Bombenanschlag

Kampf der Unterwelt

Flammen und schwarzer Rauch: unmittelbar nach dem Bombenanschlag in Tel Avivs Innenstadt am Donnerstagmittag Foto: channel 2

Der Bombenanschlag, der sich am Donnerstagmittag in der Tel Aviver Innenstadt ereignete, hat Medienberichten zufolge einen kriminellen Hintergrund. Nach Polizeiangaben wurde ein Auto in die Luft gesprengt, das neben einem Bus gehalten hatte, dabei wurden mindestens sieben Menschen leicht verletzt. Zunächst hatten die Sicherheitskräfte einen Terroranschlag vermutet, da sich die Explosion in der Nähe des Verteidigungsministeriums ereignete. Nach einer ersten Untersuchung jedoch hieß es, dass der Anschlag mit dem Krieg der hiesigen Mafia zu tun habe.

Schock Der schwarze Rauch war schon von Weitem zu sehen. Dicke Schwaden zogen über die Jabotinsky- und Arlosoroffstraße mitten im Herzen von Tel Aviv. Diese Gegend ist um die Mittagszeit stets besonders belebt. Nach dem lauten Knall liefen viele Menschen aufgeregt durcheinander, andere blieben stehen und starrten geschockt in die Flammen. Die Angst vor Terroranschlägen ist ständiger Begleiter der Israelis.

Doch nach weniger als einer Stunde gab die Polizei Entwarnung. Mehrere Augenzeugen hatten angegeben, dass ein Motorradfahrer ein Objekt in den parkenden Personenwagen geworfen habe. Und in diesem Auto saß niemand anderes als Nissim Halperon, berüchtigter Chef des kriminellen Halperon-Clans. Offenbar habe es sich bei der Attacke um den Versuch einer rivalisierenden Bande gehandelt, den Mafiaboss aus dem Weg zu räumen. Halperon jedoch habe lediglich Kratzer abbekommen, hieß es im Armeeradio. Wieder einmal. Denn dieser Anschlag ist bereits der neunte innerhalb von zehn Jahren auf Halperon.

Mehr dazu in der kommenden Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen.

Humanitäre Hilfe

Israel weist Berichte über Versorgungsengpässe in Gaza zurück

Einem neuen Bericht zufolge sind seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom Oktober 2025 1800 Millionen Tonnen an Lebensmitteln nach Gaza gelangt. Israel sagt, das sei mehr als vor dem Krieg

 09.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Dublin

Irland beschließt Einfuhrstopp für Waren aus israelischen Siedlungen

Nach acht Jahren Debatte hat das irische Unterhaus ein Importverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen im Westjordanland gebilligt

 09.07.2026

Umfrage

Erstmals vorn: Eisenkot überholt Netanjahu

Würde jetzt gewählt, käme Eisenkots Partei Jaschar demnach auf 23 Mandate. Wo liegen der Likud und die anderen Parteien?

 09.07.2026

Jerusalem

Israel bereitet sich auf mögliche neue Eskalation mit Iran vor

Die Armee erhöht ihre Alarmbereitschaft

 09.07.2026

Sport

Teamgeist und Trikottausch

Nach der kriegsbedingten Verschiebung wird die 22. Makkabiade in Jerusalem zum Fest jüdischen Zusammenhalts. Mehr als 8000 Sportler aus aller Welt gehen in Israel an den Start

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nachrichten

Pillen, Wahlen, Gaza

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nahost

Reaktion auf Beschuss von Schiffen: USA greifen Ziele im Iran an und verschärfen Sanktionen

Die Luftschläge richten sich auch gegen die iranischen Revolutionsgarden

 08.07.2026 Aktualisiert

Sicherheit

Der NATO-Gipfel darf nicht zum Kniefall vor dem national-islamistischen Autokraten Erdoğan werden

Ein Kommentar von Ali Ertan Toprak

von Ali Ertan Toprak  08.07.2026