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Kunst, Niere, Soldatin

Künstler Koons kommt. Foto: dpa

Kunst
Der König der Pop-Art-Skulpturen, Jeff Koons, kommt ins Tel Aviv Museum of Art. Die Kollektion wird unter dem Titel »Absolute Value« vom 10. März bis zum 10. Oktober gezeigt und soll Besuchermassen anlocken. Denn es ist das erste Mal, das Koons’ Werke in Israel ausgestellt werden. Der Künstler persönlich wird bei der Eröffnung dabei sein. Berühmt sind vor allem sein Ballon-Hund, der Bär mit Polizist und die Affen. Die Kunst des Amerikaners wird bei Auktionen für Rekordsummen verkauft. Die Sammlung, die nach Tel Aviv kommt, stammt von der Mugrabi-Familie, einer der reichsten in der Kunstsammlerszene. Die kaufte den berühmten Ballon-Hund übrigens für 58,4 Millionen Dollar.

Niere
Er machte das größte Geschenk. Der Abgeordnete Chili Tropper (Blau-Weiß) hat eine Niere gespendet, um einem anderen das Leben zu retten. Und den Empfänger kennt er nicht einmal. Vor einer Woche unterzog sich Tropper einer Operation und sagte im Anschluss: »Es ist alles bestens verlaufen, und das Organ ist von dem Empfänger gut angenommen worden.« Er habe zwar noch Schmerzen, aber werde in einigen Tagen das Krankenhaus verlassen können. Der Politiker sagte: »Ich dachte, wenn es eine Möglichkeit gibt, jemandem das Leben zu retten, warum denn nicht?« Die Niere bekam ein 60-jähriger Mann, den Tropper bald treffen wird. Die Operation wurde von der Non-Profit-Organisation Matnat Chaim organisiert, die bereits Hunderte von Transplantationen durch Organspenden ermöglicht hat.

Hähnchen
Zum vierten Mal versucht die amerikanische Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC), auf dem israelischen Markt Fuß zu fassen. In der vergangenen Woche eröffnete sie ein nagelneues Lokal in Nazareth. Die gebratenen Hähnchen waren bereits in den 80er- und 90er-Jahren aufgetaucht und zum letzten Mal von 2003 bis 2012. Anders als bei den vorherigen Versuchen ist diese Filiale nicht koscher. »Wir freuen uns darauf, unsere Hähnchen, die zum Fingerablecken köstlich sind, nach Israel zu bringen«, frohlockte Geschäftsführer Omer Zeidner bei der Neueröffnung. Dieses Mal bieten die Betreiber die schnelle Kost nach dem Originalrezept an und nicht, wie vorher, nach einem, das an die Kaschrut angepasst ist. Dem Lokal in Nazareth sollen Dutzende weitere im Land folgen, das nächste in Tel Aviv.

Soldatin
Singen darf sie trotzdem noch. Die Teenie-Pop-Sensation Noa Kirel ist in der Armee. In der vergangenen Woche zog sie zum ersten Mal die olivgrüne Uniform an und dient seitdem in der Orchester-Einheit, die bei offiziellen Staatszeremonien, Militärparaden und zur Unterhaltung der Soldaten aufspielt. Doch Noa wird dort nicht die Flöte spielen, sondern ihre ganz eigene Band haben. Welche Musik die machen wird, gab die Armee nicht bekannt. »Es ist verrückt und auch eine große Ehre«, sagte die 18-Jährige in einem Interview. Die IDF musste bei ihrer Einberufung sogar neue Regeln erlassen: keine Fotos von der Sängerin in der Kaserne und schon gar keine gemeinsamen Selfies mit Noa im Arm.

Kosten
Transparenz ist sein Motto. Deswegen hat Präsident Reuven Rivlin die Kosten für das Staatsdinner zum 5. World Holocaust Forum veröffentlicht, das am 22. Januar im Beit Hanasi in Jerusalem ausgerichtet wurde. Insgesamt wurden 1.414.216 Schekel ausgegeben, umgerechnet etwas weniger als 363.000 Euro. Das Geld stammte komplett aus einem Sonderbudget des Finanzministeriums. Teile der Kosten waren Ausgaben für Sicherheitsdienste der israelischen Polizei, der Flughafenbehörde und des Außenministeriums sowie der Jerusalemer Stadtverwaltung. Das Catering, bei dem 400 Gäste verköstigt wurden, kostete inklusive Beleuchtung, Möbeln und Blumen 78.000 Euro.

Tempel
Monumentale Gebäude aus der Eisenzeit (10. bis 9. Jahrhundert v.d.Z.) sind in Tel Moza in der Nähe von Jerusalem gefunden worden. Nach Angaben von Archäologen der Universität Tel Aviv (TAU) und der Antikenbehörde handelt es sich dabei um Tempelüberreste in der biblischen Stadt Moza. Zwei Tempelgebäude übereinander sind auf dem Hügel angesiedelt, unter dem ein weiteres liegt, das noch nicht komplett freigelegt ist. Shua Kisilevitz und Oded Lipschits von der TAU erklären, dass der Tempel mit umfangreichen Ornamenten und einem großen Altar im Herzen von Juda lag. »Entgegen der biblischen Erzählung gab es also weitere Tempel in Juda neben dem offiziellen in Jerusalem«, so Lipschits.

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