Tempelberg

Metalldetektoren werden abgebaut

Werden abgebaut: Metalldetektoren vor dem Eingang zum Tempelberg am Löwentor Foto: Flash 90

Es scheint, als sei eine vorläufige Lösung für die Krise um den Tempelberg in Jerusalems Altstadt gefunden: Das israelische Sicherheitskabinett entschied in der Nacht zum Dienstag, dass die Metalldetektoren an den Eingängen zu der heiligen Stätte wieder abgebaut werden.

Die neuen Sicherheitsvorkehrungen hatten zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei geführt.

Bereits in der Nacht wurde mit dem Abbau begonnen. Einige der Kameras sollen ebenfalls abgenommen werden. Zur gleichen Zeit war der Nahost-Vermittler aus dem Weißen Haus, Jason Greenblatt, in Israel angekommen.

»Smarte Checks« Statt der Metalldetektoren soll nun hochentwickelte Sicherheitstechnologie in der gesamten Altstadt eingesetzt werden, die sogenannte smarte Checks ermöglicht. »Dadurch wird die Sicherheit der Besucher auf dem Areal des Tempelberges gewährleistet«, hieß es nach der Sitzung, die vier Stunden dauerte.

»Das Kabinett akzeptiert die Empfehlungen des Sicherheits-Establishments, die Detektoren durch smarte Technologie zu ersetzen«, so die anschließende Erklärung der Regierung. Mitarbeiter der Geheimdienste hatten davor gewarnt, dass die Metalldetektoren zu gewalttätigen Protesten führen könnten.

Das Kabinett kündigte zudem an, der israelischen Polizei und dem Ministerium für öffentliche Sicherheit für die neue Technologie 100 Millionen Schekel (umgerechnet etwa 25 Millionen Euro) zur Verfügung zu stellen.

Interview

Ben Berndt: »Ich würde gerne mit Benjamin Netanjahu sprechen«

Der Podcaster schreibt Mediengeschichte. Sein YouTube-Format »Ungeskriptet« erreicht Millionen. Ihn begleitet der Vorwurf, rechtsextreme Positionen Vorschub zu leisten. Ein Gespräch

von Sven Gösmann, Stella Venohr  07.07.2026

Jerusalem

»Antisemitische Hetze« und »Aufruf zum Völkermord«: Streit zwischen Israel und Türkei eskaliert

Türkeis Außenminister hatte Israel als Problem für die Menschheit bezeichnet, das nicht länger ertragen werden könne

 07.07.2026

USA

Wie Ägyptens Nationaltrainer bei der Fußball-WM Lügen über Israel verbreitet

Politische Botschaften sind während des Turniers eigentlich verboten. Ägyptens Trainer lässt sich davon nicht beeindrucken

 07.07.2026 Aktualisiert

Hintergrund

UNRWA: Die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Israel-Lobby

Eine neue Studie der linksparteinahen Stiftung präsentiert jüdische und pro-israelische Organisationen in Deutschland pauschal als Sprachrohre der Regierung in Jerusalem

von Michael Thaidigsmann  06.07.2026

Jerusalem

Erleichte Zulassung eingewanderter Psychologen

Im Ausland ausgebildete Psychologen sollen künftig schneller in Israel praktizieren können. Hintergrund ist auch die Krise der mentalen Gesundheit seit dem 7. Oktober

 06.07.2026

Unabhängige Medien

Angriff auf Israels größten Nachrichtensender

Ein maskierter Mann hat in der Nacht mit einem Backstein die Eingangstür des Kanals 12 zertrümmert. Journalisten warnen schon länger vor wachsender politischer Gewalt und zunehmender Hetze

von Sabine Brandes  06.07.2026

Jerusalem

Steht Israel vor einer Verfassungskrise?

Die Regierung will eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes nicht anerkennen. Kulturminister Zohar erwartet jedoch, dass sich der Premier dem Urteil beugen wird. Die Hintergründe

von Sabine Brandes  06.07.2026

Tel Aviv

Sasha Troufanov und Sapir Cohen: Emotionale Hochzeit zweier ehemaliger Geiseln in Israel

»Ihr wart die ganze Zeit an unserer Seite. Vielen Dank. Ich liebe euch«, sagte der Bräutigam unter der Chuppa. Unter den Gästen war auch Israels Präsident Isaac Herzog

 06.07.2026

New York

Adam Sandler traut Taylor Swift und Travis Kelce – Debatte über Israel-Haltung entfacht

Israelfeindliche Aktivisten werten die Mitwirkung des jüdischen Schauspielers als Hinweis auf eine mögliche Haltung der Sängerin im Nahostkonflikt

 06.07.2026