EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 56 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 48 Sitze.

Israel

Kurz gemeldet

»Die Hauptstadt, in die ich gehe, ist Tel Aviv«: James Mattis, designierter US-Verteidigungsminister Foto: dpa

Angriff
Syrien hat Israel beschuldigt, es angegriffen zu haben. Am Freitag erklärte die Regierung in Damaskus, dass Israel in der Nähe eines großen Militärflughafens Raketen abgefeuert und damit einen Brand entfacht habe. Nun warnt Syrien vor eventuellen Folgen. »Flugzeuge aus der Gegend des Kinneret haben um 00.25 Uhr mehrere Raketenangriffe gegen uns geflogen«, hieß es in den syrischen Nachrichten. Israel helfe damit angeblich den »Terrorgruppen, die gegen die Regierung kämpfen«. Jerusalem äußerte sich nicht zu den Anschuldigungen.

Hauptstadt
James Mattis, der vom designierten US-Präsidenten Donald Trump nominierte Verteidigungsminister, hat am Donnerstag deutlich gemacht, die Hauptstadt von Israel sei Tel Aviv. »Momentan bleibe ich bei der amerikanischen Politik. Die Hauptstadt, in die ich gehe, ist Tel Aviv.« Die USA erkennen die israelische Souveränität über Jerusalem nicht an. Mattis hatte auf eine Frage des Senators Lindsey Graham geantwortet und führte aus: »Dort sind alle Regierungsleute.« Zwar liegen die meisten Regierungsgebäude, etwa das Büro des Ministerpräsidenten und das Außenministerium, in Jerusalem. Das Hauptquartier der Armee aber befindet sich tatsächlich in Tel Aviv.

Demonstrationen
Die Menschen in Gaza leiden unter einem akuten Mangel an Strom. Bei kaltem Winterwetter zünden viele mittlerweile Feuer in ihren Häusern an, um sich einigermaßen warm zu halten. Seit Wochen bereits wird nurmehr die Hälfte der regulären Elektrizität an die Einwohner geliefert, oft gibt es Strom nur drei bis vier Stunden am Tag. Jetzt gingen die Bewohner des Streifens auf die Straßen. Zu Tausenden demonstrierten sie gegen die Politik der Hamas, die Politiker im Westjordanland und Israel. Vertreter der Hamas, die den Streifen regiert, feuerten Gewehrsalven in die Luft, um die Proteste aufzulösen. Zur selben Zeit hat sich der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman mit Leitern der Gemeinden an der Grenze getroffen und die momentane Situation besprochen. »Da es derzeit so entspannt ist, werden wir die humanitäre Hilfe wesentlich aufstocken«, so Lieberman.

Jerusalem

Israels Wahlergebnis bleibt offen, mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt

Mit wie vielen Sitzen kann das Netanjahu-Lager rechnen? Wie sieht das bisherige Ergebnis der Opposition aus?

 28.10.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Bis zu 650.000 »Sonderstimmen« könnten Israels Wahlergebnis noch verändern

Die Stimmen von Soldaten, Reservisten und weiteren Wahlberechtigten, die nicht in ihrem regulären Wahllokal abstimmen konnten, müssen noch einbezogen werden

 28.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will rasch neue Regierung in Israel bilden

Netanjahus Lager verliert die Mehrheit, doch auch Ex-Militärchef Eisenkot kann mit seinem Lager nicht allein regieren. Dennoch erklärt er, schon bald eine Koalition schmieden zu wollen

 28.10.2026

Jerusalem

Vorfälle bei Parlamentswahl

Für die große Mehrheit der Israelis verlief der Wahltag friedlich. Es gab jedoch Einschüchterungsversuche und sogar Angriffe

 28.10.2026

Jerusalem

Benjamin Netanjahu bei Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

Bleibt der heutige Ministerpräsident an der Macht? Oder kommt es zum Regierungswechsel? Der Politikveteran gibt sich in der Wahlnacht trotz unklarem Ausgang siegesgewiss

 28.10.2026 Aktualisiert

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Israel

Wahltag in Blau-Weiß

Bis zuletzt warben die Parteien vor den Wahllokalen um Stimmen - und von denen gab es viele zu holen: Die Wahlbeteiligung war so hoch wie seit 1988 nicht mehr. Ein 94-Jähriger gab seine Stimme mit letzter Kraft ab und starb kurz darauf

von Sabine Brandes  27.10.2026

Knesset-Wahl

Eisenkot will Netanjahu ablösen

Netanjahus Likud liegt zwar laut ersten Prognosen vorn, doch seinem Lager fehlen viele Sitze zur Mehrheit. Ex-Militärchef Eisenkot will die Regierung ablösen – doch gelingt ihm das?

 27.10.2026

Knesset-Wahl

Lapid: Öffentlichkeit hat Netanjahu-Lager »nach Hause geschickt«

Netanjahus Likud-Partei wurde zwar laut Prognosen stärkste Kraft im Parlament, kommt aber mit ihren Partnern nicht auf eine Mehrheit. Die Opposition sagt, seine Regierung sei damit »gefeuert«.

 27.10.2026