Lag BaOmer

Kein Feuer und Flamme

Traditionelles Lagerfeuer an Lag BaOmer Foto: Flash 90

Die WhatsApp-Gruppen überschlagen sich. »Aber ohne Feuer ist es doch kein Lag BaOmer« oder »Die Kinder weinen schon«. Wegen der extremen Wetterverhältnisse haben mehrere Städte in Israel die traditionellen Lagerfeuer zum Lag-BaOmer-Fest abgesagt. Zündeln verboten!

Haifa machte den Auftakt, es folgten Nescher, Kiriat Yam, Aschdod und andere. Kiriat Bialik gab eine Empfehlung heraus, in diesem Jahr auf die Feuer zu verzichten. Insgesamt veröffentlichten die nationalen Feuer- und Sicherheitsdienste Einschränkungen landesweit. »Ich rufe alle Eltern auf, die Sicherheitsvorkehrungen zu beachten. Es dürfen nur kleine Feuer angezündet werden, die von Wäldern und Hainen entfernt sind, damit Menschen und Besitz nicht gefährdet werden«, verkündete der Chef der Feuerwehr, Dedi Simchi. Die Feuerwehr untersagte die Feuer im Umkreis von 300 bis 500 Metern von Bäumen.

gefahr Haifas Bürgermeister Yona Yahav erklärte, dass man erst vor zwei Jahren miterlebt habe, wie schnell sich die Feuer ausbreiten und eine tödliche Gefahr darstellen. »Wir riskieren dies nicht noch einmal.«

Auch Tel Aviv und Jerusalem könnten in den nächsten Stunden nachziehen, wird gemunkelt. Die ungewöhnlich hohen Temperaturen bis zu 35 Grad Celsius durch den Wüstenwind Scharaw und heftige Winde machen die privaten Feuer zu gefährlich. Gewöhnlich brennen Zehntausende von Feuern an diesem Tag lichterloh im ganzen Land. Die Luftverschmutzung ist um ein Vielfaches erhöht, jedes Jahr werden Menschen mit Verbrennungen und Atembeschwerden in Krankenhäusern behandelt.

Auf dem Berg Meron, wo vor allem religiöse Israelis jedes Jahr Lag BaOmer feiern, sind in den vergangenen zwei Tagen mehr als 1400 Menschen von Ersthelfern behandelt worden. 54 wurden mit mittelschweren oder schweren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert.

Gesellschaft

Regierung will Rückkehrrecht ändern

Entsprechend des Entwurfs sollen künftig nur noch orthodoxe Übertritte zum Judentum anerkannt werden

von Sabine Brandes  08.05.2026

Tel Aviv

Erster Hantavirus-Fall in Israel registriert

Die betroffene Person soll sich vor mehreren Monaten während eines Aufenthalts in Osteuropa angesteckt haben

 08.05.2026

Jerusalem

Bennett verklagt Ministerin und Fernsehsender wegen Behauptungen über psychische Erkrankung

Der Oppositionspolitiker fordert laut israelischen Medienberichten Schadenersatz in Höhe von zwei Millionen Schekel (0,59 Millionen Euro)

 08.05.2026

Jerusalem/Washington D.C./Ankara

Israel und USA wollen neue Gaza-Flottille stoppen, bitten Türkei um Hilfe

Konkret geht es demnach um 15 Boote, die sich in türkischen Häfen befinden und Teil der sogenannten »Global Sumud Flotilla« werden sollen

 08.05.2026

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

von Guy Katz  08.05.2026

Tel Aviv

Sirenen und Schlagzeilen

Unsere Israel-Korrespondentin Sabine Brandes über das Arbeiten im Ausnahmezustand

von Sabine Brandes  07.05.2026

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 18 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Essay

Brandbeschleuniger Hass auf Israel: Der Gesetzgeber darf nicht länger wegschauen

Wer auf unseren Straßen »Tod Israel« ruft, kann bislang in der Regel ohne strafrechtliche Konsequenzen bleiben. Das zermürbt die Demokratie

von Volker Beck  07.05.2026

Luftfahrt

El Al eröffnet größte koschere Fluglinien-Küche der Welt

El-Al-Chef Levi Halevi sagt, das Projekt sei Teil einer langfristigen Strategie zur Verbesserung des Reiseerlebnisses

 07.05.2026