Regierung

Länger als Ben Gurion

Wer hätte das gedacht, als Benjamin Netanjahu die letzte Koalition auf wackelige Beine brachte. Gerade einmal 61 von 120 Mandaten bekam er nach der Wahl im März 2015 zusammen. Doch trotz aller Unkenrufe wird es der amtierende Regierungschef Israels am morgigen Sonntag geschafft haben, den Gründervater David Ben Gurion zu überholen.

Netanjahu bricht den Rekord von Ben Gurions zweiter Amtsperiode in Sachen Dauer. Auch für Netanjahu ist es die zweite Regierungszeit. Mit 2.790 Tagen wird er morgen zum Ministerpräsidenten mit der längsten ununterbrochenen Regierungszeit.

Rekord Er hatte am 31. März 2009 auf dem Chefsessel Platz genommen und zwischendurch drei Wahlen gewonnen. In der Welt steht der Israeli damit von Hunderten Staatsoberhäuptern an 61. Stelle. Den Rekord des am längsten dienenden Premierminister indes hält noch immer Ben Gurion – und wird es auch noch eine Weile.

Von Mai 1948 bis Januar 1954 und danach von November 1955 bis Juni 1963 regierte Ben Gurion insgesamt mehr als zwölfeinhalb Jahre lang den jüdischen Staat.

Wollte Netanjahu auch diesen Rekord brechen, müsste er noch 972 Tage, rund zweieinhalb Jahre, an der Spitze sein. Eine Beschränkung der Zahl der Amtsperioden für den Premierminister gibt es in Israel nicht.

Israel

Netanjahu macht Krebsbehandlung öffentlich

Der Ministerpräsident wurde wegen eines bösartigen Prostatatumors behandelt

 24.04.2026

Tel Aviv

El Al baut Flugverkehr wieder aus: 40 Ziele bis nächste Woche

Nach Angaben der Fluglinie soll das Angebot im Laufe des Monats weiter wachsen. Es sei denn, die Sicherheitslage verändert sich wieder

 24.04.2026

Jerusalem

Ein Diplomat für die christliche Welt

George Deek soll als Sondergesandter Schadensbegrenzung betreiben und »die Beziehungen weltweit vertiefen«

von Sabine Brandes  23.04.2026

Untersuchungskommission

Hamas-Massaker: Unruhen im Gerichtssaal

Israel ist noch immer auf der Suche nach Antworten für die Versäumnisse vor dem 7. Oktober

von Sabine Brandes  23.04.2026

Jom Haazmaut

Trump erhält Israel-Preis für besondere Verdienste um das jüdische Volk

Nach Angaben des israelischen Bildungsministeriums erhält der amerikanische Präsident den Preis in der Kategorie »besondere Verdienste um das jüdische Volk«

 23.04.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« kooperiert mit katholischer »Tagespost«

Ein Zeichen gegen Antisemitismus: »Die Tagespost« legt ihren Abonnenten die »Jüdische Allgemeine« kostenlos bei. Hinter der Aktion steckt unter anderem ein rundes Jubiläum

von Hannah Krewer  23.04.2026

Jom Haazmaut

Herzog ehrt Soldaten am Unabhängigkeitstag – Armee zu neuer Offensive bereit

»Herausragende Soldaten lernen in normalen Jahren die Schlachten der Vergangenheit – aber ihr kämpft die Schlachten, die künftige Generationen studieren werden«, sagt der Präsident zu IDF-Angehörigen

 23.04.2026

Israel

Ein Kind nach dem Tod

Israelische Richter erlauben der Familie der getöteten Geisel Yotam Haim die Verwendung von dessen Sperma, um einen Enkel zu zeugen

von Sabine Brandes  23.04.2026

Krieg gegen Iran

Medienbericht: Trump will Mullahs nur wenige Tage Zeit geben

Als der US-Präsident am Dienstag einseitig eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran verkündete, nannte er keine neue Frist. Unbegrenzt verlängern, will er sie US-Medien zufolge aber nicht

 22.04.2026