Statistik

Israels Bevölkerung wächst weiter

Foto: copyright (c) Flash90 2023

Israels Bevölkerungszahl nähert sich der 10-Millionen-Grenze. Damit leben heute zwölfmal mehr Menschen im Land als bei seiner Gründung 1948, wie aus aktuellen Zahlen hervorgeht, die das zentrale israelische Statistikbüro (CBS) im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 75. Unabhängigkeitstag des Landes (25. April) veröffentlichte. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Bevölkerung durch Geburten und Zuwanderung um 2,3 Prozent.

Von knapp 9,73 Millionen Bewohnern sind demnach 73,5 Prozent Juden (knapp 7,15 Millionen), darunter laut Bericht der Zeitung »Haaretz« (Dienstag) auch jüdische Israelis, die in israelischen Siedlungen in den palästinensischen Gebieten leben. Damit leben 46 Prozent der jüdischen Weltbevölkerung in Israel.

Arabische Bewohner Knapp 2,05 Millionen der Bewohner sind Araber (21 Prozent). Die im Westjordanland und im Gazastreifen lebenden Palästinenser sind in den Zahlen nicht enthalten. Angehörige verschiedener Minderheiten machen mit 534.000 Personen 5,5 Prozent der israelischen Bevölkerung aus, darunter nicht-arabische Christen, Anhänger anderer Religionen sowie Menschen ohne Religionszugehörigkeit.

Nicht berücksichtig sind laut CBS die rund 213.000 im Land lebenden Ausländer (Stand Ende 2021), darunter Asylsuchende und ausländische Arbeitnehmer mit und ohne legalen Status.

Nach den Zahlen des CBS sind 28 Prozent der Israelis 14 Jahre oder jünger, während der Anteil der über 65-Jährigen bei zwölf Prozent liegt. Insgesamt 60.000 Menschen wurden im Jahr der Staatsgründung geboren, die Zahl der Menschen, die über 100 Jahre alt sind, liegt bei 3300.

Schätzungen zufolge wird die Bevölkerung Israels weiterwachsen und im Jahr 2030 rund 11,1 Million betragen. 2048, einhundert Jahre nach der Staatsgründung, werde die Bevölkerung voraussichtlich 15,2 Millionen erreichen. kna

Israel

Warnung vor Hamas-Überfall ignoriert? Netanjahu dementiert

Emiratischer Präsident soll Netanjahu angerufen haben. Netanjahu reagierte angeblich gelassen. Emirate wollen sich nicht zu Berichten äußern

 08.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  08.09.2026

Reaktion

Israel schließt britisches Konsulat in Jerusalem

Die britische Labour-Regierung will einen härteren Kurs im Umgang mit Israels Siedlungspolitik einschlagen und beschließt Sanktionen. Nun reagiert Israel

 08.09.2026

Meinung

London belohnt die Verweigerungshaltung der Palästinenser

Mit ihren Sanktionen gegen israelische Siedlungen will die britische Regierung im Nahost-Konflikt einer Zwei-Staaten-Lösung näher kommen. Doch sie zeigt vor allem: Verhandeln lohnt sich nicht, Blockade und Terror aber sehr wohl

von Daniel Neumann  08.09.2026

Jerusalem

Gadi Eisenkot baut Vorsprung vor Netanjahu aus

Seine Partei Yashar könnte damit auf eine Mehrheit von 61 Sitzen kommen, ohne auf arabische Parteien angewiesen zu sein.

 08.09.2026

Luftfahrt

Delta und United fliegen wieder nach Israel

Auch europäische Linien bereiten eine Wiederaufnahme ihrer Routen zum Ben-Gurion-Flughafen vor

 08.09.2026

Jerusalem

Bericht: Netanjahu wurde vor dem 7. Oktober von den Vereinigten arabischen Emiraten gewarnt

»Seine Missachtung der Warnungen kommt einer strafrechtlich relevanten Fahrlässigkeit gleich«, erklärt der frühere Ministerpräsident Naftali Bennett

 08.09.2026

Jerusalem

Oberstes Gericht weist Klage von Israelis im Ausland wegen fehlendem Wahlrecht ab

Die Richter entschieden nicht über die grundsätzliche Frage, ob die Betroffenen zu Unrecht von der Wahl ausgeschlossen wurden, sondern verwarfen den Antrag aus verfahrensrechtlichen Gründen

 08.09.2026

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  08.09.2026