Israel

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Om in Jerusalem Foto: Flash 90

Yoga
Hunderte Yogafans haben in Jerusalem gemeinsam den Sonnengruß abgehalten. Am vergangenen Donnerstag, dem internationalen Yoga-Tag, verbrachten die Teilnehmer den Abend im Hinnom-Tal mit Blick auf die Altstadt beim gemeinsamen Dehnen und Meditieren. Die 701 Matten waren kunterbunt bemalt und stellten zusammen einen Teil des überdimensionalen Kunstwerks »Der große Traum – Jerusalem 2048« von Amit Trainin dar. Trainin hatte sich von den Aussagen von Jerusalemern inspirieren lassen, als er Städter fragte, was sie in 30 Jahren wohl sehen werden, wenn sie aus ihrem Fenster schauen. Der Abend wurde von der Charles-und-Lynn-Schusterman-Familienstiftung finanziert und gemeinsam mit der Stadtverwaltung organisiert.

Bier
Streng nach dem Reinheitsgebot: Aus Anlass des 70. Jubiläums der Gründung des Staates Israel entwickeln eine deutsche und eine israelische Brauerei gemeinsam ein Geburtstagsbier mit Namen »70«. Der israelische Partner des Projekts ist die Mikrobrauerei Alexander Beer aus Emek Hefer, die schon viele internationale Preise gewonnen hat. Deutschland wird von der Faust-Brauerei vertreten, die seit über 360 Jahren im unterfränkischen Miltenberg ansässig ist. Braumeister Cornelius Faust ist eigens zum gemeinsamen Brauen nach Israel gereist. Natürlich wird das Festbier in Israel ganz nach deutscher Biertradition gebraut. Das Projekt entstand auf Initiative und mit der Unterstützung der Deutschen Botschaft in Tel Aviv.

Erlaubnis
Das Tel Aviver Bezirksgericht hat die Stadtverwaltung angewiesen, eine geschlechtergetrennte Veranstaltung mit einer meterlangen Trennwand in der Mitte zu genehmigen. Zunächst hatte sich die Verwaltung dagegen ausgesprochen, nachdem verschiedene Interessengruppen zur Geschlechtergleichheit sich in die Debatte eingemischt hatten. Das Event wird von einer Organisation ausgerichtet, die Chabad nahesteht. Richter Kobi Vardi argumentierte: »Es ist der Brauch dieser Gemeinde, und wir müssen das respektieren.« Die Veranstalter gaben an, dass die Geschlechtertrennung freiwillig erfolge.

Speisen
Der Gourmetrestaurantführer »Gault & Millau« ist nach 15 Jahren Abwesenheit nach Israel zurückgekehrt. Und er hat die besten Restaurants sowie den Chefkoch des Jahres gekürt. Der Mega-Könner an den Kochtöpfen ist nach Meinung von Gault & Millau in diesem Jahr der junge Koch Raz Rahav. Gleichzeitig erhielt sein Lokal »OCD« die Bewertung 16 – und ist damit offiziell das Top-Lokal im Land. Andere herausragende Restaurants sind »HaSalon« von Eyal Schani, der mit seinen Pitataschen und gebackenen Blumenkohlköpfen weltweit erfolgreich ist, das japanische »Dinings« im Norman-Hotel, »Topolopompo« und »Yafo–Tel Aviv« von Chaim Cohen. Auch koscher kann ein Gaumengenuss sein. Das beweisen »Blue Sky« und »La Regence« in Jerusalem, die ebenfalls von dem Restaurantführer ausgezeichnet wurden.

Polizei
Sie sind Helfer in der Not und sehen das als ihre Mission an: Dutzende von neuen Polizistinnen aus der arabischen Gemeinde Israels. Staatspräsident Reuven Rivlin und Polizeichef Roni Alscheich trafen sich in der vergangenen Woche mit den Frauen, um andere zu ermutigen, ebenfalls die Uniform zu tragen und der Truppe beizutreten. »Ihre Anwesenheit bringt nicht nur die Gleichheit zwischen Mann und Frau voran, sondern bewegt den arabischen Sektor vorwärts. Sie beweisen, dass Araberinnen sich im öffentlichen Sektor integrieren können, was uns alle näher zusammenbringt«, sagte Rivlin. Die Frauen sprachen über ihren Stolz, aber auch über die Herausforderungen, die ihre Arbeit mit sich bringt. Oft würden sie von Männern nicht ernstgenommen. Seit der Einrichtung der arabischen Einheit in der Polizei im Jahr 2016 sind 728 Polizeibeamte beigetreten, 74 davon Frauen.

Surfer
Sie haben protestiert und es gleichzeitig ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Fast tausend Surfer haben am Freitag an einer Demonstration – dem sogenannten »Paddle Out« – gegen die Erdgasproduktion an der Küste Israels teilgenommen. Dabei paddelten 992 Männer und Frauen auf ihren Surfbrettern hinaus aufs Meer und formten einen riesigen Kreis im Wasser. Sie trugen T-Shirts mit dem Aufdruck »Vergiftet uns nicht!« samt Totenkopf-Zeichen. Auch am Strand protestierten Aktivisten. Die Demonstranten fordern, dass die Abbauarbeiten mindestens zehn Kilometer vom Strand entfernt durchgeführt werden.

In eigener Sache

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