Ariel Scharon

Kommt er nach Hause?

In guten Tagen auf seiner Ranch: Ariel Sharon Foto: Flash 90

Man hört und sieht nichts mehr von ihm. Dabei war er einst fast überall präsent: der ehemalige Ministerpräsident Ariel Scharon. Fast fünf Jahre sind vergangen, seit er nach einem schweren Schlaganfall ins Koma fiel. Seit Januar 2006 vegetiert der 82-Jährige im Medizinischen Zentrum von Tel Haschomer vor sich hin. Twitter-Meldungen aus arabischen Quellen berichteten vor Kurzem, dass er gestorben sei. Das Krankenhaus dementierte, sein Zustand sei unverändert. Angeblich soll er jetzt auf seine Ranch in der Negevwüste gebracht werden.

Zunächst soll die Verlegung temporär sein, wenn man sehe, dass es gut laufe, soll Scharon in Begleitung einer Krankenschwester sogar ganz nach Hause kommen, berichtet die Tageszeitung Yedioth Ahronoth. Eine Bestätigung für die Verlegung aber gibt es nicht und wird es wohl auch nicht geben. Denn die beiden Söhne Gilad und Omri haben bereits vor langer Zeit beschlossen, nicht mehr mit der Presse über den Zustand des Vaters zu sprechen.

So geben weder ehemalige Berater noch das Medizinische Zentrum Auskunft. Der Grund, so der Krankenhaus-Pressesprecher: Ariel Scharon sei eine Privatperson, und man brauche die Einwilligung der Familie. Ohne die ginge gar nichts. Das einzige Interview, das die beiden Söhne gaben, war 2007. Sie sagten damals, dass ihr Vater auf verbale Stimulation mit einem leichten Händedruck reagiere.

Ein Reporter der Jerusalem Post machte sich jüngst auf die Spuren des politischen Schwergewichts und stieß auf nicht viel mehr als Gerüchte, dass der einst mehr als 100-Kilo-Mann nur noch die Hälfte wiegen soll, künstlich ernährt werde und seine einzigen Besucher die Söhne seien.

Tel Aviv

Generalstabschef warnt vor Disziplinverlust in der Armee

Eyal Zamir spricht in Zusammenhang mit dem Fehlverhalten einiger Soldaten von einem »offenen Widerspruch zu den Grundsätzen der Streitkräfte«

 28.04.2026

Krieg

IDF greift Hisbollah-Ziele im Libanon an

Die Terror-Miliz hatte zuvor israelische Soldaten angegriffen

 27.04.2026

Berlin

»Ich will mich nicht verstecken«

Ron Dekel wurde angepöbelt, weil er eine Kippa trug. Ein Video davon ging viral, er wurde im Netz beleidigt, man lauerte ihm vor der Synagoge auf. Hier spricht der Präsident der Studierendenunion darüber, was ihm passiert, seitdem er sich sichtbar als Jude zeigt

von Mascha Malburg  27.04.2026

Jerusalem

Israel ernennt ersten Botschafter für Somaliland nach Anerkennung der Region

Einen Botschafter Somalilands in Israel gibt es bereits. Im Januar wurde Mohamed Hagi für den posten ernannt

 27.04.2026

Nord-Israel

Wegen Hisbollah-Angriffen: Beschränkungen im Norden wieder eingeführt

Das Lag-BaOmer-Fest auf dem Berg Meron kann in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden

 27.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  27.04.2026 Aktualisiert

7. Oktober

Der Angriff auf den Kibbuz Holit: Erst Nachmittags kam Hilfe

IDF-Bericht: Rund 60 palästinensische Terroristen dringen am frühen Morgen in das Areal ein. Bei dem Massaker werden 13 Zivilisten ermordet. Neun Bewohner werden als Geiseln verschleppt

 27.04.2026

Studie

Kriege verändern Schlaf, Ernährung und Bewegung deutlich

Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem warnen, dass Stress, Angst und Unsicherheit zu ungesunden Gewohnheiten führen

 27.04.2026

Reisen

Internationale Airlines bleiben weiter weg

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit empfiehlt EU-Fluggesellschaften, den Luftraum über Israel zu meiden

von Sabine Brandes  27.04.2026