EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 53 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 48 Sitze

Israel

Kurz gemeldet

Gal Gadot in ihrer Rolle als »Wonder Woman« Foto: dpa

Entscheidung
Gal Gadot macht ihrem Titel als »Wonder Women« alle Ehre. Die israelische Schauspielerin droht damit, die Fortsetzung des gleichnamigen Kino-Hits nicht drehen zu wollen. Grund ist Brett Ratner, dem sexuelle Übergriffe gegen Frauen vorgeworfen werden. Der amerikanische Produzent hatte den Film Wonder Woman gemeinsam mit Warner Bros. finanziert. Gadot jedoch will ihren Prinzipien – dazu gehört die Stärkung von Frauen – treu bleiben. Vor Kurzem hatte sie bereits die Teilnahme an einem Hollywood-Abend abgesagt, bei dem Ratner ein Preis überreicht werden sollte.

Beben
Das Erdbeben der Stärke 7,3, das am frühen Morgen die Grenzregion zwischen Iran und Irak erschütterte, war auch in Israel zu spüren. Von Haifa bis nach Beer Sheva in der Negevwüste berichteten Einwohner in den sozialen Medien erschrocken von ihren Erlebnissen. Vor allem Bewohner oberer Stockwerke in Hochhäusern beschrieben, dass ihre Gebäude einige Sekunden lang schwankten. Israel liegt auf der syrisch-afrikanischen Spalte, die durch das Tote Meer zwischen Israel und Jordanien verläuft. Experten warnen schon seit Langem, dass ein schweres Erdbeben in dieser Region bevorsteht. Das letzte ereignete sich im Jahr 1927. Im Iran wurden bislang mehr als 300 Menschen getötet und Tausende verletzt. In Israel entstand kein Schaden.

Verhör
Premierminister Benjamin Netanjahu ist Ende vergangener Woche zum fünften Mal verhört worden. Polizeibeamte der Spezialeinheit für Korruption »Lahav 433« befragten ihn vier Stunden lang in seiner Residenz in Jerusalem. Thema dabei sollen nach Angaben verschiedener Medien die vermeintlichen Geschenke an die Familie Netanjahu gewesen sein, auch als Fall 1000 und 2000 bezeichnet. Netanjahu versicherte wie bereits bei den vorherigen Verhören, dass »nichts dabei herauskommen wird, weil es gar nichts gibt«. Nur zwei Tage davor wurden zwei seiner engsten Vertrauten ebenfalls vernommen. Hierbei geht es um die sogenannte U-Boot-Affäre. Die Behörden vermuten, dass bei dem Kauf der Gefährte aus Deutschland Korruption eine große Rolle gespielt hat.

Jerusalem

Israels Wahlergebnis bleibt offen, mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt

Mit wie vielen Sitzen kann das Netanjahu-Lager rechnen? Wie sieht das bisherige Ergebnis der Opposition aus?

 28.10.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Bis zu 650.000 »Sonderstimmen« könnten Israels Wahlergebnis noch verändern

Die Stimmen von Soldaten, Reservisten und weiteren Wahlberechtigten, die nicht in ihrem regulären Wahllokal abstimmen konnten, müssen noch einbezogen werden

 28.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will rasch neue Regierung in Israel bilden

Netanjahus Lager verliert die Mehrheit, doch auch Ex-Militärchef Eisenkot kann mit seinem Lager nicht allein regieren. Dennoch erklärt er, schon bald eine Koalition schmieden zu wollen

 28.10.2026

Jerusalem

Vorfälle bei Parlamentswahl

Für die große Mehrheit der Israelis verlief der Wahltag friedlich. Es gab jedoch Einschüchterungsversuche und sogar Angriffe

 28.10.2026

Jerusalem

Benjamin Netanjahu bei Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

Bleibt der heutige Ministerpräsident an der Macht? Oder kommt es zum Regierungswechsel? Der Politikveteran gibt sich in der Wahlnacht trotz unklarem Ausgang siegesgewiss

 28.10.2026 Aktualisiert

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Israel

Wahltag in Blau-Weiß

Bis zuletzt warben die Parteien vor den Wahllokalen um Stimmen - und von denen gab es viele zu holen: Die Wahlbeteiligung war so hoch wie seit 1988 nicht mehr. Ein 94-Jähriger gab seine Stimme mit letzter Kraft ab und starb kurz darauf

von Sabine Brandes  27.10.2026

Knesset-Wahl

Eisenkot will Netanjahu ablösen

Netanjahus Likud liegt zwar laut ersten Prognosen vorn, doch seinem Lager fehlen viele Sitze zur Mehrheit. Ex-Militärchef Eisenkot will die Regierung ablösen – doch gelingt ihm das?

 27.10.2026

Knesset-Wahl

Lapid: Öffentlichkeit hat Netanjahu-Lager »nach Hause geschickt«

Netanjahus Likud-Partei wurde zwar stärkste Kraft im Parlament, kommt aber mit ihren Partnern nicht auf eine Mehrheit. Die Opposition sagt, seine Regierung sei damit »gefeuert«.

 27.10.2026