Israel

Kurz gemeldet

Protestierende am Sonntagabend vor der US-Botschaft in Tel Aviv Foto: Flash 90

Demonstration
Einige Dutzend Protestierende haben am Sonntagabend vor der amerikanischen Botschaft in Tel Aviv gegen den Bann von Muslimen durch US-Präsident Donald Trump demonstriert. Mit Schildern wie »Refugees welcome« und »Liebe für Flüchtlinge – ihr seid willkommen«, äußerten die Leute ihren Unmut in Bezug auf die neue Regelung der USA. Organisator Eliot Glassenberg meinte: »Die Menschen in Israel sind bequem geworden. Doch wir wollen hiermit auch eine Botschaft an die Juden schicken, die in den USA gegen Trump protestieren. Wir hoffen, sie wachen auch in Bezug darauf auf, was hier in Israel geschieht.«

Rückkehr
Ehud Barak ist zurück. Zwar ist noch nicht ganz klar, was der einstige zweimalige Premier und Verteidigungsminister genau plant, doch er erscheint wieder auf der öffentlichen Bildfläche. Vor allem kritisiert er die derzeitige israelische Regierung in Tweets sowie in Zeitungs- und Fernsehinterviews. Jetzt zeigte er sich bei einer Veranstaltung der Arbeitspartei. Deren Vorsitzender Isaac Herzog drängte ihn, wieder beizutreten. Barak war lange Jahre Mitglied und auch Chef der Partei. Zuvor hatte sich der Ex-Politiker mehrfach mit Stav Shaffir getroffen, einer jungen Parteigenossin und Knessetabgeordneten. Man munkelt, dass er Shaffir auffordern will, nach oben zu streben, um frischen Wind in die Arbeitspartei zu bringen.

Essay

Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

Unsere Autorin ist in dem Kibbuz aufgewachsen, der durch das Massaker traurige Bekanntheit erlangte. Eines der prägendsten Feste ihrer Kindheit war das Wochenfest – wird jene Freude je wieder zurückkehren?

von Eshkar Eldan Cohen  21.05.2026

Wahlen

Arabisch-israelisches Zünglein an der Waage?

Der Aktivist Yoseph Haddad will den Sprung in die Politik wagen und könnte im festgefahrenen Rennen um die Knesset entscheidend sein

von Sabine Brandes  21.05.2026

Aschkelon

Israel schiebt Hunderte Flottillen-Aktivisten ab

Während die ausländischen Flottillenaktivisten vom Flughafen Ramon aus ausgeflogen werden, steht die israelische Teilnehmerin Zohar Regev in Aschkelon vor Gericht

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Jerusalem

»Nicht das Gesicht Israels«: Sturm der Entrüstung gegen Ben-Gvir

Der rechtsextreme Politiker steht in der Kritik, weil er ein Video veröffentlichte, in dem Aktivisten der Gaza-Flotille gedemütigt werden. Auch Regierungschef Benjamin Netanjahu distanzierte sich von seinem Minister

von Sabine Brandes  21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026

Meinung

Das entspricht nicht der Essenz unseres Landes!

Man muss keine Sympathie für die Aktivisten der Gaza-Flotille haben, um die Art abzulehnen, wie Itamar Ben-Gvir mit ihnen umgegangen ist. Der Minister hat dem Ansehen Israels geschadet

von Sarah Cohen-Fantl  21.05.2026

Herzliya

Israelische Studie: Sexy Profilbilder können Dating-Erfolg mindern

Eine Untersuchung der Reichman University zeigt: Stark sexualisierte Fotos in Dating-Profilen erzeugen zwar Aufmerksamkeit, schmälern aber die Chancen auf eine ernsthafte Beziehung

 21.05.2026

Würdigung

»Wo andere laut schweigen, lässt sie sich nicht unterkriegen«

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland würdigt in seiner Laudatio auf die Jüdische Allgemeine die Verdienste der Redaktion - und ihren Mut

von Abraham Lehrer  21.05.2026