Studie

Keine Gleichheit für Sefarden

Knietief im Dispo: Kunden am Geldautomaten Foto: Flash 90

Von Einkommensgleichheit kann in Israel keine Rede sein. Eine neue Studie des Avda-Instituts für soziale Gerechtigkeit fand jetzt heraus, dass die Gehaltsunterschiede zwischen aschkenasischen und sefardischen Israelis »nach wie vor riesig« sind.

Der jüngste Jahresbericht von Avda unter dem Titel »Gleichheit und soziale Gerechtigkeit in Israel« zeigt, dass 2013 das durchschnittliche monatliche Gehalt eines Aschkenasen aus dem wohlhabenden Zentrum des Landes 42 Prozent über dem Durchschnitt lag, während sein sefardischer Kollege lediglich neun Prozent mehr als der Durchschnitt verdiente. Das durchschnittliche Monatsgehalt liegt bei 1800 Euro, der gesetzliche Mindestlohn bei 860 Euro.

Schlomo Swirski von Avda erklärt, dass viele aschkenasische Juden Vorteile in den untersuchten Parametern wie Wohnort, Ausbildung und Jobposition hätten. »Und das Ergebnis ist ein beträchtlich höheres Einkommen.«

Noch größer als zwischen Aschkenasen und Sefarden ist der Unterschied zwischen Juden und Arabern. Israelische Araber aus den Städten fallen gänzlich aus dem Raster heraus. Sie bringen rund 34 Prozent weniger nach Hause als das nationale Mittel.

Arbeitlosenquote Besonders auffällig sei, so der Bericht, dass diese Zahlen in den vergangenen zwölf Jahren fast unverändert geblieben seien. Dafür muss die Netanjahu-Regierung vom Avda-Institut jetzt Kritik einstecken: »Während die Nation stolz auf ihre niedrige Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent ist, vergisst sie offenbar die ärmeren Gemeinden, wo sie bei zehn bis 15 und in einigen arabischen Städten sogar bei 30 Prozent liegt.« Auch die Gleichberechtigung der Geschlechter lässt zu wünschen übrig: Frauen verdienen im Durchschnitt lediglich 66 Prozent dessen, was ihre männlichen Kollegen auf dem Gehaltszettel haben.

Angestellte mit einem Einkommen, das wesentlich über dem Durchschnitt liegt, machen gerade einmal zehn Prozent der Bevölkerung aus. Tatsache sei, so der Avda-Report, dass drei Viertel aller beschäftigten Israelis unter dem Durchschnittsgehalt lägen und fast ein Drittel sogar weniger erhalte als den Mindestlohn.

»Die Zahlen zeigen, dass sich unsere Gesellschaft nicht in Richtung Gleichheit bewegt«, fasst Swirski zusammen, »sondern leider in die gegenteilige.«

Niederlande

»Der 7. Oktober, da bin ich«: Student der Uni Maastricht will an Terrorangriff teilgenommen haben

Ein 22-jähriger Palästinenser, der in den Niederlanden studiert, erweckt in einem Instagram-Video den Eindruck, er habe an der Terrorattacke der Hamas auf Israel teilgenommen. Jetzt griff die Hochschule durch

 28.09.2026

Jerusalem/Den Haag

Israel entzieht Niederländern Diplomaten-Pass

Die Niederlande verbieten den Import von Waren aus Siedlungen im Westjordanland. Nun zieht Israel Konsequenzen

 28.09.2026

Tel Aviv

Israel: Entführer von Noa Argamani getötet

Saher Nidal Saqr und andere an den Geiselnahmen beteiligte Terroristen seien bei einem Luftangriff im zentralen Gazastreifen tödlich getroffen worden, teilte die israelische Armee mit

 28.09.2026

UEFA Nations League

Irlands Spieler verweigern Handschlag – Israels Kapitän Solomon: »Offensichtlich hassen sie uns«

Die irische Fußball-Nationalmannschaft hat Israel in der Nations League klar mit 3:0 besiegt. Der sportliche Wettstreit im ungarischen Debrecen war jedoch von unschönen Szenen begleitet

 28.09.2026

Jerusalem

Netanjahu wies Armee vor dem 7. Oktober 2023 an, Eskalation in Gaza zu vermeiden

Einem Medienbericht zufolge wollte Israels Ministerpräsident unmittelbar vor dem Hamas-Massaker die Aussicht auf eine Entspannung der Beziehungen zu Saudi-Arabien nicht gefährden

 28.09.2026

Meinung

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Tel Aviv

Neues deutsches U-Boot in Israel eingetroffen

Die »INS Drakon« ist das sechste U-Boot der israelischen Flotte

 25.09.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Eisenkot will nicht mit arabischen Parteien koalieren

Der Vorsitzende der Yashar-Partei sagt, wolle mit »jeder zionistischen Partei« zusammenarbeiten. Vier Grundsätze müssten jedoch akzeptiert werden

 25.09.2026

Gaza

Zwei IDF-Reservisten bei Drohnenexplosion getötet

Der tödliche Vorfall ereignete sich an einem Militärposten im nördlichen Gazastreifen

 25.09.2026