Bombenanschlag

Kampf der Unterwelt

Flammen und schwarzer Rauch: unmittelbar nach dem Bombenanschlag in Tel Avivs Innenstadt am Donnerstagmittag Foto: channel 2

Der Bombenanschlag, der sich am Donnerstagmittag in der Tel Aviver Innenstadt ereignete, hat Medienberichten zufolge einen kriminellen Hintergrund. Nach Polizeiangaben wurde ein Auto in die Luft gesprengt, das neben einem Bus gehalten hatte, dabei wurden mindestens sieben Menschen leicht verletzt. Zunächst hatten die Sicherheitskräfte einen Terroranschlag vermutet, da sich die Explosion in der Nähe des Verteidigungsministeriums ereignete. Nach einer ersten Untersuchung jedoch hieß es, dass der Anschlag mit dem Krieg der hiesigen Mafia zu tun habe.

Schock Der schwarze Rauch war schon von Weitem zu sehen. Dicke Schwaden zogen über die Jabotinsky- und Arlosoroffstraße mitten im Herzen von Tel Aviv. Diese Gegend ist um die Mittagszeit stets besonders belebt. Nach dem lauten Knall liefen viele Menschen aufgeregt durcheinander, andere blieben stehen und starrten geschockt in die Flammen. Die Angst vor Terroranschlägen ist ständiger Begleiter der Israelis.

Doch nach weniger als einer Stunde gab die Polizei Entwarnung. Mehrere Augenzeugen hatten angegeben, dass ein Motorradfahrer ein Objekt in den parkenden Personenwagen geworfen habe. Und in diesem Auto saß niemand anderes als Nissim Halperon, berüchtigter Chef des kriminellen Halperon-Clans. Offenbar habe es sich bei der Attacke um den Versuch einer rivalisierenden Bande gehandelt, den Mafiaboss aus dem Weg zu räumen. Halperon jedoch habe lediglich Kratzer abbekommen, hieß es im Armeeradio. Wieder einmal. Denn dieser Anschlag ist bereits der neunte innerhalb von zehn Jahren auf Halperon.

Mehr dazu in der kommenden Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen.

Jerusalem

Klima-Forscher: Teile Israels könnten unbewohnbar werden

Israelische Klimaforscher sagen, der südliche Arava-Raum, Eilat sowie das Jordantal seien besonders gefährdet

 22.04.2026

Westjordanland

Berichte über Verletzte nach Siedler-Angriff

Radikale Siedler haben Berichten zufolge in einem Dorf palästinensischen Besitz in Brand gesteckt. Mehrere Menschen mussten wegen einer Rauchvergiftung behandelt werden

 22.04.2026

Terroristen-Gefängnis

Hamas-Terroristen belästigten Reservistinnen sexuell

Eine Reservistin sagt dem Sender KAN, Häftlinge hätte vor ihr masturbiert und ihr erniedrigende Blicke zugeworfen. Die psychischen Folgen seien bis heute spürbar

 22.04.2026

Tel Aviv

Mutter von Hersh Goldberg-Polin veröffentlicht Buch über Kampf für ihren Sohn

Sie habe vor allem die Wahrheit erzählen wollen, sagt Rachel Goldberg-Polin – und diese sei »sehr hässlich«

 22.04.2026

Israel

Jesus-Statue beschädigt: 30 Tage Haft für israelische Soldaten

Mit einem Hammer attackierte ein Soldat die christliche Heilsfigur im Libanon. Jetzt hat ein Militärgericht den Mann und seinen Kameraden verurteilt

 21.04.2026

Nachrichten

Schule, Posten, Verschwörung

Meldungen aus Israel

von Sabine Brandes  21.04.2026

Landwirtschaft

Von Staub zu Öl

Im Kibbuz Sde Boker wird Bio-Olivenöl produziert. Das Projekt interpretiert die alte zionistische Idee neu, die Wüste zum Blühen zu bringen

von Sabine Brandes  21.04.2026

Gesellschaft

»Ich lasse das nicht in mein Leben«

Yuval Amshalem zieht der Liebe wegen nach Berlin. Bei der Online-Wohnungssuche sah der 24-Jährige sich mit einem antisemitischen Shitstorm konfrontiert, auf den der AI-Experte entspannt reagiert. Ein Gespräch über Ziele im Leben

von Sophie Albers Ben Chamo  21.04.2026

Musik

Vom Kinderzimmer in Cholon in die US-Charts

Die israelische Band Temper City nimmt mit ihrem Song »Self Aware« einen weltweiten Hit auf

von Sabine Brandes  21.04.2026