Israel

Kurz gemeldet

Isaac Herzog, Natan Sharansky und US-Botschafter David Friedman (v.l.) am Sonntag in Jerusalem Foto: Flash 90

Drohne
Die israelische Armee bestätigte am Sonntag, dass ihre Luftabwehr auf eine syrische Drohne gefeuert hat, die sich der nördlichen Grenze zu Israel genähert hatte. Eine Patriot-Rakete wurde abgefeuert, um die Drohne noch in syrischem Luftraum zu zerstören, doch sie verfehlte ihr Ziel. Das unbemannte Flugobjekt änderte daraufhin seinen Kurs und drehte ab. »Die Armee wird keinen Bruch der israelischen Souveränität hinnehmen und alle Versuche stoppen, die darauf ausgerichtet sind, israelische Bürger zu schädigen«, heißt es in einer Erklärung der IDF. Im vergangenen November war eine iranische Drohne, die aus Syrien losgeschickt worden war, nach Israel geflogen und von einer Patriot-Abwehrrakete abgeschossen worden.

Ernennung
Isaac Herzog ist neuer Chef der Jewish Agency. Der Politiker wurde einstimmig ernannt. Herzog ersetzt Natan Sharansky, der neun Jahre lang an der Spitze der Organisation gestanden hatte. Bis zur letzten Minute hatte sich Premier Benjamin Netanjahu gegen Herzog eingesetzt und versucht, einen eigenen Kandidaten durchzudrücken. Ein Findungskomitee jedoch entschied – zum ersten Mal in 23 Jahren – gegen den Willen des Regierungschefs. Viele Leiter jüdischer Gruppierungen in den USA zeigten sich erfreut über die Wahl des derzeitigen Oppositionsführers und beglückwünschten Herzog. Die Beziehungen zwischen Israel und den amerikanischen Juden sind wegen der rechtsgerichteten Politik der Regierung in den vergangenen Jahren oft schwierig gewesen. Herzog sagte nach seiner Ernennung: »Die Jewish Agency ist eine enge Brücke, die den Staat Israel mit den jüdischen Menschen verbindet – wo auch immer sie sein mögen. Diese Brücke und unser Volk sind großen Herausforderungen ausgesetzt. Sie sind in Gefahr, und wir müssen alles tun, damit wir eine Einheit herstellen, besonders für die junge Generation.« Unter großem Applaus fügte er hinzu: »Ein Jude ist ein Jude – egal, welcher Strömung er angehört oder welche Kippa er auf seinem Kopf trägt.«

Auto
Er sagt, es war ein Unfall. Die Ermittler meinen, es könnte auch ein Terroranschlag gewesen sein. Ein 21-jähriger Palästinenser war in der Nacht zum Sonntag in eine Gruppe von Soldaten gefahren. Vier Soldaten wurden dabei leicht verletzt. Der Vorfall hatte sich am Ortseingang zum Dorf Husan im Westjordanland ereignet. Der Fahrer des Wagens war zunächst geflohen, stellte sich jedoch einige Stunden später der Polizei und gab an, dass er die Soldaten nicht gesehen und es sich um einen Verkehrsunfall gehandelt habe. Der Likud-Abgeordnete Yehuda Glick postete anschließend auf seiner Facebook-Seite einen Text der Bewohner des Dorfes auf Englisch und schrieb dazu: »Von meinen Freunden aus Husan«. In der Botschaft erläutern die Anwohner, dass sie die Offiziere schon lange davor gewarnt haben, dass Soldaten nachts auf den Straßen Patrouille laufen, weil diese kurvig und schwer einzusehen sind. Außerdem würden die Fahrer oft zu schnell fahren. Der Unfallverursacher war geflohen, weil er Angst hatte, von den anderen Soldaten erschossen zu werden. Die Anwohner allerdings hätten den Soldaten sofort Erste Hilfe geleistet und einen Krankenwagen gerufen. »Es war aber ein Unfall und kein Terroranschlag.« Die Nachrichtensendung Chadaschot berichtete, dass der Fahrer den Sicherheitsbehörden bekannt war.

Bier
Streng nach dem Reinheitsgebot: Aus Anlass des 70. Jubiläums der Gründung des Staates Israel entwickeln eine deutsche und eine israelische Brauerei gemeinsam ein Geburtstagsbier mit Namen »70«. Der israelische Partner des Projekts ist die Mikrobrauerei Alexander Beer aus Emek Hefer, die schon viele internationale Preise gewonnen hat. Deutschland wird von der Faust-Brauerei vertreten, die seit über 360 Jahren im unterfränkischen Miltenberg ansässig ist. Braumeister Cornelius Faust ist eigens zum gemeinsamen Brauen nach Israel gereist. Natürlich wird das Festbier in Israel ganz nach deutscher Biertradition gebraut. Das Projekt entstand auf Initiative und mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Tel Aviv.

Kommentar

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