Israel

Kurz gemeldet

Homepage der Kanzlei »Mossack Fonseca« Foto: Marco Limberg

Panama-Leaks
Niemals zuvor hat die Welt Einblick in derartige Informationen zum sogenannten Offshore Banking erhalten. Das meint das internationale Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ). Gemeinsam mit verschiedenen Medienunternehmen, darunter die »Süddeutsche Zeitung« und die israelische Tageszeitung »Haaretz«, untersuchte das ICIJ Tausende Daten der Anwaltskanzlei »Mossack Fonseca« in Panama. Diese liefert Dienste an Unternehmen und Superreiche, um Geld in Steueroasen wie die Virgin Islands zu schaffen. Auf der Liste stehen neben einem Dutzend ehemaliger und amtierender Regierungschefs auch Sportstars, Geschäftsleute, Kriminelle und Berühmtheiten. Die als »Panama-Papiere« titulierten Unterlagen listen zudem 850 israelische Aktionäre sowie 600 Firmen auf. Unter ihnen befinden sich einer der berühmtesten Anwälte, Dov Weisglass, und der reichste Mann des Landes, Idan Ofer.

Spionage
Das Magazin »Der Spiegel« hat vermeldet, der Bundesnachrichtendienst (BND) habe jahrelang das Büro des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu ausspioniert. Die Regierung in Jerusalem kommentierte diese Vorwürfe nicht. Doch nicht nur die Israelis würden von Berlin aus beobachtet. Auch die NASA, das amerikanische Außenministerium, verschiedene Innenministerien und Botschaften befreundeter Nationen und Organisationen wie das Rote Kreuz stünden auf der Liste.

Untersuchung
Nach der Autopsie des getöteten Terroristen Abdel Fattah-Al Sharif hat der anwesende palästinensische Arzt erklärt, dass der Kopfschuss Grund für den Tod gewesen sei. Israelische Offizielle haben sich noch nicht dazu geäußert. Sie haben die Angaben des Arztes jedoch auch nicht widerlegt. Die Untersuchung ist im forensischen Institut Abu Kabir in Tel Aviv durchgeführt worden. Ein Soldat der israelischen Verteidigungskräfte hatte einem Palästinenser, der nach einer Messerattacke verletzt am Boden lag, eine Kugel in den Kopf geschossen. Er muss sich nun wegen Totschlags vor dem Militärgericht verantworten. Die Tat des Mannes spaltet Israel. Während viele meinen, der Soldat sei ein »Held, der in Kriegszeiten richtig gehandelt« habe, argumentiert die Armee, er habe gegen die Militärregeln verstoßen. Die Aussagen des Soldaten seien zudem widersprüchlich. Das Geschehen war auf Video aufgezeichnet worden.

Wohltätigkeit

Gal Gadot ganz großzügig

Die Hollywood-Schauspielerin spendet Geld vom Genesis-Preis an Organisationen für die Rehabilitation psychisch Kranker

von Sabine Brandes  23.09.2026

Emmanuel Macron spricht vor der UN-Vollversammlung

Vereinte Nationen

Jerusalem nennt Macrons Behauptung zur Hamas »absurd«

Der französische Präsident behauptet vor der Vollversammlung, die Terrororganisation sei im Westjordanland nie aktiv gewesen. Tatsächlich verübt sie dort regelmäßig Anschläge

von Sabine Brandes  23.09.2026

Jerusalem

Israel startet Kampagne gegen Voreingenommenheit der UN

Ein Video zeigt Papageien bei der UNO-Vollversammlung, die »Beschuldigt Israel!« durch den Versammlungssaal schreien

 23.09.2026

Jerusalem

Lucien Lazare gestorben

Der Historiker und Pädagoge schloss sich während der deutschen Besatzung Frankreichs dem Widerstand an. In Israel gehörte er zur Kommission von Yad Vashem

 23.09.2026

Jerusalem

Israel droht mit Räumung Gazas im Falle neuer Entführung

Fast drei Jahre nach dem beispiellosen Hamas-Massaker am 7. Oktober droht Israels Verteidigungsminister mit drastischen Folgen, sollte erneut ein Israeli verschleppt werden

 23.09.2026

Israelische Zeitungen

Wahlergebnisse

»Sieg der Extreme«

Nach dem AfD-Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern wächst in Israel die Aufmerksamkeit für Deutschlands politische Verschiebung

von Sabine Brandes  22.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Reaktionen

Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

Der Wahlsieg der Linken sorgt vor allem mit Blick auf Antisemitismus und das jüdische Leben in der deutschen Hauptstadt für Aufmerksamkeit in israelischen Medien

von Sabine Brandes  22.09.2026

Umfrage

Mehrheit sieht keine Chance für friedliche Zwei-Staaten-Lösung

Eine friedliche Koexistenz ist für eine Mehrheit der Israelis und eine noch größere Mehrheit der Palästinenser im Westjordanland und in Ostjerusalem derzeit nicht vorstellbar

 22.09.2026