Israel

Kurz gemeldet

In vielen Cafés kann man mittlerweile auch während der Pessachtage Brot und Kuchen kaufen. Foto: Flash 90

Chametz
Es ist Pessach – die Zeit, in der Juden Mazze essen und alles Gesäuerte verboten ist. Während es vor einigen Jahren, außer in arabischen Lokalen, fast unmöglich war, irgendwo Brot oder Kuchen zu finden, bieten mittlerweile immer mehr Cafés und Restaurants in ganz Israel auch Gesäuertes an. Ihr Argument: »Wir sind für alle Teile der Bevölkerung da: religiöse und säkulare, jüdische und nicht-jüdische.« Mit Strafen müssen die Restaurantbesitzer schon lange nicht mehr rechnen. Zwar gibt es das sogenannte Chametz-Gesetz, doch das existiert fast nur noch auf dem Papier. Denn Beamte, die es umsetzen müssten, werden schon seit Jahren nicht mehr eingesetzt.

Erfolg

Bislang ist es der Polizei gelungen, Unruhen in der Altstadt von Jerusalem während der Pessachwoche weitgehend zu verhindern. Das ist ein enormer Erfolg für die Sicherheitskräfte, die während der festlichen Zeremonien an der Kotel in höchster Alarmbereitschaft waren. Auch jüdische Extremisten, die immer wieder auf den Tempelberg pilgerten und begannen, Gebete zu sprechen oder niederzuknien, schafften es nicht, übermäßig zu provozieren. Zwei Muslime, die eine Gruppe von Juden angriffen, wurden festgenommen. Der ultraorthodoxe Knessetabgeordnete Mosche Gafni (Vereinigtes Tora-Judentum) erklärte dazu im Armeeradio: »Juden, die auf den Tempelberg gehen, beschwören einen Krieg herauf.« Nach Religionsgesetz sei es sogar verboten – zudem, so Gafni, »ist es unnötig und dumm«.

Anschlag
Eine palästinensische Frau und ihr Bruder sind am Mittwochmorgen bei einer versuchten Messerattacke von israelischen Soldaten erschossen worden. Die beiden hatten sich dem Übergang Kalandia im Westjordanland genähert und seien mehrfach aufgerufen worden, stehen zu bleiben. Schließlich kehrten sie um. Doch dann habe sich die Frau plötzlich erneut umgedreht und mit einem Messer in der Hand offenbar auf die Soldaten losgegangen. Die Sicherheitskräfte erschossen daraufhin beide. Auch bei dem Mann sei ein Messer gefunden worden. Anschließend brachen vor Ort Unruhen aus. Vor allem junge Palästinenser protestierten und gerieten mit der Polizei aneinander.

Westjordanland

Zwei israelische Soldaten sterben bei Terroranschlag

Ron Yonatan Roytman (23) und Yuval Shai Svilem (20) erlagen ihren Verletzungen. Drei weitere IDF-Soldaten wurden in dem Feuergefecht verletzt

 23.10.2026

Terroranschlag bei Hebron

Netanjahu kündigt größte Militäraktion im Westjordanland seit 1967 an

»Die gesamte terroristische Infrastruktur wird aufgespürt und zerstört«, erklärt der Ministerpräsident am Anschlagsort im Westjordanland

 23.10.2026 Aktualisiert

Westjordanland

Terroranschlag nahe Hebron: Was bislang bekannt ist

Bei dem Angriff starben zwei israelische Soldaten, drei wurden verletzt. Die Angreifer konnten getötet werden

 23.10.2026 Aktualisiert

Demokratie

Auf der Zielgeraden

Am 27. Oktober werden die Parteien anhand von Buchstaben auf den Wahlzetteln gewählt. Politische Notizen und Personalien

von Sabine Brandes  23.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 23.10.2026

Westjordanland

Israel macht Hamas für Anschlag bei Hebron verantwortlich

Drei Menschen wurden bei dem Angriff auf einen Kontrollposten im Westjordanland verletzt, zwei getötet. Die Terroristen sollen der Hamas angehört haben

 23.10.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Angehörige der Opfer des 7. Oktober wollen Wähler an Schicksale erinnern

Zu den Teilnehmern gehört Jochewed Lifschitz, die zusammen mit ihrem Mann Oded nach Gaza verschleppt worden war. Die Hamas ermordete ihn in Geiselhaft

 23.10.2026

Jerusalem

Zehntausende Israelis reisen für die Parlamentswahl aus dem Ausland an

Die Initiative Fly&Vote spielt eine große Rolle. Sie musste sich gegen eine Klage des Likud wehren

 23.10.2026

Westjordanland

Nach Terroranschlag: Israel bereitet Abriegelung des Westjordanlandes vor

An einem IDF-Kontrollpunkt bei Hebron schossen zwei 27-jährige Palästinenser auf Menschen. Bei dem Anschlag wurden mehrere Menschen verletzt. Die beiden Attentäter wurden von Soldaten erschossen

 23.10.2026 Aktualisiert