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Medaillen, Impfung, Filme

Dankt der Familie: Judoka Gili Sharir Foto: IMAGO/GEPA pictures

Medaillen
Die israelische Judoka Gili Sharir hat beim Pariser Grand-Slam-Judoturnier die Goldmedaille in der Gewichtsklasse unter 63 Kilogramm gewonnen, nachdem sie die japanische Judoka Nami Nabekura im Finale besiegte. Die 23-jährige Athletin hatte zuvor polnische, kanadische, französische und südkoreanische Gegnerinnen geschlagen. »Ich freue mich so, dass ich nach einem sehr langen und schwierigen Tag meine erste Grand-Slam-Goldmedaille gewinnen konnte. Ein großes Dankeschön an meine großartige Familie«, sagte Sharir nach ihrem Sieg. Geffen Primo gewann Bronze in der Kategorie unter 52 Kilogramm, nachdem sie gegen die Brasilianerin Larissa Pimenta gewonnen hatte.

Impfung
Der Impfausschuss im Jerusalemer Gesundheitsministerium empfiehlt, dass jährliche Covid-Auffrischungen zu einer Norm in Israel werden, wenn die Coronavirus-Infektionsraten niedrig sind. Wird diese Position angenommen, soll die Regelung der von Grippeimpfungen ähneln, so der Epidemiologe Nadav Davidovitch von der Ben-Gurion-Universität. Der gesamten Bevölkerung wird dann empfohlen, sich jeden Herbst die Impfung abzuholen, wobei der Schwerpunkt auf älteren und gefährdeten Personen liege, sagte er. Wie bei Grippeimpfungen werden die Covid-19-Vakzine auf die Virusstämme zugeschnitten, die sich am wahrscheinlichsten ausbreiten. Es ist unklar, ob diese jährliche Impfung aus einer oder zwei Spritzen bestehen wird.

Filme
Rahat, die Beduinenstadt in Israels Negevwüste, veranstaltet im Februar an vier Wochenenden ihr erstes Filmfestival überhaupt. Rund 40 Filme, darunter aus dem Iran, Italien, Frankreich, dem Kosovo, Spanien und Saudi-Arabien, werden dann im Rahat Center for Fine Arts gezeigt, das erst vor einem Jahr eröffnet wurde. Bei der Veranstaltung wird es auch eine Premierenvorführung von Jirah geben, ein Dokumentarfilm des Filmemachers Yosef Abu Medigam, der aus Rahat stammt. Die einzige Beduinenstadt der Welt versucht mit verschiedenen Mitteln, den Tourismus anzukurbeln.

Gemeinde
Trotz regelmäßiger Raketenangriffe soll es eine neue israelische Gemeinde in der Nähe des Gazastreifens geben. Die Regierungsminister stimmten Anfang der Woche dafür. Die neue Ansiedlung wird den Namen Hanon tragen und im Regionalrat von Sdot Negev in der Nähe des Kibbuz Sa’ad liegen. Eine Regierungserklärung besagt, dass die Gemeinde 500 Familien beherbergen soll. Das Gebiet um den von der Hamas kontrollierten Streifen, der auf Hebräisch als »Gaza-Umschlag« bekannt ist, wird häufig aus dem Hamas-kontrollierten Gebiet beschossen, auch in den vergangenen Tagen. »Die Gründung der Gemeinschaft ist ein weiterer Beweis für die Widerstandsfähigkeit dieser Gegend und die Macht des Staates Israel. Wir sind stolz darauf, Israel aufzubauen, und wir sind stolz, die Besiedlung in allen Teilen unseres Landes zu stärken«, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Supermarkt
Finanzminister Bezalel Smotrich hat dem US-Einkaufsgiganten Costco vorgeschlagen, im israelischen Markt aktiv zu werden. In einem Brief an die Geschäftsleitung schrieb er: »Die israelische Regierung hat sich mehrere Ziele gesetzt, von denen eines darin besteht, die Lebenshaltungskosten zu senken und den Wettbewerb auf dem israelischen Lebensmittel­einzelhandelsmarkt zu erhöhen.« Costco hat 848 Filialen auf der ganzen Welt. Man betrachte dies als eine »für beide Seiten vorteilhafte Gelegenheit«. Im vergangenen Jahr hatten die beiden internationalen Einzelhandelsketten Carrefour aus Frankreich und Spar aus Holland bekannt gegeben, ihre Produkte auch in Israel zu vertreiben, allerdings bislang lediglich in israelischen Ketten.

