Israel

Kurz gemeldet

Gal Gadot in ihrer Rolle als »Wonder Woman« Foto: dpa

Entscheidung
Gal Gadot macht ihrem Titel als »Wonder Women« alle Ehre. Die israelische Schauspielerin droht damit, die Fortsetzung des gleichnamigen Kino-Hits nicht drehen zu wollen. Grund ist Brett Ratner, dem sexuelle Übergriffe gegen Frauen vorgeworfen werden. Der amerikanische Produzent hatte den Film Wonder Woman gemeinsam mit Warner Bros. finanziert. Gadot jedoch will ihren Prinzipien – dazu gehört die Stärkung von Frauen – treu bleiben. Vor Kurzem hatte sie bereits die Teilnahme an einem Hollywood-Abend abgesagt, bei dem Ratner ein Preis überreicht werden sollte.

Beben
Das Erdbeben der Stärke 7,3, das am frühen Morgen die Grenzregion zwischen Iran und Irak erschütterte, war auch in Israel zu spüren. Von Haifa bis nach Beer Sheva in der Negevwüste berichteten Einwohner in den sozialen Medien erschrocken von ihren Erlebnissen. Vor allem Bewohner oberer Stockwerke in Hochhäusern beschrieben, dass ihre Gebäude einige Sekunden lang schwankten. Israel liegt auf der syrisch-afrikanischen Spalte, die durch das Tote Meer zwischen Israel und Jordanien verläuft. Experten warnen schon seit Langem, dass ein schweres Erdbeben in dieser Region bevorsteht. Das letzte ereignete sich im Jahr 1927. Im Iran wurden bislang mehr als 300 Menschen getötet und Tausende verletzt. In Israel entstand kein Schaden.

Verhör
Premierminister Benjamin Netanjahu ist Ende vergangener Woche zum fünften Mal verhört worden. Polizeibeamte der Spezialeinheit für Korruption »Lahav 433« befragten ihn vier Stunden lang in seiner Residenz in Jerusalem. Thema dabei sollen nach Angaben verschiedener Medien die vermeintlichen Geschenke an die Familie Netanjahu gewesen sein, auch als Fall 1000 und 2000 bezeichnet. Netanjahu versicherte wie bereits bei den vorherigen Verhören, dass »nichts dabei herauskommen wird, weil es gar nichts gibt«. Nur zwei Tage davor wurden zwei seiner engsten Vertrauten ebenfalls vernommen. Hierbei geht es um die sogenannte U-Boot-Affäre. Die Behörden vermuten, dass bei dem Kauf der Gefährte aus Deutschland Korruption eine große Rolle gespielt hat.

Interview

»Die AfD verrät immer wieder unsere nationalen Interessen«

CDU-Fraktionschef Jens Spahn über das Gedenken am 27. Januar, linken Lifestyle-Antisemitismus, die Frage nach einer Zusammenarbeit mit der AfD und Versäumnisse der CDU in der Migrationspolitik

 27.01.2026

Nahost

Israel bereitet Evakuierung Zehntausender Touristen für Ernstfall vor

Nach Angaben des Generaldirektors des israelischen Tourismusministeriums, Michael Izhakov, existiert ein detaillierter Notfallplan für den Fall, dass der Luftraum geschlossen werden muss

 27.01.2026

Meinung

Israel hat seine Zukunft zurück

Ran Gvili, die letzte Geisel in Gaza, wurde geborgen und nach Israel überführt.

von Sabine Brandes  26.01.2026

Die letzte Geisel in Gaza

»Er ging als Erster – er kommt als Letzter zurück«

Ran Gvili war Polizist einer Eliteeinheit, der trotz gebrochener Schulter in den Kampf zog

von Sabine Brandes  26.01.2026 Aktualisiert

Gazastreifen

Armee hat Leichnam von Ran Gvili geborgen

Die sterblichen Überreste der letzten Geisel werden zur Beerdigung nach Israel zurückgebracht

 27.01.2026 Aktualisiert

Tel Aviv/Frankfurt

Sicherheitsbedenken: Weitere Airlines setzen Nachtflüge nach Israel aus

Betroffen ist neben der ITA und der KLM auch die Lufthansa

 26.01.2026

Europäische Rabbinerkonferenz

»Israel ist unverzichtbar für unseren Zusammenhalt«

Der Dachverband orthodoxer Rabbiner in Europa wird in diesem Jahr 70 - zu seiner 33. Generalversammlung in Jerusalem werden rund 400 Teilnehmer erwartet

 26.01.2026

Tel Aviv

Ex-Geisel Daniella Gilboa nimmt Lied auf

Mit dem noch unbetitelten Song will sie ihre fast 500 Tage andauernde Zeit in Geiselhaft im Gazastreifen verarbeiten

 26.01.2026

Jerusalem

Ist das Iron Dome-System israelisch oder amerikanisch?

Donald Trump sagt in Davos: »Bibi, hör auf, dir die Lorbeeren für den Dome zu holen. Das ist unsere Technologie, das ist unser Zeug.« Stimmt dies?

 26.01.2026