Regierung

Katz übernimmt Amt des Außenministers

Neuer amtierender Außenminister: Israel Katz Foto: Flash90

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat am Sonntag Israel Katz zum amtierenden Außenminister ernannt. Ein ranghoher Berater von Katz bestätigte entsprechende Medienberichte. Das dortige Außenministerium begrüßte die Ernennung. »Wir sind sicher, dass der Minister uns zu weiteren Errungenschaften im Bereich der Außenpolitik führen wird«, sagte Generaldirektor Yuval Rotem.

STATIONEN Netanjahu hatte das Außenministerium seit Beginn seiner jüngsten Amtszeit 2015 selbst geleitet. Er war dafür kritisiert worden, dass er zusätzlich zum Regierungsvorsitz noch mehrere Ministerposten innehatte – neben dem Außenministerium das Verteidigungsministerium und das Gesundheitsministerium. Eine Bürgerrechtsbewegung hatte deswegen vor dem Höchsten Gericht Beschwerde eingelegt.

Katz hat noch viel vor – er sieht sich als künftiger Anwärter auf das Amt des Regierungschefs.

Der 63-jährige Katz, bisher Transport- und Geheimdienstminister, war bei der Aufstellung der Wahlliste der konservativen Regierungspartei Likud auf Platz 3 gekommen – hinter Netanjahu und Parlamentspräsident Juli Edelstein. Am 9. April wählt Israel ein neues Parlament.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Katz, der sich als künftiger Anwärter auf das Amt des Regierungschefs sieht, hat in der Vergangenheit mit Vorschlägen zum Bau einer künstlichen Insel vor dem Gazastreifen für Aufmerksamkeit gesorgt. Außerdem setzt Katz sich für eine Bahnverbindung zwischen Israel und den Golfstaaten ein.  dpa

Politik

Netanjahu-Vertrauter rechnet mit Likud ab

Der langjährige Likud-Politiker Zachi Hanegbi will am 27. Oktober erstmals seit fast 50 Jahren nicht für den Likud stimmen. In einem Zeitungsbeitrag nannte der 69-Jährige die Gründe

von Sabine Brandes  22.10.2026

Israel

Gadi Eizenkot stellt klar: »Werde in keine Regierung mit Netanjahu eintreten«

Der Herausforderer des amtierenden Ministerpräsidenten hat ausgeschlossen, mit ihm eine Koalition einzugehen, und kritisiert Benjamin Netanjahu für dessen Versagen vor dem 7. Oktober 2023

von Sabine Brandes  22.10.2026

Wahlen

»Ein Geschenk an Israels Feinde«

Yair Lapid wirft Netanjahu vor, mit Provokationen gegenüber dem Iran aus Wahlkampfkalkül die Sicherheit des Landes aufs Spiel zu setzen / Verteidigungsminister Katz macht die Opposition für mögliche künftige Anschläge verantwortlich

von Sabine Brandes  22.10.2026

Siedlergewalt

Huldai: »Ich schäme mich und schweige nicht mehr«

Tel Avivs Bürgermeister verurteilt die Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern und Journalisten scharf. Er warnt vor dem Zerfall rechtsstaatlicher und zionistischer Werte

von Sabine Brandes  22.10.2026

Nahost

Israelische Kampfjets fliegen bis an iranische Grenze – Sorge vor Eskalation vor der Wahl

Was passierte im Luftraum über Syrien und dem Irak und warum?

 22.10.2026

Jerusalem

Netanjahu: »Alle Feinde Israels wollen, dass ich verliere«

Der israelische Ministerpräsident wirft Iran und verbündeten Gruppen vor, die bevorstehende Wahl beeinflussen zu wollen

 22.10.2026

Gaza/Jerusalem

Hamas droht mit neuem Angriff nach dem Muster des 7. Oktober

Die palästinensische Terrororganisation soll Israel über einen UN-Vermittler mit einem weiteren Massaker gedroht haben. Die Warnung bezieht sich auf mögliche Anschläge in Israel und im Ausland

 22.10.2026

Israel

Knessetwahl: Soldaten können bereits abstimmen

In weniger als einer Woche wählt Israel ein neues Parlament. Bereits jetzt dürfen Soldaten die Wahlkabinen betreten - diese werden ihnen bis in den Libanon und nach Syrien gebracht

 21.10.2026

New York/Gaza

Frühere Lehrerin aus Gaza warnt vor Judenhass an UNRWA-Schulen

Die Pädagogin sagt, die ideologische Indoktrinierung palästinensischer Kinder könne den Nährboden für ein weiteres Massaker wie das vom 7. Oktober 2023 schaffen

 21.10.2026