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Jugend, Party, Gäste

Eingang zur Fabrik von SodaStream Foto: Flash 90

Party
Es war vielleicht nicht die größte Party des Landes, aber sicherlich die multikulturellste. Der Sprudelgeräte-Hersteller SodaStream feierte am vergangenen Montag mit nahezu 3000 Israelis und Palästinensern das Fastenbrechen am Ende des Ramadan-Monats. Die Firma hatte alle Angestellten und deren Familien eingeladen. Es kamen Juden, Drusen, Christen und Muslime. Mit dabei war der amerikanische Botschafter David Friedman. Der bezeichnete das Fest als »pure Freude« und nannte SodaStream »eine Insel des Friedens«. SodaStream musste wegen Boykottaufrufen seine Fabrik im Westjordanland schließen, in der viele Palästinenser angestellt waren. Anschließend baute das Unternehmen sie in Nähe der Beduinenstadt Rahat wieder auf.

Außenminister
Es ist offiziell: Israel Katz ist zum Außenminister ernannt worden. Drei Monate, nachdem Premier Benjamin Netanjahu den einstigen Verkehrs- und Geheimdienstminister kommissarisch dazu ernannt hatte, ist er nun von Amts wegen Israels oberster Diplomat – zumindest bis zu den Neuwahlen im September. Zuvor hatte Netanjahu das Amt seit 2015 selbst innegehabt – bis das Oberste Gericht geurteilt hatte, dass er die zusätzlichen Posten aufgeben muss. Katz versicherte, er werde mit dem Ministerpräsidenten zusammenarbeiten und die Interessen Israels im Ausland vertreten. »Ich will Israels internationalen Status stärken und mich den wichtigen globalen und regionalen Herausforderungen stellen«, so Katz.

Ausstellung
Entgegen aller Wahrscheinlichkeit haben zwei Dokumente Zeit und Raum überdauert. Sie sind der Mittelpunkt der neuen Ausstellung Durch Zeit und Raum im Jerusalemer Israel-Museum. Die Schau zeigt das Tagebuch des ersten israelischen As­tronauten Ilan Ramon, das 2003 in einem Feld in Texas gefunden wurde, nachdem die Columbia-Raumfähre explodiert und Ramon gemeinsam mit seinen Kollegen umgekommen war. Daneben werden Teile der Enoch-Rolle gezeigt. Die Präsentation der modernen und antiken Schriftstücke nebeneinander zeigt überraschende Ähnlichkeiten. Sowohl Ramon als auch der antike Enoch können als »Raumfahrer« bezeichnet werden. Die Konservierung der stark beschädigten Schriften war eine Teamarbeit des Israel-Museums mit der Kriminologie-Abteilung der Polizei.

Jugend
Diese Zahlen sind besorgniserregend: Präsident Reuven Rivlin erhielt den Jahresbericht von Elem, der landesweiten Organisation, die sich um gefährdete Jugendliche kümmert. Die Ergebnisse der Studie, die Präsidentin Nava Barak überreichte, beziehen sich auf junge Menschen, die zu Elem kamen: Einer von vier unter diesen Jugendlichen hat bereits Drogen genommen. In der Peripherie konsumiert sogar jeder Zweite Drogen. Vier von fünf der jungen Menschen sind sexuell missbraucht worden, der Großteil von ihnen Mädchen und junge Frauen. Einer von fünf Jugendlichen hat häusliche Gewalt, Online-Gewalt oder soziale Gewalt erlebt. Viele, die von Elem aufgenommen werden, können trotz ihrer schwierigen Herkunft und traumatischen Erlebnisse dennoch viel erreichen, so der Bericht. Rivlin dankte den Helfern: »Sie sind führend in der Rehabilitation dieser jungen gefährdeten Menschen durch Hingabe, Liebe und klare Worte.«

Gäste
Die Zahlen steigen weiter. Mit rund 1,05 Millionen Gästen im ersten Quartal 2019 sieht Israel nach 2017 und 2018 einem weiteren Rekordjahr für den heimischen Tourismus entgegen. Deutschland ist zum zweiten Mal in Folge der wichtigste Markt nach den USA. In den ersten drei Monaten haben elf Prozent mehr Reisende aus aller Welt das Land besucht als im selben Zeitraum des Vorjahres. Gegenüber dem ersten Quartal 2017 haben sich die Besucherzahlen sogar um 43 Prozent erhöht. Viele Besucher sind Pilger, die die bedeutenden Stätten der monotheistischen Religionen sehen wollen.

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