröffentlichen.«

Pandemie

Rund 900 Schoa-Überlebende starben 2020 an Corona

Insgesamt starben im vergangenen Jahr 17.000 jüdische Zeitzeugen

 26.01.2021

Israel

Yad Vashem begeht Schoa-Gedenktag mit Online-Veranstaltungen

Zudem wurde eine spezielle Website mit Ausstellungen, Bildungsquellen und einer virtuellen »Gedenkmauer« eingerichtet

 26.01.2021

Jerusalem

Sorge und Zuversicht

Debatte über Verlängerung des Lockdowns. Maccabi veröffentlicht »ermutigende Zahlen«

von Sabine Brandes  26.01.2021

Israel

Über eine Million Menschen haben beide Corona-Impfungen erhalten

Die erste Dosis erhielten bereits rund 2,6 Millionen Israelis

 25.01.2021

Krise

Höchste Todesrate seit Beginn der Pandemie

Angst vor der Mutation. Gewalttätige Ausschreitungen in charedischen Gegenden

von Sabine Brandes  25.01.2021

Jerusalem/Canberra

Ultraorthodoxe Schulleiterin ausgeliefert

Wegen Missbrauchsvorwürfen: Nach 13 Jahren wird Malka Leifer aus Israel ausgeflogen und der australischen Justiz übergeben

von Sabine Brandes  25.01.2021

Meinung

Ein tiefer Weltschmerz

Sabine Brandes wünscht sich nach ihrer Impfung in Israel, dass endlich auch andernorts der Corona-Schutz kommt

von Sabine Brandes  25.01.2021

Diplomatie

Botschaften und Wirtschaftsdeals mit Marokko

Israelische Regierung bestätigt Abkommen zur Normalisierung der Beziehung – Emirate kündigen Vertretung in Tel Aviv an

von Sabine Brandes  25.01.2021

Israel

Ben-Gurion-Flughafen ab Montagnacht abgeriegelt

Grenzen vollständig geschlossen - auch keine Einreisen mehr für israelische Staatsangehörige

von Sabine Brandes  24.01.2021 Aktualisiert