Israel

Medien: Polizei befragt Großvater im Fall Eitan

Beim Absturz einer Seilbahn-Kabine kamen insgesamt 14 Menschen ums Leben. Foto: imago images/Italy Photo Press

Nach der mutmaßlichen Entführung des kleinen Eitan, des einzigen Überlebenden des Seilbahn-Unglücks vom Lago Maggiore, hat Israels Polizei nach Medienberichten den Großvater befragt. Die Polizei teilte am Dienstag mit, vor zwei Tagen sei eine Anzeige wegen des Verdachts der Entführung eingegangen.

AUFLAGEN »Die Betrugseinheit im Zentrum (Israels) hat heute Abend einen 58-jährigen Mann aus Petach Tikva wegen des Verdachts der Beteiligung an der Affäre befragt«, hieß es in der Mitteilung. Anschließend sei er unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Die Untersuchung gehe aber weiter. Die »Times of Israel« berichtete, es handele sich bei dem Mann um den Großvater des sechsjährigen Eitan.

Der Junge war am Samstag vom Großvater mütterlicherseits ohne Wissen des Vormunds - der Tante väterlicherseits - und entgegen einer richterlichen Anordnung mit einem Flugzeug von Italien nach Israel gebracht worden. Der Junge hatte die Seilbahn-Katastrophe am Pfingstsonntag schwer verletzt überlebt, die Eltern, der Bruder und zwei Urgroßeltern starben.

PRIVATFLIEGER Gegen den Großvater ermittelt nun die Staatsanwaltschaft in der norditalienischen Stadt Pavia wegen Freiheitsberaubung, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa schrieb. Der Israeli hatte den Jungen wie verabredet für einen Besuch getroffen, am Abend aber nicht mehr zur Tante zurückgebracht. Stattdessen fuhr er Medienberichten zufolge mit einem Leihwagen in die Schweiz und flog von Lugano mit einem Privatflieger nach Israel.

Die Tante, die nach dem Unglück von einem Gericht als Vormund ernannt worden war, setzt für die Rückkehr Eitans auf eine internationale Vereinbarung, nämlich das Haager Kindesentführungsübereinkommen, dem sich sowohl Israel als auch Italien angeschlossen haben. Dieses soll Kinder vor Entführungen oder Verschleppungen in andere Länder schützen. Zudem sieht es vor, Kinder so schnell wie möglich in den Staat des bisherigen, gewohnten Aufenthalts zurückzubringen. Die italienische Regierung prüft ein Eingreifen in den mutmaßlichen Entführungsfall. dpa

Moskau

Düstere Botschaft von Putin an Russlands Juden

Rosch-Haschana-Gruß aus dem Kreml klingt wie eine Drohung – Jerusalem verurteilt Referendum in der Ostukraine

von Sabine Brandes  28.09.2022

Medizin

Hinweise auf Ursache für Herzmuskelentzündungen nach Corona-Impfung

Forscher aus Israel und Deutschland decken Mechanismus bei der Entstehung sogenannter Myokarditiden auf

von Sandra Trauner  28.09.2022

Nachrichten

Partydroge, Geburtstag, Münze

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  27.09.2022

Israel

Gut gerüstet für die Zukunft

Grüße von Botschafter Ron Prosor zum Neuen Jahr

von Ron Prosor  23.09.2022

Jerusalem

Israel erwartet Zustrom von Juden aus Russland

Das Land bereitet sich auf eine große Einwanderungswelle aufgrund der Teilmobilisierung vor

 23.09.2022

Vereinte Nationen

Lapid warnt vor »Untergang der Wahrheit«

Der israelische Regierungschef sprach sich in New York für die Schaffung eines »friedlichen« palästinensischen Staates aus

von Michael Thaidigsmann  23.09.2022

Rosch Haschana

Teures Fest

Viele Israelis können sich ein Feiertagsessen kaum noch leisten

von Sabine Brandes  22.09.2022

Vereinte Nationen

Israels Premier will Zweistaatenlösung vorschlagen

Wenige Wochen vor den Parlamentswahlen setzt Yair Lapid bei der UN auf eine neue alte Idee

von Sabine Brandes  22.09.2022

Corona

»Verantwortung übernehmen«

Salman Zarka über die neue Covid-Welle in Israel, Infektionsschutz und Maßnahmen zu den Hohen Feiertagen

von Sabine Brandes  22.09.2022