Israel

Kurz gemeldet

Tausende demonstrierten am Samstagabend auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv. Foto: Flash 90

Demonstration
Was Trump und Netanjahu nicht mehr sagen wollen, forderten sie laut: Rund 15.000 Menschen demonstrierten am Samstagabend auf dem Tel Aviver Rabinplatz für eine Zweitstaatenlösung und das Ende der Besatzung palästinensischer Gebiete durch Israel. Verschiedene Politiker der Opposition, darunter deren Anführer Isaac Herzog, sprachen auf der Demo vor dem Rathaus. Der Protest war von der Friedensinitiative »Peace Now« initiiert worden.

Hungerstreik
Der Hungerstreik in israelischen Gefängnissen ist vorbei. Nach 40 Tagen beendeten die palästinensischen Häftlinge in der Nacht zum Samstag ihren Protest. Einige von ihnen waren zwischenzeitlich medizinisch behandelt worden. Obwohl israelische Politiker betonten, es werde keine Verhandlungen geben, hatten hinter den Kulissen seit Tagen Gespräche stattgefunden. Jerusalem erreichte schließlich eine Vereinbarung mit dem Internationalen Roten Kreuz und der Palästinensischen Autonomiebehörde, heißt es in Medienberichten. Die Gefangenen und deren Anführer Marwan Barghouti hatten unter anderem häufigere Besuche ihrer Familien, das Aufstellen von Bezahltelefonen in den Zellenfluren und ein Ende der Einzelhaft gefordert. Das Ende des Streiks fiel mit dem Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan zusammen.

Seilbahn

Jerusalem soll eine neue Attraktion bekommen. Passend zum 50. Geburtstag der Vereinigung der Stadt beschloss die Knesset, dass eine Seilbahn zur Kotel gebaut werden darf. Tourismusminister Yariv Levin hatte das Projekt vorgeschlagen. Die Kosten werden auf insgesamt rund 50 Millionen Euro geschätzt. Der Minister sprach von einer »revolutionären Idee«, für die es keinen besseren Moment als den jetzigen gäbe. »Die zukünftige Seilbahn wird das Gesicht der Stadt verändern. Sie erleichtert es Touristen und allen Gästen, an die Klagemauer zu gelangen«, versprach der Minister. Die Bahn soll auf 1,4 Kilometern von der Ausgehmeile »First Station« via Ölberg zum Dungtor verlaufen und damit die überfüllten engen Gassen der Jerusalemer Altstadt entlasten. Die ersten Gondeln sollen 2021 fahren.

Test
Israel hat am Montag ein Raketenvortriebssystem getestet. Das bestätigte das Verteidigungsministerium. »Der Test ist im Vorfeld von den Sicherheitsbehörden eingeleitet worden und verlief wie geplant«, lautete die kurze Nachricht aus dem Ministerium. Augenzeugenberichten zufolge wurde der Test vom Flugstützpunkt Palmachim im Zentrum des Landes aus durchgeführt. Das Projektil war am Himmel mit dem bloßen Auge zu erkennen.

Verhör
Er ist bereits einmal wegen Korruption verurteilt. Zwar hat er seine Strafe abgesessen, doch jetzt muss sich Innenminister Arie Deri erneut mit den Ermittlungsbehörden auseinandersetzen. Diese verhörten ihn und seine Frau Jaffa am Montagmorgen wegen des Verdachts der Korruption. Deri ist nicht der Einzige, den die Polizei aussagen ließ. 14 Personen sind im Vorfeld festgenommen worden, darunter Offizielle des Ministeriums für die Entwicklung Galiläas und des Negev, das zuvor von Deri geleitet worden war. Deri ist Vorsitzender der ultraorthodoxen sefardischen Partei Schas. Die Vorwürfe gegen ihn beziehen sich dieses Mal auf vermeintlich unsaubere Immobiliendeals und eventuelle Steuerhinterziehung. Die Ermittlungen, so geben die Behörden an, hätten bereits vor mehr als einem Jahr begonnen.

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