Israel

Keine weitere Verzögerung

Benjamin Netanjahu und Avichai Mandelblit (r.) Foto: Flash 90

Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit hat die Bitten der Anwälte des Ministerpräsidenten, eine Anklage bis nach den Parlamentswahlen zu verschieben, abgelehnt. Das berichteten die Fernsehkanäle 12 und 13 am Donnerstagabend.

Bei den bevorstehenden Wahlen geht es für den amtierenden Premier Benjamin Netanjahu um alles. Dieser Tage muss er sich mit steigenden Umfrageergebnissen für den Polit-Newcomer und einstigen Armeechef Benny Gantz auseinandersetzen sowie mit einer drohenden Union verschiedener Links- und Zentrumsparteien, die seine Regierung tatsächlich nach fast einem Jahrzehnt ablösen könnte. Gleichzeitig schwebt eine Anklage wegen Korruption vor den Neuwahlen am 9. April wie ein Damoklesschwert über seinem Amt. Die könnte seinem Likud vier oder sogar mehr Mandate kosten. Die Polizei hatte nach langwierigen Ermittlungen vorgeschlagen, den Premier in drei Fällen anzuklagen.

kampagne Angeblich, so denken Netanjahus Anwälte, würde die Verkündigung einer Anklage einer »Wahleinmischung« gleichkommen. Mandelblit jedoch habe argumentiert, so die Berichte, dass eine Verzögerung »nur aufgrund der Wahl in jedem Fall eine Einmischung in die Wahlen« darstelle. Zwar bestätigte der Generalstaatsanwalt offiziell die Diskussion mit dem Rechtsbeistand Netanjahus nicht. Doch die Kommentare des Premiers ließen nicht lange auf sich warten: »Es sieht so aus, als habe der Generalstaatsanwalt dem Druck der Linken und der Medien nachgegeben, in jedem Fall eine Anklage gegen mich zu erheben – und das während der laufenden Wahlkampagne.«

Den Berichten zufolge haben Mandelblit und seine führenden Ankläger einen Brief an Netanjahus Anwälte geschrieben, in dem steht, dass Mandelblits Entscheidung, ob er den Regierungschef anklagen wird, bereits gefallen sei. Verkündet werden soll sie in den nächsten Tagen.

Opfer der Hamas

Yarden Bibas pflanzt mit Mike Huckabee Baum für seine Familie

Die Ex-Geisel und der US-Botschafter wollen damit die Erinnerung an Kfir, Ariel und Shiri wachhalten, die von Terroristen ermordet wurden

 10.07.2026

Negev

Netanjahu und Armeechef: Israel ist jederzeit zu neuem Militäreinsatz gegen Iran bereit

»Der Krieg ist nicht vorbei«, sagt der israelische Ministerpräsident. »Neben alten Herausforderungen entstehen ständig neue«

 10.07.2026

Humanitäre Hilfe

Israel weist Berichte über Versorgungsengpässe in Gaza zurück

Einem neuen Bericht zufolge sind seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom Oktober 2025 1800 Millionen Tonnen an Lebensmitteln nach Gaza gelangt. Israel sagt, das sei mehr als vor dem Krieg

 09.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Dublin

Irland beschließt Einfuhrstopp für Waren aus israelischen Siedlungen

Nach acht Jahren Debatte hat das irische Unterhaus ein Importverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen im Westjordanland gebilligt

 09.07.2026

Umfrage

Erstmals vorn: Eisenkot überholt Netanjahu

Würde jetzt gewählt, käme Eisenkots Partei Jaschar demnach auf 23 Mandate. Wo liegen der Likud und die anderen Parteien?

 09.07.2026

Jerusalem

Israel bereitet sich auf mögliche neue Eskalation mit Iran vor

Die Armee erhöht ihre Alarmbereitschaft

 09.07.2026

Sport

Teamgeist und Trikottausch

Nach der kriegsbedingten Verschiebung wird die 22. Makkabiade in Jerusalem zum Fest jüdischen Zusammenhalts. Mehr als 8000 Sportler aus aller Welt gehen in Israel an den Start

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nachrichten

Pillen, Wahlen, Gaza

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  08.07.2026