Israel

Mehr als 4000 Jahre alte Straußeneier entdeckt

Ausgrabungsleiterin Lauren Davis beim Abbürsten der Fundstücke Foto: Emil Aladjem/ Israel Antiquities Authority

Acht jahrtausendealte Straußeneier sind im Negev entdeckt worden. Forscher fanden die zerbrochenen Schalen der Eier bei Ausgrabungen neben einer antiken Feuerstelle, wie die israelische Altertumsbehörde am Donnerstag mitteilte.

Die Eier seien zwischen 4000 und 7500 Jahre alt. Da die Schalen lange von Sanddünen bedeckt waren, blieben sie nach Angaben des Direktors der Behörde gut erhalten. Zudem sei das Klima in der Region sehr trocken.

Antike Durch den Fund könne man viel lernen über das Leben der Nomaden, die in der Antike durch die Wüste zogen, teilte die Behörde mit. Strauße waren bis zu ihrem Aussterben in der Region in freier Wildbahn im 19. Jahrhundert dort weit verbreitet.

Frühere Funde deuteten darauf hin, dass Straußeneier als Luxusartikel, Schmuck oder Wassergefäße genutzt wurden, teilte Amir Gorzalczany von der Altertumsbehörde mit. Sie dienten jedoch auch als Nahrungsquelle. »Ein Straußenei hat den Nährwert von etwa 25 normalen Hühnereiern«, sagte Gorzalczany.

Die Eier würden nun »wie ein Puzzle« zusammengesetzt und in einem Labor genauer untersucht. »Das Beste liegt noch vor uns«, sagte die Ausgrabungsleiterin, Lauren Davis. dpa

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