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Magie, Titel, Sonne

»Schwurschale« mit Zaubersprüchen
»Schwurschale« mit Zaubersprüchen Foto: Yoli Schwartz, Israel Antiquities Authority

Magie
Seltene und verzierte Artefakte, darunter antike Schalen, die etwa 1500 Jahre alt sind und »Zaubersprüche« tragen, wurden in einem Wohnhaus in Jerusalem entdeckt. Die israelische Altertumsbehörde erklärte, die Gegenstände bestünden aus Knochen und Elfenbein. Sie wurden bei einem Bewohner beschlagnahmt, der verdächtigt wird, illegal mit Antiquitäten gehandelt zu haben. Die Schalen, die als »Schwurschalen« bekannt sind, wurden in der Antike als Amulette verwendet und stammen aus dem 4. bis 8. Jahrhundert n.d.Z. Es war üblich, sie unter dem Hausboden zu vergraben. Die Schalen trugen Inschriften in babylonisch-aramäischer Sprache. Die Zaubersprüche waren dazu bestimmt, Flüche, Dämonen, Krankheiten und Schädlinge zu bekämpfen.

Titel
Die Open University, eine israelische Fernstudieneinrichtung, darf ab nächstem Jahr Doktortitel verleihen – zunächst im Fach Pädagogik. Der israelische Rat für Hochschulbildung hatte die Empfehlung eines Expertengremiums gebilligt. Demnach solle die Uni ihren ersten Promotionspfad für ein Programm öffnen, das sich auf Technologie und Lernsysteme konzentriert. Das Gebiet sei »allgemein und insbesondere im Zeitalter von Covid von großer Bedeutung«, so das Gremium. Die Open University erlegt Studenten im Grundstudium keine Zulassungsvoraussetzungen auf, jeder kann sich für Kurse anmelden. Außerdem ist es den Studenten möglich, in ihrem eigenen Tempo zu lernen, ohne auf dem Campus anwesend zu sein. Die Uni wurde 1974 gegründet, seit 1980 ist sie für Bachelor- und seit 1997 für Masterstudien zertifiziert.

Krankheit
Bei einem vierjährigen Jungen aus Jerusalem, der nicht gegen Polio geimpft war, wurde jetzt das Virus diagnostiziert. Es ist der erste Fall in Israel seit 1988. Das teilte das Gesundheitsministerium mit, das eine epidemiologische Untersuchung einleitete und in engem Kontakt mit dem Kind und seiner Familie steht. Zunächst war nicht bekannt, welche Symptome der infizierte Junge entwickelt hat. Er befindet sich nicht im Krankenhaus. Das Kind ist mit einer mutierten Form des Virus infiziert. In den 80er-Jahren hatte Israel die Krankheit durch eine offensive Impfkampagne weitgehend ausgerottet.

Sonne
Israels Nationaler Planungs- und Baurat hat sich dafür ausgesprochen, einen Antrag des Finanzministeriums auf Ausweisung zusätzlicher Flächen für Solaranlagen zur Stromerzeugung bis Ende des Jahres zu verschieben. Bei der Abstimmung wurde deutlich, dass weniger als ein Viertel der mehr als 2000 Hektar zusätzlichen Flächen, die vor etwa 18 Monaten für Solarenergieanlagen reserviert wurden, tatsächlich genutzt worden sind. Der Rat beschloss, bis Ende des Jahres zu warten, um festzustellen, ob die zusätzlichen Flächen, die das Ministerium vergeben will, wirklich benötigt werden. Etwa 4700 Hektar wurden bisher für Fotovoltaik-Anlagen genehmigt, aber am Dienstag sagte das Finanzministerium, dass weitere 2000 Hektar benötigt würden, um das Ziel zu erreichen, bis Ende des Jahres 30 Prozent des gesamten Stroms aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen.

Sprache
Arbeiter in Gaza wollen Hebräisch lernen. Die Nachfrage nach den Kursen im Nafha-Sprachzentrum in Gaza-Stadt steigt, seit Israel vermehrt Arbeitserlaubnisse ausstellt. Derzeit gibt es rund 10.000 Genehmigungen, die es Bewohnern des Gazastreifens ermöglichen, die Grenze für die Arbeit zu überqueren. In der von der Hamas beherrschten Enklave leben etwa 64 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Ahmed Al-Faleet, der Besitzer des Zentrums, sagte, die Zahl der Personen, die Hebräisch lernen möchten, habe sich vervierfacht und sei seit dem letzten Quartal 2021 auf 160 Studenten pro Kurs angestiegen.

Betrug
Ein Ehepaar aus Zentralisrael ist wegen eines mutmaßlichen Versicherungsbetrugs festgenommen worden. Beide hätten ihren eigenen Tod nicht weniger als sechs Mal vorgetäuscht, erklärte die israelische Polizei. Das Paar, in den Dreißigern, habe routinemäßig medizinische und polizeiliche Dokumente gefälscht, aus denen hervorgeht, dass einer von ihnen bei einem tödlichen Autounfall ums Leben gekommen war, um die private Unfallversicherung zu kassieren. Den Ermittlern zufolge sei es den beiden gelungen, mehrere Millionen Schekel von verschiedenen Versicherungsgesellschaften zu erhalten. Nach wochenlangen Ermittlungen sind die Frau und der Mann festgenommen worden. Ihre Vermögenswerte und Bankkonten wurden eingefroren.

Westjordanland

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Jahrestag

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Gedenken

»Berlin steht fest an Israels Seite«

Regierender Bürgermeister Kai Wegner besucht zum Jahrestag des 7. Oktobers den Geiselplatz in Tel Aviv und erhält die Medaille der Stadt

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Grausamer Plan

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Der Akademiker plante, Hunderte Araber zu töten und viele Unterstützer zu gewinnen. Die Bar-Ilan-Universität zeigt sich »zutiefst entsetzt«

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Gaza

Hamas: Sinwars »rechte Hand« überlebt israelischen Angriff

Bei einem israelischen Luftangriff in dem Palästinensergebiet sollen am Wochenende mehrere Menschen getötet worden sein. Israel zielte auf den ranghöchsten Hamas-Führer in dem Küstenstreifen ab – doch der hat wohl überlebt

 06.10.2026

Be’eri

»Ich musste ihre Geschichte erzählen«

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Geiseln

Überlebt

505 Tage war Omer Shem Tov in der Gewalt der Hamas in Gaza. Seine Schilderungen zeigen, wie leicht es sich all jene machen, die bei der Bewertung des Krieges die perfide Taktik der Terroristen ausblenden

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Interview

»Wir haben Angst, dass Shani und Carolin vergessen werden«

Sonja Bohl-Dencker und Ricarda Louk leben seit dem 7. Oktober mit einer unvorstellbaren Wunde – dem Tod ihrer Töchter, die von Hamas-Terroristen ermordet wurden

von Sophie Albers Ben Chamo  06.10.2026

7. Oktober

»Ich hatte keine Ahnung, wie sehr wir gehasst wurden«

Unsere Autorin ist an der Grenze zu Gaza aufgewachsen und lebt heute in Berlin. Hier beschreibt sie, wie das Hamas-Massaker ihr Leben verändert hat – und was es mit ihr macht, dass sie und ihr Land plötzlich weltweit als genozidal verleumdet werden

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