Israel

Kommunikationsminister besucht Saudi-Arabien

Israels Kommunikationsminister Schlomo Karhi Foto: Copyright (c) Flash 90 2023

Der israelische Kommunikationsminister Schlomo Karhi ist zu einem Besuch nach Saudi-Arabien gereist. Sein Sprecher bestätigte am Dienstag, Karhi sei am Vorabend in dem Königreich angekommen.

Der Minister von der rechtskonservativen Regierungspartei Likud werde dort an einem Kongress des Weltpostvereins teilnehmen, berichteten israelische Medien. Karhi sei mit einer Delegation von insgesamt 14 Israelis unterwegs. Erst im vergangenen Monat hatte erstmals ein israelischer Minister anlässlich einer UN-Veranstaltung den Golfstaat besucht.

Offiziell hat Riad keine Beziehungen zu Israel, verdeckt arbeiten beide Länder aber in Sicherheitsfragen schon länger zusammen. Derzeit laufen Verhandlungen beider Länder unter US-Vermittlung über eine Normalisierung der Beziehungen. Die USA sind Schutzmacht Israels und auch für Saudi-Arabien ein wichtiger Verbündeter.

Diplomatische Beziehungen Bis vor rund zwei Jahren unterhielten nur zwei arabische Staaten - Ägypten und Jordanien - diplomatische Beziehungen zu Israel. Im September 2020 vereinbarte Israel dann unter US-Vermittlung die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Bahrain. Marokko und der Sudan kündigten solche Schritte danach ebenfalls an. Der Arabische Liga umfasst 21 Mitgliedsstaaten sowie die Palästinenser.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hatte zuletzt in einem Interview mit dem US-Sender Fox News bestätigt, dass Saudi-Arabien und Israel auf dem Weg einer Normalisierung ihrer Beziehungen sind.

»Wir kommen dem jeden Tag näher, es scheint zum ersten Mal etwas wirklich Ernsthaftes zu sein«, sagte der Kronprinz. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem möglichen Zeitrahmen von »einigen Monaten« für eine Einigung unter US-Vermittlung. dpa

Nahost

Iran soll Angriff mehrerer Terrorgruppen auf Israel planen

Nach israelischen Einschätzungen könnte das Mullah-Regime einen gleichzeitigen Einsatz an mehreren Fronten vorbereiten – mit Beteiligung der Hisbollah, der Hamas und der Huthi

 07.09.2026

Gesellschaft

Exodus der Ärzte

Studie: Seit 2023 haben rund 1370 Mediziner Israel verlassen, darunter zunehmend erfahrene Fachärzte

von Sabine Brandes  06.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  06.09.2026

Jerusalem

Israels Sicherheitsrat: Weltweite Reisewarnung für die jüdischen Feiertage

Die Behörde warnt vor gezielten Anschlägen durch extremistische Gruppen und Einzeltäter auf Juden und Israelis. Von Reisen in zahlreiche arabische und an den Iran grenzende Staaten wird dringend abgeraten

 06.09.2026

Jerusalem

Oberstes Gericht kippt Festnahmeverbot für ultraorthodoxe Wehrdienstverweigerer

Das im Sommer verabschiedete Moratorium verstößt nach Ansicht der Richter gegen den Gleichheitsgrundsatz. Der Staat dürfe bei der Strafverfolgung keine unzulässigen Ausnahmen machen

 06.09.2026

Kommentar

Warum es eine Brandmauer gegen die Linkspartei braucht

Wenn eine Brandmauer nur auf einer Seite steht, brennt es von der anderen rein. Über diese offene Seite müssen wir reden

von Nelly Eliasberg  06.09.2026

Israel-Hasserin El Hissy

Jüdische Gemeinde Frankfurt übt scharfe Kritik am Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Die Hintergründe

 04.09.2026

Bildung

Fragt mich!

Der deutsch-israelische Psychologe Ahmad Mansour besucht regelmäßig Schulen. Hier erzählt er, wie aus Sprachlosigkeit ein offener Austausch über Antisemitismus, Israel und den Nahostkonflikt entstehen kann

von Ahmad Mansour  04.09.2026

Jerusalem

Netanjahu: Sturz des Regimes im Iran »zentrale Mission« Israels

»Ich bin zuversichtlich, dass wir in der Lage sind, diese Bedrohung ein für alle Mal zu beseitigen«, sagt der Ministerpräsident

 04.09.2026