Tempelberg

Metalldetektoren werden abgebaut

Werden abgebaut: Metalldetektoren vor dem Eingang zum Tempelberg am Löwentor Foto: Flash 90

Es scheint, als sei eine vorläufige Lösung für die Krise um den Tempelberg in Jerusalems Altstadt gefunden: Das israelische Sicherheitskabinett entschied in der Nacht zum Dienstag, dass die Metalldetektoren an den Eingängen zu der heiligen Stätte wieder abgebaut werden.

Die neuen Sicherheitsvorkehrungen hatten zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei geführt.

Bereits in der Nacht wurde mit dem Abbau begonnen. Einige der Kameras sollen ebenfalls abgenommen werden. Zur gleichen Zeit war der Nahost-Vermittler aus dem Weißen Haus, Jason Greenblatt, in Israel angekommen.

»Smarte Checks« Statt der Metalldetektoren soll nun hochentwickelte Sicherheitstechnologie in der gesamten Altstadt eingesetzt werden, die sogenannte smarte Checks ermöglicht. »Dadurch wird die Sicherheit der Besucher auf dem Areal des Tempelberges gewährleistet«, hieß es nach der Sitzung, die vier Stunden dauerte.

»Das Kabinett akzeptiert die Empfehlungen des Sicherheits-Establishments, die Detektoren durch smarte Technologie zu ersetzen«, so die anschließende Erklärung der Regierung. Mitarbeiter der Geheimdienste hatten davor gewarnt, dass die Metalldetektoren zu gewalttätigen Protesten führen könnten.

Das Kabinett kündigte zudem an, der israelischen Polizei und dem Ministerium für öffentliche Sicherheit für die neue Technologie 100 Millionen Schekel (umgerechnet etwa 25 Millionen Euro) zur Verfügung zu stellen.

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  23.09.2026

Wohltätigkeit

Gal Gadot ganz großzügig

Die Hollywood-Schauspielerin spendet Geld vom Genesis-Preis an Organisationen für die Rehabilitation psychisch Kranker

von Sabine Brandes  23.09.2026

Emmanuel Macron spricht vor der UN-Vollversammlung

Vereinte Nationen

Jerusalem nennt Macrons Behauptung zur Hamas »absurd«

Der französische Präsident behauptet vor der Vollversammlung, die Terrororganisation sei im Westjordanland nie aktiv gewesen. Tatsächlich verübt sie dort regelmäßig Anschläge

von Sabine Brandes  23.09.2026

Jerusalem

Israel startet Kampagne gegen Voreingenommenheit der UN

Ein Video zeigt Papageien bei der UNO-Vollversammlung, die »Beschuldigt Israel!« durch den Versammlungssaal schreien

 23.09.2026

Jerusalem

Lucien Lazare gestorben

Der Historiker und Pädagoge schloss sich während der deutschen Besatzung Frankreichs dem Widerstand an. In Israel gehörte er zur Kommission von Yad Vashem

 23.09.2026

Jerusalem

Israel droht mit Räumung Gazas im Falle neuer Entführung

Fast drei Jahre nach dem beispiellosen Hamas-Massaker am 7. Oktober droht Israels Verteidigungsminister mit drastischen Folgen, sollte erneut ein Israeli verschleppt werden

 23.09.2026

Israelische Zeitungen

Wahlergebnisse

»Sieg der Extreme«

Nach dem AfD-Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern wächst in Israel die Aufmerksamkeit für Deutschlands politische Verschiebung

von Sabine Brandes  22.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Reaktionen

Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

Der Wahlsieg der Linken sorgt vor allem mit Blick auf Antisemitismus und das jüdische Leben in der deutschen Hauptstadt für Aufmerksamkeit in israelischen Medien

von Sabine Brandes  22.09.2026