Interview
Mehrere Monate nach seinem Rücktritt aus der Politik hat der ehemalige Premierminister Naftali Bennett der rechten Partei Jamina sein öffentliches Schweigen mit einem fünfstündigen Interview gebrochen. Er gab Fehler zu und drückte zudem seine Sorge über die zutiefst gespaltene Gesellschaft aus. Die derzeitige Regierung bat er, damit aufzuhören, »rachsüchtig zu handeln«. Das Interview, das der Autor und Komiker Hanoch Daum führte, wurde vollständig auf YouTube veröffentlicht. Und obwohl Bennett sich nicht eindeutig äußerte, ließ er eigentlich durchblicken, dass er vorhabe, in die Politik zurückzukehren. Bennett hatte im Rotationsverfahren mit Yair Lapid der breitesten Koalition vorgesessen, die Israel jemals regiert hatte.

Berlin

Zentralrat der Juden: Das Ende des Mullah-Regimes liegt in unserem nationalen Interesse

Zentralratspräsident Josef Schuster sieht in den militärischen Angriffen der USA und Israels auf den Iran die Chance, das Mullah-Regime endlich zu beenden

von Jürgen Prause  02.03.2026

Interview

»Dieses Regime darf keine Zukunft haben«

Der Grünen-Politiker Omid Nouripour über die Chancen auf einen Regimewechsel im Iran und die Maßnahmen, die Deutschland jetzt treffen sollte

von Michael Thaidigsmann  02.03.2026

Luftfahrt

Bericht: Israels Staatsflugzeug zum Berliner Flughafen gebracht

Wegen des Kriegs gegen den Iran: »Flügel Zions« parkt nun am Flughafen BER

 02.03.2026

Israel

El Al bereitet Rückholaktion für gestrandete Passagiere vor

Alle Flüge sind gestrichen. El Al stoppt den Ticketverkauf, um zuerst Passagiere im Ausland nach Israel zurückzubringen

von Imanuel Marcus  02.03.2026 Aktualisiert

Botschafter Ron Prosor: Das Regime in Teheran steht mit dem Rücken zur Wand

Interview

»Ich bin für die klare Haltung Deutschlands dankbar«

Israels Botschafter Ron Prosor zu deutschen Reaktionen nach den Angriffen auf den Iran, zur Sicherheitslage israelischer und jüdischer Einrichtungen sowie zu einer Nachricht zu Purim

von Detlef David Kauschke  02.03.2026

Genuss

Kultivierter Rausch

Auch an Purim greifen viele Israelis zu heimischen Boutique-Weinen – die immer besser werden. Eine Entdeckungsreise zu kleinen Weingütern, wo Winzer mit Pioniergeist den Geschmack Israels neu definieren

von Sabine Brandes  02.03.2026

Krieg gegen Iran

Trump: »Die große Welle kommt erst noch«

Der US-Präsident hat noch umfassendere Angriffe gegen das Mullah-Regime in Teheran angekündigt und schließt auch den Einsatz von Bodentruppen nicht aus

 02.03.2026

Nahost

»Im Iran ist derzeit nichts unmöglich«

Die israelische Expertin für die Islamische Republik und iranische Achse, Sima Shine, erläutert, wie es um das Regime in Tehran bestellt ist

von Sabine Brandes  02.03.2026

Nahost

An Tag 3 des Iran-Kriegs wird eine neue Front eröffnet

Die Operationen »Roaring Lion« und »Epic Fury« haben dem iranischen Regime bereits empfindliche Schläge zugefügt. In Israel kam es bei Gegenangriffen zu Toten und Verletzten

von Imanuel Marcus  02.03.2026